Zum Neustart gibt‘s Überraschungen

Die Tür zum Kindergarten Höhenrain steht offen und doch herrscht conorabedingter Leerstand. Merk

Feldkirchen-Westerham – „Der Stillstand von einem auf den anderen Tag, stellte uns vor völlig neue Herausforderungen“, sagt Angela Ackermann-Dietl, die Leiterin des Kindergartens in Großhöhenrain und ergänzt: „Wichtig war uns, den Kontakt zu den Familien nicht abreißen zu lassen.“ Die Kindereinrichtung in Großhöhenrain wird wie zwei weitere in Feldkirchen und Westerham von der Gemeinde betrieben.

Ein weiterer Kindergarten in Feldkirchen und einer in Vagen sind in kirchlicher Trägerschaft. „Ansprechpartner für die Eltern zu sein und gleichzeitig mit den Kindern in Kontakt zu bleiben, das war unser größtes Ziel“, sagt Ackermann-Dietl rückblickend. Deshalb sei schon am ersten Tag nach der Schließung ein Brief formuliert worden, der mit aktualisiertem Text an jedem einzelnen Tag in den vergangenen sechs Wochen per E-Mail an die Familien gesandt wurde. Darin befinden sich kurze Spieltipps, nette Geschichten, Ideen zum Basteln oder ein passendes Fingerspiel. Außerdem gibt es täglich einen Hinweis auf eine der beliebten Vorlesegeschichten der Lesefüchse München. Auch die Grüße zum Geburtstag der Kinder werden nicht vergessen. Die älteren und damit künftigen Schulkinder bekommen wöchentlich eine Sammlung mit Übungen für den Schulanfang zugeschickt. Und pünktlich zum Wochenende gibt es eine Idee für eine Familienaktion.

Noch eine Woche vor der Schließung am 13. März fand im Kindergarten Großhöhenrain ein Seminartag mit Christine Blindert, zuständige Fachaufsicht und Fachberatung der Kindertagesstätten im Landratsamt Rosenheim, zum Thema „Reggiopädagogik“ statt. Danach dachte das Kindergartenteam intensiv darüber nach, wie es die Räumlichkeiten noch besser nach diesem Ansatz gestalten könnte. Die Zeit ohne Kinder nutzten die Erzieherinnen für Verbesserungen und Umgestaltungen. „Wir freuen uns jetzt schon riesig darauf, wenn die Kinder endlich wieder in die Einrichtung kommen und all die schönen neuen Dinge bei uns entdecken können“, blickt Angela Ackermann-Dietl sehnsuchtsvoll in die Zukunft. Manfred Merk

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