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Große Mängel an bisheriger Brücke

Bad Feilnbach: Neuer Jenbachsteg am Fichtenweg wird 2022 gebaut

Der hölzerne Steg über den Jenbach an der Fichtestraße ist in die Jahre gekommen. Im kommenden Jahr soll er durch eine Stahlkonstruktion oder Alufachwerk mit Holzeinlage ersetzt werden.
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Der hölzerne Steg über den Jenbach an der Fichtestraße ist in die Jahre gekommen. Im kommenden Jahr soll er durch eine Stahlkonstruktion oder Alufachwerk mit Holzeinlage ersetzt werden.
  • VonPeter Strim
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Der Steg über den Jenbach am Fichtenweg in Bad Feilnbach ist sehr beliebt. Doch das Brückenbauwerk ist in die Jahre kommen, der Zahn der Zeit hat deutliche Spuren hinterlassen. Mit einer Neuerstellung des viel genutzten Steges – Bauwerk 323 – befasste sich der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Bad Feilnbach.

Bad Feilnbach – Dass hier dringender Handlungsbedarf besteht, bestätigte eine Untersuchung im Juni. Diese bescheingt dem Brückenbauwerk aufgrund größerer Mängel und Schäden einen allgemein schlechten Zustand.

Schlechter Zustand erfordert Neubau

So sind die Stahlträger in den Auflagerbereichen und an den Flanschen von Rost befallen. Der Holzbelag ist teilweise verwittert. An den Auflagerbänken haben sich Schmutz und Splitt angesammelt. Die Holzteile an den Geländern weisen witterungsbedingte Schäden auf.

Die beiden Widerlager sind intakt, ihnen konnten auch so manche Sturzfluten des Jenbachs nichts anhaben. „Stand- und Verkehrssicherheit des Brückenbauwerks sind nicht mehr gegeben, seine Dauerhaftigkeit ist stark beeinträchtigt. Eine Sanierung wird als nicht mehr wirtschaftlich bewertet. Empfohlen wird eine Entfernung und Kompletterneuerung des Überbaus“, fasste Bürgermeister Anton Wallner (CSU) das Gutachten zusammen.

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Als mögliche Alternativen für eine Ersatzbeschaffung des Steges – geplant im Haushaltsjahr 2022 – standen Holz-, Stahl- und Alutragwerksbauweise zur Diskussion. Von einer Holzkonstruktion raten die Gutachter allerdings ab. Der Grund sind schnell wiederkehrende kostenintensive Wartungen, die den Gemeindehaushalt immer wieder belasten.

Eine Stahlkonstruktion mit Gitterrostboden – wie es sie beispielsweise am Überweg von der Bahnhofstraße zum Kistlerwirt gibt – könne von regionalen Unternehmen hergestellt werden, bedürfe jedoch umfangreicher Planungen durch ein Ingenieurbüro und Statiker. Konstruktionsbedingt seien ebenfalls regelmäßige Wartungen und Reparaturen zu erwarten, die wiederum Kosten verursachen.

Vorteilhafter, so der Rat der Gutachter, sei ein Alufachwerksteg – vor allem aufgrund seiner leichten Konstruktion, die auch die vorhandenen Widerlager wesentlich besser entlasten. Die Konstruktion mit einer Länge von etwa zwölf Metern könne fertig geliefert und innerhalb weniger Stunden eingehoben werden. Der Überbau sei weitgehend wartungsfrei, und die Planung übernehme der Hersteller. Sowohl für eine Stahl- als auch eine Aluvariante wurden die Kosten einschließlich der Planungsleistungen auf 100.000 Euro beziffert. Für alle drei Varianten ist zudem ein wasserrechtliches Gutachten erforderlich.

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Ein neuen Steg ganz ohne Holz löste im Bad Feilnbacher Bauausschuss nicht gerade Begeisterung aus. Nach Ansicht von Georg Stadler (CSU) sollte der neue Steg schöner gestaltet werden als jener beim Kistlerwirt und dafür wäre etwas Holz durchaus angebracht. Wie Sieglinde Angermeier (Grüne) anmerkte, gehen Hunde nicht gerne über Gitterroste. Nach Ansicht von Sebastian Obermaier (CSU) sei Stahl beständiger als Alu.

Größere Diskussionen gab es zu den Kosten. Vor allem die Planungskosten überraschten einige Bauausschussmitglieder – darunter Konrad Schwaiger (SPD/Parteifreie), der eine intensive Prüfung von Einsparpotenzial in den HOAI-Leistungsphasen anregte. Gleicher Ansicht im Umgang mit den Planungskosten war Marinus Moser (ÜW): Er forderte das Erwirken von Vergleichszahlen im Rahmen einer Ausschreibung.

Planung wurde in Auftrag gegeben

Gegen eine Holztragwerkkonstruktion sprachen sich mit Verweis auf zu erwartende Unterhalts- und Instandsetzungskosten oder eventueller Erneuerung in zehn Jahren Josef Rauscher und Gerhard Mair (beide CSU) aus.

Nach einer konstruktiven Debatte entschied sich der Bauausschuss der Gemeinde Bad Feilnbach mit 11:0 Stimmen für die Neuerstellung eines langlebigen Steges (BW 323) als Stahlkonstruktion oder Alufachwerk mit Holzeinlage. Die Ausschreibung und Ausführung soll noch 2021 und der Einbau des Steges im Jahr 2022 erfolgen. Mit der Planung – bei Kosten bis maximal 10.000 Euro Brutto – für die Ausführung und die wasserrechtliche Genehmigung wurde das Ingenieurbüro Stief aus Rosenheim beauftragt.

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