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Eine Blühwiese für Ostermünchen

Neuntklässer der Fritz-Schäffer-Schule üben sich als Landschaftsgärtner

Die Neuntklässler bringen den Samen für die Blumenwiese aus: Sebastian Neichl, David Steinbach, Jonas Hahn, Josef Roth und Daniel Feichtner (von links). Stache
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Die Neuntklässler bringen den Samen für die Blumenwiese aus: Sebastian Neichl, David Steinbach, Jonas Hahn, Josef Roth und Daniel Feichtner (von links). Stache
  • vonWerner Stache
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Es hat sich einiges getan an der Fritz-Schäffer-Schule in Ostermünchen, auch wenn aufgrund der Pandemie vielfach nur Homeschooling möglich war. Am auffälligsten sind gärtnerische Arbeiten vor dem Haupteingang der Schule, denn im Bereich zwischen Busabfahrtsplatz und Schulgebäude entsteht eine Blühwiese.

Tuntenhausen – Dazu wurde der bisherige Rasen abgetragen und der Belag mit Sand vermischt. Damit wird der Untergrund für die Wiesenblumen möglichst „mager“ gehalten. Diese Arbeit ist aber nicht nur eine Verschönerung der Schule, sondern auch ein Projekt, das gleich mit zwei Aktionen verknüpft ist.

Bewerbung für Zertifikat „Umweltschule“

Hier wird im Sommer eine Blumenwiese blühen, zur Freude der Schulfamilie und der Insekten.

Anneliese Aumiller, Pädagogin an der Fritz-Schäffer-Schule, erklärt die Gründe: „Wir haben uns wieder als Umweltschule beworben und wollen die biologische Vielfalt in der Schulumgebung steigern.“ Eine natürlichen, sich selbst aussamenden Blumenwiese soll die Lebensgrundlage für viele Insekten bilden. „Deshalb soll die Wiese auch nur einmal im Jahr gemäht werden“, so Aumiller. Ein passendes Projekt, denn um als Umweltschule ausgezeichnet zu werden, müssen konkrete Maßnahme zum Schutz der Umwelt nachgewiesen werden.

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Zudem haben die Ostermünchner bei der Regierung von Oberbayern einen Förderantrag gestellt. „Er wurde genehmigt“, sagt Rektorin Margaret Careddu-Bayr voller Stolz. Mit den Zuschüssen ist es möglich, Fachkräfte an die Schulen zu holen, die den Schülern das eigene Berufsbild – hier also das des Landschaftsgärtners – vermitteln. Das Projekt nennt sich „Praxis an Mittelschulen“.

Die Zusammensetzung des Samens erklärt Landschaftsgärtner Sepp Mair Rektorin Margaret Careddu-Bayr.

Die Projektunterstützung kam vom Wensauer Landschaftsbau aus Antersberg in der Gemeinde Tuntenhausen. Zusammen mit den Schülern der neunten Klassen (Regel- und Praxisklasse) organisierte Sepp Mair das Aussäen. „Wir haben hier im Samen zur Hälfte Gräser“, erklärt der Landschaftsgärtner. Dadurch werde eine gute Bodenbedeckung erzielt und der Unkrautwuchs eingedämmt. „Der Rest sind Wildblumen, die wir ja hier haben wollen“, so Anneliese Aumiller.

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Mayr brachte auch Kübel mit, mischte den Samen mit Maisschrot und los ging’s – leider bei Regenwetter. Aber zumindest sparten sich die Gärtner dadurch das Gießen. „Ihr Werk bleibt jetzt für die kommenden Schülergenerationen erhalten“, freut sich die Rektorin.

Von Planung über Pflanzenauswahl bis zur Fertigstellung

Die Jugendlichen legten nicht nur Hand beim Aussäen an, sondern packten zuvor auch kräftig beim Ausstechen des Rasens und Sandauftragen an. Unterstützt wurden sie dabei von Hausmeister Sebastian Kandlbinder. Auch in die Planung der neuen Außenanlage und die Organisation der Arbeiten waren sie eingebunden. Selbst die Auswahl geeigneter heimischer Pflanzen unter den Aspekten der Bodenqualität und des Lichteinfalls fiel in ihre Zuständigkeit. Zu guter Letzt wurde das Areal noch gewalzt. Im Sommer werden die Besucher dann die ersten Blumen bewundern können.

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