„Nummer 54“ verschwindet aus dem Stadtbild

Seine Tage sind gezählt:das Haus an der Münchner Straße 54. Baumann

Bad Aibling – Einen eigenen Charme hat es, das Gebäude an der Münchner Straße 54, wie Florian Weber (BP) in der jüngsten Sitzung des Aiblinger Bauausschusses anmerkte.

Doch der Abbruch ist nun beschlossene Sache. Das städtische Grundstück, auf dem das Haus steht, ist Teil des neu geplanten Quartiers „Karl-Wagner-Straße“, für das die Stadt sozialen Wohnbau vorsieht (wir berichteten).

Auf den schlechten Zustand des leer stehenden Gebäudes hatte die Bauverwaltung schon von Anfang an hingewiesen. Auch Professor Jens Metz von der mit den Entwürfen für das Vorhaben befassten Berliner Büro- und Arbeitsgemeinschaft „Studio Kubik Architekten“ und „Jens Metz Architekten“ hatte konstatiert, ein Erhalt sei „nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand“ möglich.

Die Stadt hatte nun auch noch den Chef eines großen örtlichen Bauunternehmens gebeten, das Anwesen zu begutachten. Dessen Einschätzung in einem Telefonat mit dem früheren Bürgermeister Felix Schwaller gab der neue Bürgermeister Stephan Schlier (CSU) wieder. Demzufolge würde eine Teil- oder Generalsanierung keinen Sinn machen. Bei einer Teilsanierung würden die Stadt die Kosten in zehn bis 15 Jahren wieder einholen, bei einer Generalsanierung beliefen sich die Kosten wohl nahezu auf die eines Neubaus. Der historische Wert werde als nicht erhaltenswert angesehen. Mit 8:2 Stimmen befürwortete der Ausschuss deshalb den Abriss. Wenn in diesem Bereich wieder gebaut werden sollte, soll etwas in einem ähnlichen Stil entstehen, forderte Thomas Höllmüller (CSU). Eva Lagler

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