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LESERFORUM

Notbremsung mit fatalen Folgen

Zum Bericht „Zur Sicherheit: Dichtwand auf Damm“ im Lokalteil:

Als Bürger von Feldolling in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham im Mangfalltal beschäftige ich mich auch als damaliger Gemeinderat seit über 20 Jahren mit der Hochwasserschutzplanung. Mit dem jetzt verkündeten Verzicht dieser Planungsbehörde auf eine Tegernseevorabsenkung bei drohendem Hochwasser bricht das Amt die jahrelang verkündete Zusage an die Anlieger, dass für einen integralen Hochwasserschutz an der Mangfall drei Beiträge wesentlich sind, nämlich die Deichertüchtigung entlang der Mangfall, das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) in Feldolling und eine Tegernseevorabsenkung als wichtiger Beitrag der Oberlieger an Mangfall und Leitzach. Es geht hier um drei Millionen Kubikmeter Puffervolumen am Tegernsee! Als Begründung wird eine ungünstige Kosten-Nutzenanalyse genannt.

Könnte es sein, dass die Behörde mit den berechneten 14,3 Millionen die teuerste aller technischen Möglichkeiten bei Gmund (Unterrohrung der Mangfall mehrere 100 Meter parallel zum Flusslauf unterhalb der Mangfallsohle) geplant hat? Stattdessen hätte es wahrscheinlich auch ein einfaches, vielerorts erprobtes Schlauchwehr anstelle des Bretts am Schuhmacherwehr getan.

Die Planungsbehörde hat erkennbar alles auf die eine Karte Hochwasserrückhaltebecken bei Feldolling gesetzt, wo nach einem inzwischen mehr als verdoppelten Fassungsvermögen Kosten von circa 55 bis 75 Millionen Euro auflaufen werden. Die Folgen dieser Entscheidung im wahrsten Sinne „ausbaden“ müssen die Anlieger in Feldolling, die ohnehin schon am meisten belastet sind, und die Unterlieger der Mangfall. Mit dem Verzicht auf dezentrale Lösungen inszeniert sich ein Behördenchef wohl zu Unrecht als Sparfuchs bei Steuergeldern und führt gleichzeitig einen beachtlichen Vertrauensverlust der Bürger in Behörden und Politik herbei.

Dr. Otmar Rieß

Feldkirchen-Westerham

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