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Schau-Bergwerk

Neue Touristen-Attraktion? Bald heißt es „Glück Auf“ im Deisenrieder Stollen

Weit fortgeschritten sind die bislang durchgeführten Arbeiten am „Wetterstollen Deisenried“ durch den Barbara-Verein. Unter anderem wurden das Stollensystem und die ehemalige Maschinenhalle freigelegt.
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Weit fortgeschritten sind die bislang durchgeführten Arbeiten am „Wetterstollen Deisenried“ durch den Barbara-Verein. Unter anderem wurden das Stollensystem und die ehemalige Maschinenhalle freigelegt.
  • VonPeter Strim
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Einer Erschließung des Wetterstollens Deisenried als Schaubergwerk steht nun auch vonseiten der Gemeinde Bad Feilnbach nichts mehr im Wege. Mit 13:5 Stimmen entschieden sich die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung zugunsten eines der mutigsten Projekte in der Geschichte.

Bad Feilnbach –, Umgesetzt werden soll das Projekt in Kooperation mit der Gemeinde Fischbachau. Gemäß Beschlussvorschlag wird das Vorhaben auch unter den zu erwartenden Kostensteigerungen durchgeführt. Gleichzeitig wird Bad Feilnbachs Gemeindeverwaltung beauftragt, die Haushaltssätze für die kommenden Jahre, entsprechend den eingehenden Ausschreibungsergebnissen anzupassen. Auftraggeber für die Arbeiten im Stollen für rund 250 000 Euro ist die Gemeinde Fischbachau.

Die Ergebnisse der Projektfortschritte sind dem Gemeinderat vorzulegen. Mit einem strahlenden „Glück auf!“ begrüßte die Delegation vom Bergmannsverein „St. Barbara Leitzachtal“, allen voran ihr Vorsitzender Martin Schmid, die Entscheidungen des Bad Feilnbacher Ratsgremiums. Wie Schmid beteuerte, sei das Projekt eine Bereicherung für beide Gemeinden.

Stollen soll Wanderer anziehen

Aus Sicht des Tourismus würde eine lukrative Ganzjahres- und Schlechtwetteralternative für Urlaubsgäste geschaffen. Gemäß dem LEADER-Gedanken würde das Ausflugsangebot in der näheren Umgebung der beiden Gemeinden in Verbindung mit Schaustollen-Besuchen auch Wanderer anziehen.

Argumente, die in der Diskussion der Gremien gegen eine Fortführung und Umsetzung angeführt wurden, waren Kostensteigerungen sowie Unsicherheiten in Bezug auf reell zu erwartende Besucherzahlen, Das Projekt „Wetterstollen Deisenried“ sei ein absolutes kulturelles Erbe, das seinen Erhalt rechtfertige, argumentierten Martin Huber (CSU) und Fraktionskollege Sebastian Obermaier. Nach Ansicht von Josef Riedl (CSU) wäre eine Ablehnung nach derzeitigem Stand der Aktivitäten vor allem ein herber Schlag gegen das Ehrenamt und die Initiative der Bergmänner und Kumpel vom Barbara-Verein. Denn die bislang durchgeführten Arbeiten durch engagierte und überzeugte Mitglieder, etwa Freilegen des Stollensystems und der ehemaligen Maschinenhalle, seien bereits weit fortgeschritten.

Auch kritische Stimmen

Das Projekt aus finanziellen Gründen fallen zu lassen, war auch für Konrad Schwaiger (SPD) keine Option. Er schlug jedoch vor, eine Kostendeckelung in den Beschluss aufzunehmen. Ebenso wertschätzend äußerte sich Sieglinde Angermaier (Grüne) über die Leistungen des Barbara-Vereins, plädierte allerdings mit einer Auflistung an momentaner Finanzierungen bedeutender Vorhaben in der Gemeinde für eine Zurückstellung des Projekts.

Sponsor ist schon in Sicht

Wie Bürgermeister Anton Wallner antwortete, sei eine Verschiebung mit Blick auf die Förderung durch LEADER in Höhe von 400 000 Euro nicht möglich. Allerdings greife die Förderung nach technischem und kaufmännischem Abschluss des Projekts mit Stichtag 31. Dezember 2024 als spätester Endtermin. Laut Wallner findet der Stollen Deisenried als „denkmalgeschütztes Haus“ inzwischen Gehör in den Medien. Ebenso habe sich ein Sponsor gemeldet.

Lesen Sie auch: Mobilfunklöcher und alte Sirenen: Gemeinde Bad Feilnbach ist für den Ernstfall nicht gerüstet

Die Situation des Wanderparkplatzes, die Sieglinde Angermaier noch in der Diskussion anführte, steht laut Wallner seit Längerem und unabhängig vom Stollen auf der Agenda der Gemeinde Fischbachau.

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