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Prägnante Skulptur „Ohne Titel“

Neuzugang in der „Galerie Markt Bruckmühl“: Werk von Nikolaus Steindlmüller

Große Freude über die Steindlmüller-Skulptur bei Bürgermeister Richard Richter, Fördervereins-Vorsitzender Ute Bößwetter, Galerie-Mitinitiator Rupert Dorrer und Galerie-Leiterin Cornelia Ahrens (von links).
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Große Freude über die Steindlmüller-Skulptur bei Bürgermeister Richard Richter, Fördervereins-Vorsitzender Ute Bößwetter, Galerie-Mitinitiator Rupert Dorrer und Galerie-Leiterin Cornelia Ahrens (von links).
  • vonJohann Baumann
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Über einen weiteren Kunstwerk-Neuzugang dürfen sich die Marktgemeinde und die „Galerie Markt Bruckmühl“ freuen. Aus seiner privaten Kunstsammlung „Jockis kuriose Garagengalerie“ überließ Hans-Joachim Feiner aus Stephanskirchen der Marktgemeinde eine Skulptur von Nikolaus Steindlmüller.

Bruckmühl – Die Skulptur firmiert zwar unter dem Titel „ohne Titel“, ist aber ein sehr prägnantes Kunstwerk des 75-jährigen Priener Keramikers und Rechtsanwalts. Vermittelt hat die Kunst-Spende Rupert Dorrer, der den „Neuzugang“ bei einem Pressetermin wie folgt beschrieb: „Das ist die archaische Darstellung eines Kopfes, die Oberflächenfarbe entstand durch Zufall. Wir sind froh und glücklich darüber, das Werk als Ergänzung der Sammlung der Marktgemeinde erhalten zu haben“, betonte der Galerie-Initiator.

Werke waren auch in der Pinakothek der Moderne ausgestellt

Werke von Nikolaus Steindlmüller waren bereits 2012 in der Bruckmühler Galerie zu sehen. „Die japanische Keramikkunst hat sein Werk beeinflusst, bereits während seines Jura-Studiums beschäftigte er sich damit in der Staatsbibliothek“, erklärte die Vorsitzende das Galerie-Fördervereins und frühere Galerie-Leiterin Ute Bößwetter und führte weiter aus: „In seinen Beobachtungen und Studien hat er gelernt, dass bestimmte Tonsorten in Wechselwirkung mit dem passenden Ofen den Stil des keramischen Werkes bestimmten.“

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Unserer Zeitung schilderte der Künstler, dessen Werke unter anderem auch schon in der Münchener „Pinakothek der Moderne“ ausgestellt waren, die Entstehung der Skulptur „ohne Titel“: „Die Arbeit wurde auf der Drehscheibe vorbereitet, dann aus mehreren Teilen aufgebaut und so weiter modelliert und bearbeitet, dass es ein Kopf wurde. Der Brand erfolgte in einem mit Holz befeuerten Keramikofen vom japanischer Typ ,bizen anagama‘, den ich mir vor einigen Jahren gebaut habe.“

Ein Werk in Bruckmühl verschwindet nicht in einer Zeitkapsel

Zur Farbgebung der Keramikskulptur merkte er an: „Ganz ohne mein Zutun geht das nicht, aber das Feuer ist am Ende immer eine eigene Kraft, Farben und Oberfläche kommen vom Brand.“ Auf die Frage, ob der Kopf einem bestimmten Erdteil oder Volksstamm zuzuordnen sei, stellte er fest: „Material, Technik, Gestaltung und Brand sind wichtig, eine Ethnie natürlich nicht.“ Die Wichtigkeit des Neuzugangs für die Galerie unterstrich Bürgermeister Richard Richter: „Wir sind voller Stolz und Dankbarkeit, dass wir über Rupert Dorrer immer wieder Kunstwerke als Spende bekommen. Wenn man ein Werk nach Bruckmühl gibt, verschwindet es nicht in einer Zeitkapsel, sondern wird in der Galerie einem fachkundigen Publikum zur Verfügung gestellt.“

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Die Galerie Markt Bruckmühl hat erst kürzlich wieder geöffnet. Bis Anfang Oktober ist hier die Kunstsammlung des Marktes Bruckmühl aus der Stiftung Rupert Dorrer zu besichtigen. Die Ausstellung umfasst 58 Werke von 43 Künstlern hauptsächlich aus der Region. Die Öffnungszeiten sind mittwochs von 14 bis 18 Uhr, samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Maskenpflicht in der Bruckmühler Galerie

Während des Aufenthaltes in der Galerie besteht Maskenpflicht, die Abstandsregel gegenüber anderen Besuchern gilt ebenfalls. Eine vorherige, auch kurzfristige, telefonische Anmeldung ist erwünscht – während der Öffnungszeiten der Galerie unter der 0 80 62/53 07, ansonsten unter 01 52/59 20 08 97. Wer ohne Voranmeldung vorbeischauen möchte, muss gegebenenfalls mit einer Wartezeit rechnen. Die Gäste tragen sich in Anwesenheitslisten ein.

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