Bauausschuss

Neuer Stall für 200 Kälber – Feldkirchen-Westerham stimmt Plänen eines Aufhamer Landwirtes zu

Ein neuer Kälberaufzuchtstall soll mittelfristig in Aufham gebaut werden. Mit dem Bauantrag stellt Landwirt Bernhard Schönacher die Weichen für das Projekt, einen Termin für dessen Realisierung gibt es aber noch nicht.
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Ein neuer Kälberaufzuchtstall soll mittelfristig in Aufham gebaut werden. Mit dem Bauantrag stellt Landwirt Bernhard Schönacher die Weichen für das Projekt, einen Termin für dessen Realisierung gibt es aber noch nicht.
  • vonManfred Merk
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Ein neuer Kälberaufzuchtstall soll in Aufham bei Feldkirchen gebaut werden. Der Bauantrag wurde jetzt im Bauausschuss der Gemeinde Feldkirchen-Westerham behandelt und unisono befürwortet.

Feldkirchen-Westerham – Für den Bauantrag hätten die Voraussetzungen und amtlichen Stellungnahmen kaum günstiger sein können. Laut dem Bauamt der Gemeinde Feldkirchen-Westerham ist der Antragsteller dieses geplanten, 34 mal 32 Meter großen Stallgebäudes ein praktizierender und damit auch privilegierterer Landwirt.

Zahl der Tiere bleibt konstant

Positiv bewertete das Bauamt auch die Zusage, dass sich die Zahl der Tiere gegenüber den Vorjahren nicht erhöhen werde. Wie aus dem Schreiben des Bauherrn hervorgeht, sei dieses Bauvorhaben mit den dafür zuständigen Fachbehörden auch schon vorbesprochen worden. Laut Bauverwaltung würde damit der Bebaubarkeit des Grundstücks nach Paragraf 35 den geltenden Bestimmungen des Baugesetzbuches in nichts entgegenstehen und könnte deshalb grundsätzlich auch in der angedachten Form umgesetzt werden.

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Lediglich mit den Baugrenzen könnte es eng werden, da das Gebäude nach den jetzigen Planungen bis auf einen Meter an den öffentlichen Feld- und Waldweg herangebaut werden soll. Die Traufe würde dadurch mit der der Grundstücksgrenze abschließen. Nach Ansicht des Bauamtes wäre damit eine Abweichung von den üblichen Abstandsflächen gegeben. Eine mögliche und relativ einfache Lösung wäre es aber, den Baukörper einen Meter in Richtung Norden zu verschieben. Mit diesem Vorschlag waren die Mitglieder des Bauausschusses einverstanden.

Auf Nachfrage unserer Zeitung erläuterte Landwirt und Bauwerber Bernhard Schönacher, dass hinter seinen Neubau-Plänen noch ein zeitliches Fragezeichen stehe. Mit anderen Worten: Die endgültige Entscheidung muss noch reifen.

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Aktueller Stand: „Der schon 1977 erbaute Stall wird derzeit nur noch sporadisch genutzt. In den vergangenen Jahren waren im Durchschnitt 200 Kälber untergebracht, heute sind es wesentlich weniger“, so Schönacher.

Neuer Stall an neuem Standort

„Angedacht ist, diesen Stall mittelfristig aufzugeben und durch den jetzt beantragen Neubau zu ersetzen.“ Dieser würde aber nicht mehr am bisherigen Standort errichtet werden, sondern direkt neben dem neueren, in dem im Durchschnitt 250 Kälber stehen, direkt am Hofgelände. Die für den Neubau aufzubringenden Kosten schätzt Schönacher auf 800 000 bis 900 000 Euro. „Ein weiterer Grund, gründlich darüber nachzudenken“, sagt der Landwirt.

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