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Beim „Webertanz“ gilt: Schau mir in die Augen Kleines

Neue Kindergruppe der Bad Aiblinger „Edelweiß“-Trachtler plattelt und draht schon

Die Schrittfolge für den „Webertanz“ wird geübt – mit Anweisungen des „Trainer-Trios“ Kathi Gartmeier, Anian Merk und Barbara Weigl (von links).
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Die Schrittfolge für den „Webertanz“ wird geübt – mit Anweisungen des „Trainer-Trios“ Kathi Gartmeier, Anian Merk und Barbara Weigl (von links).
  • VonJohann Baumann
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„Sitt‘ und Tracht der Alten wollen wir erhalten“ – so lautet das Motto des 1909 gegründeten Aiblinger Trachtenvereins „Edelweiß“. Damit das Motto nachhaltig mit Leben erfüllt wird, betreibt der Verein eine intensive Nachwuchsarbeit.

Bad Aibling – Neben den über 400 erwachsenen Mitgliedern besteht der Nachwuchs aus rund 80 Kindern und Jugendlichen.

Kinder werden mit Trainern erwachsen

Vor kurzem wurde im dreijährigen Turnus wieder eine neue Kindergruppe eingerichtet. „Wir haben vor den Sommerferien mit den Proben mit über 30 Kindern im Alter zwischen sechs und acht Jahren begonnen“, berichtet Barbara Weigl. Sie leitet zusammen mit Anian Merk und Kathi Gartmeier die frischgebackene Nachwuchsgruppe, für die Franz Höbel musiziert. Dieses „Trainerteam“ bleibt der Nachwuchsgruppe bis zum Erreichen des „Aktiven-Alters“ erhalten.

Bei der ersten Zusammenkunft standen vor allem Kennenlern-Spiele im Vordergrund, und auch das Einmarschieren wurde geübt. Nach der Sommerpause haben die Kleinen jetzt wieder ihren Probenbetrieb im Mietrachinger Trachtenheim aufgenommen. Dabei wurde das schon Gelernte zunächst wieder aufgefrischt.

Dieses Quartett gestaltet die Übungsstunden: (von rechts) Barbara Weigl, Anian Merk, Kathi Gartmeier und Ziachspieler Franz Höbel.

Nachwuchstänzer sind mit Eifer dabei

Außerdem wurde der „Webertanz“ – auch „Woaf“ genannt – einstudiert: „Die Buben den rechten und die Dirndl den linken Arm hoch, bei der Hand nehmen und die andere Hand an die Hosenträger oder an die Hüfte“, lauteten die „Trainer-Anweisungen“ für das Einmarschieren. „Links herum und dann rechts herum anschauen und dann draht der Bua das Dirndl ein“, hieß es beim „Webertanz“.

Die Nachwuchstänzer sind mit Feuereifer dabei und üben fleißig die Figuren. In der Pause wird auf dem angrenzenden Spielplatz herumgetollt. An den jeweils einstündigen Übungsabenden tragen die meisten Kinder Freizeitkleidung. Das „G’wand“ bei ihren öffentlichen Auftritten haben sie entweder von ihren älteren Geschwistern übernommen oder sie erhalten Kleidungsstücke aus der „Kleiderkammer“ des Vereins.

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Schon im Alter von etwa sieben Jahren werden einfache Plattler geübt und auch die Dirndl „drahn“ sich schon im gleichen Alter. Neben den Jüngsten gibt es im Verein noch drei weitere, nach Altersstufen gestaffelte Nachwuchsteams: Die Kindergruppe für die Acht- bis Elfjährigen, die Jugendgruppe für die 12- bis 14-Jährigen und die zwischen 14 und 17 Jahre alten „Jungaktiven“. Für jede Altersstufe ist ein eigenes „Betreuerteam“ zuständig. Schrittweise werden in den verschiedenen Altersgruppen dann die Anforderungen erhöht, die Figuren und Tänze werden schwieriger.

Kathi Gartmeier und die siebenjährige Nora Schatz demonstrieren das „Anschauen“.

Beim Gaupreisplatteln und Dirndldrahn stellt auch der Nachwuchs sein Können unter Beweis. „Da nehmen von unserem Verein meist 10 bis 20 Kinder und Jugendliche teil“, erklärt der Vorsitzender Christian Weigl unserer Zeitung und fügt hinzu: „Wir tragen außerdem auch eine vereinsinterne Meisterschaft aus.“

Die Jugendleitung liegt in den Händen von Franziska Stockinger und Anna Baumann. Mit 18 Jahren wechseln die Jugendlichen dann zu den „Aktiven“, die man in einem Sportverein als „Erste Mannschaft“ bezeichnen würde. Die Jugendarbeit besteht aber längst nicht nur aus „Platteln und Dirndldrahn“, das mit dem Kathreintag am 25. November mit einem gemeinsamen Abschlussgottesdienst endet.

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Nach der Brauchtumsregel „Kathrein stellt den Tanz ein“ ist dann bis Neujahr „Tanzpause“. Zu den zusätzlichen Aktivitäten zählen unter anderem auch Ausflüge und Schlittenfahren. Mit dem kirchlichen Jahresablauf stehen unter anderem das Basteln von Osterkerzen, die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession und auch das Kirtahutschn auf dem Programm. Alle zwei Jahre wird für den gesamten Nachwuchs zudem ein Zeltlager in Stoibersberg bei Rott am Inn organisiert.

Vielfältige Aktivitäten im Trachtlerjahr

Viel Spaß hat der „Trachtler-Nachwuchs“ natürlich auch bei Auftritten wie bei „Boarisch und draußen“ der AibKur, beim Maibaum-Aufstellen in Mietraching und Aibling oder bei dem von den „Oberlandlern“ veranstalteten Irlachweiher-Fest. Gelegentliche „Gastspiele“ in Altenheimen oder Hotels runden die Reihe der vielfältigen Aktivitäten ab.

Mit ihrer engagierten Nachwuchsarbeit sorgen die „Edelweißer“ aus Bad Aibling dafür, „Sitt‘ und Tracht zu erhalten“.

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