Nur die Köpfe rauchten: 15 Feuerwehrler bestehen ihre „Gesellenprüfung“ in Bad Aibling

„Was ist zu tun beim Auffinden einer bewusstlosen Person?“, lautete diese Aufgabe für Michael Steinhilber (knieend) von der Feuerwehr Aibling, krititsch beobachtet von Prüfer Max Goldbrunner (links). Baumann
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„Was ist zu tun beim Auffinden einer bewusstlosen Person?“, lautete diese Aufgabe für Michael Steinhilber (knieend) von der Feuerwehr Aibling, krititsch beobachtet von Prüfer Max Goldbrunner (links). Baumann

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr benötiogen eine vielseitige Ausbildung. Als „Feuerwehr-Gesellenprüfung“ gilt dabei die „Modulare Truppausbildung“ (MTA), die 15 Floriansjünger im Aiblinger Feuerwehrhaus absolvierten. Die Kandidaten gehören den Feuerwehren Bad Aibling, Großkarolinenfeld und Kolbermoor an.

von Johann Baumann

Bad Aibling Auch vier weibliche Teilnehmer, Quereinsteiger und mehrere Mitglieder der Jugendfeuerwehr stellten sich der Prüfung.

Rund 50 Fragen zu beantworten

„Welches Fahrzeug hat eine Löschgruppe als Besatzung?“, „was ist beim Sichern einer Person zu beachten?“ oder „welche Aufgabe übernimmt der Schlauchtrupp bei einem Hilfeleistungseinsatz?“ – solche und weitere 47 Fragen hatten die Teilnehmer bei der theoretischen Prüfung zu beantworten, die den Prüfungsabend einleitete.

Die Köpfe rauchten

Jeder Prüfling erhielt dabei eine andere Zusammensetzung der 50 Fragen. Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser hatte sie als „Prüfungsorganisator“ aus einem Pool von 215 Fragen zusammengestellt und im Gemeinschaftsraum des Feuerwehrhauses rauchten die Köpfe.

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Anschließend stand die praktische Prüfung auf dem Programm, die in der Fahrzeughalle beziehungsweise auf dem Vorplatz durchgeführt wurde. Dabei nahm jeweils ein Prüfer drei Kandidaten in seine Obhut. Die fünfköpfige Jury bestand neben Hochhäuser aus Kreisbrandinspektor Max Goldbrunner, Kreisbrandmeister Werner Meier-Matheke, Sepp Baumann und dem ranghöchsten Feuerwehrmann des Landkreises, Kreisbrandrat Richard Schrank.

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Jeder Teilnehmer hatte aus einem zehnteiligen Aufgabenkatalog vier verschiedene Aufgaben zu bewältigen. Dazu zählten auch „Auffinden einer bewusstlosen Person“, „In- und Außerbetriebnahme eines Hydranten“, „Knoten und Stiche“ und „Aufbau einer Schlauchbrücke“. Ferner musste der richtige Umgang mit den unterschiedlichen Funkgeräten unter Beweis gestellt werden.

Prüfer ziehen positives Fazit

Zu den einzelnen Aufgaben hatten die MTA-Aspiranten auch zusätzliche Fragen der Prüfer zu beantworten. Am Ende des Prüfungsmarathons lobten die Jurymitglieder die Prüflinge, die alle bestanden. Das „Prüfer-Quintett“ zog durchwegs ein positives Fazit, bei dem kleine Wissenslücken nicht ins Gewicht fielen. „Ihr habt heute eure Grundausbildung abgeschlossen als breite Basis, die man immer braucht“, betonte Kreisbrandrat Richard Schrank bei der Übergabe der Zeugnisse und gratulierte den Absolventen.

„Das Miteinander ist unsere Stärke“

An die frischgebackenen „Feuerwehr-Gesellen“ appellierte er: „Schaut bei den Einsätzen auch immer auf die anderen, das Miteinander ist unsere Stärke.“ Glückwünsche sprach der Kommandant der Aiblinger Feuerwehr, Reinhard Huber, als „Hausherr“ aus. Abschließend stellte er fest: „Das gemeinsame Prüfungsverfahren hat sich bewährt.“

Einen Unterflurhydranten mussten Kilian Fuchs (Jugendfeuerwehr Aibling/links) und Lena Winterstetter (Jugendfeuerwehr Kolbermoor) unter den Augen von Prüfer Max Goldbrunner spülen und in Betrieb nehmen.
Geschafft! Alle 15 Teilnehmer haben die Prüfung bestanden. Aus der Hand von Kreisbrandrat Richard Schrank erhielten die Absolventen ihre MTA-Zeugnisse – hier: Jasmin Seifert von der Feuerwehr Aibling.

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