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Bad Feilnbacher Gremium macht Vorschlag

Neues Preismodell: Auf das müssen sich Ausflügler ins Jenbachtal ab Mai beim Parken einstellen

Wegen Bauarbeitengesperrt ist die Zufahrtsstraße ins Jenbachtal. Im Mai soll dort eine Schrankenanlage in Betrieb gehen.
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Wegen Bauarbeitengesperrt ist die Zufahrtsstraße ins Jenbachtal. Im Mai soll dort eine Schrankenanlage in Betrieb gehen.
  • VonKonrad Kriechbaumer
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Abschied vom Tagesticket: Bad Feilnbach will das Parken im Jenbachtal künftig nach Stunden abrechnen. Eine neue Schrankenanlage macht dies möglich. Wie sich das neue Preismodell gestaltet und ab wann der günstigere Feierabendtarif gilt, lesen Sie hier.

Bad Feilnbach – Fünf Euro mussten Autofahrer bisher bezahlen, wenn sie ihr Fahrzeug am oberen Wanderparkplatz im Jenbachtal abstellten – egal ob für eine kurze Wanderung oder für eine Ganztagestour. Mit einer neuen Schrankenanlage soll sich das nun ändern. Der Wirtschafts-, Kur- und Tourismusausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung ein neues Preismodell erarbeitet, über das der Gemeinderat nun entscheiden soll.

Bezahlung beim Ausfahren

Bis Mai soll die neue Schrankenanlage an der Jenbachtalstraße fertig sein. Mit Inbetriebnahme ändert sich auch das Bezahlkonzept: Während man bisher ein Ticket pauschal und im Vorhinein lösen musste, sind die Parkgebühren künftig beim Verlassen des Parkplatzes zu bezahlen. Damit musste nun auch eine neue Preisstruktur erdacht werden, die jetzt vom Gremium eifrig diskutiert wurde.

Die Verwaltung hatte dazu zwei Vorschläge vorbereitet. Der erstes Vorschlag sah ein Tagesticket, ein „Kurzparkerticket“ bis drei Stunden, einen Feierabendtarif und einen „Nachtzuschlag“ vor. Letzterer sollte für diejenige gelten, die ihr Fahrzeug zwischen 23 und 6 Uhr dort parken.

Der zweite Vorschlag berechnet die Parkgebühr pro angefangene Stunde, maximal aber zehn Euro am Tag. Auch dort ist ein Nachtzuschlag vorgesehen. Wie sich diese Preise auswirken, verdeutlichte Conny Weber, Leiterin des Fachbereichs „Kur und Tourismus“, anhand von vier typischen Beispielen.

Einig war man sich schnell über die „Einfahrtkarenz“, also die Zeit, in der man ohne Parkticket den Parkplatz befahren und wieder verlassen kann, ohne dafür bezahlen zu müssen. Der Vorschlag von 30 Minuten wurde auf 40 Minuten angehoben. „So ist es auch möglich, dass sich jemand zum oberen Wanderparkplatz fahren lässt, ohne dass dafür ein kostenpflichtiger Parkschein gelöst werden muss“, so die einhellige Meinung des Gremiums. Die Ausfahrtkarenz – also die Zeit zwischen dem Bezahlen am Automaten und der Ausfahrt – soll zehn Minuten betragen.

„Der Stundentarif ist logischer“

Martin Huber (CSU) und Inge Gasteiger (SPD/Parteifreie) zogen den Stundentarif dem Vorschlag eins vor. „Der Stundentarif ist logischer“, befand Huber. Als „unübersichtlich“ bewertete Gasteiger Vorschlag eins. Im Gremium entstand weiter der Wunsch nach einem „Einheimischen-Tarif“, der es möglich machen soll, beispielsweise nach Feierabend eine kurze Wanderung zu unternehmen, ohne übermäßige Parkgebühren bezahlen zu müssen.

Diese Möglichkeit musste Bürgermeister Anton Wallner jedoch mit einem Verweis auf den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz zurückweisen. „Ein Einheimischen-Ticket ist diskriminierend“, so Wallner. Während der Diskussion kam ein Vorschlag für einen vergünstigten Feierabendtarif zustande. Dieser soll von 18 bis 22 Uhr gelten und ermöglicht günstigeres Parken während einer kurzen Bergtour. Der Stundenpreis wird in dieser Zeit auf 50 Cent halbiert. Den ursprünglichen Vorschlag, dass dieser vergünstigte Tarif bis 2 Uhr gelten solle, lehnte Kathi Angermaier (ÜW) entschieden ab. „Wandern bis 21, 22 Uhr ist natürlich vollkommen in Ordnung, aber es muss nicht sein, dass Wanderer und Radfahrer, die mit Licht die Naturruhe stören, dadurch angelockt werden“, so Angermaier.

Petra Eirainer (Grüne) fürchtete, dass die Parkgebühren als günstige „Stellplatzmiete“ für Camper gelten könnte und forderte eine deutliche Erhöhung der Nachtparkgebühr. „Wild-Campen ist momentan angesagt, wenn sich das rumspricht, dass dort die Parkgebühren so niedrig sind, ist das eine Einladung an alle Camper“, so Eirainer.

Mit einer höheren Parkgebühr sollen die Camper dort ferngehalten werden. „Den Nachtzuschlag können wir nicht zu sehr anheben, wir müssen unter dem Preis für ein verlorenes Ticket bleiben“, entgegnete Wallner. „Sonst könnte man den teuren Tarif mit der Pauschale für ein verlorenes Ticket umgehen.“

Einhelliger Vorschlag

Nach der Diskussion einigte man sich einhellig darauf: Zwischen 5 und 23 Uhr kostet das Parken pro angefangene Stunde einen Euro, jedoch nicht mehr als zehn Euro. Als Feierabend-Tarif wird diese Parkgebühr von 18 bis 22 Uhr auf 50 Cent reduziert. Wenn das Fahrzeug im Zeitraum von zwei Uhr bis sechs Uhr morgens am Parkplatz steht, gilt ein Nachzuschlag von 18 Euro. Für den Fall, dass ein Parkschein verloren wird, wird eine Pauschale von 25 Euro fällig. Kurkartenbesitzer können sich bei der Kur- und Gästeinformation unter Vorlage der Kurkarte ein Freiticket holen. Die Parkplatzgebühren des unteren Wanderparkplatzes an der Wendelsteinstraße bleiben dagegen unverändert. Dieser Vorschlag wird nun dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt.

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