Neue Ausstellung in Feldkirchen-Westerham: Fotograf Michael Schmuck hat die Natur im Blick

Zu den Lieblingsplätzen von Michael Schmuck gehört die evangelische Dorfkapelle in Aschbach. Wolf
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Zu den Lieblingsplätzen von Michael Schmuck gehört die evangelische Dorfkapelle in Aschbach. Wolf

Eine neue Ausstellung wird am 25. September in der Gemeindebücherei Feldkirchen-Westerham eröffnet. Michael Schmuck (47) – Hobbyfotograf und Mitarbeiter des Mangfall-Boten – präsentiert seine fotografischen Impressionen von Landschaft und Wetter aus der Gemeinde rund um die „Vier Jahreszeiten“.

Von Jeannette Wolf

Feldkirchen-Westerham – Der Anstoß für die Ausstellung kam von Brigitte Paul, der Leiterin der Gemeindebücherei Feldkirchen-Westerham, anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Einrichtung. „Sie fragte mich, ob ich meine Bilder nicht mal ausstellen möchte. Ich selbst hatte so etwas auch schon länger im Hinterkopf, aber irgendwie fehlte noch der entscheidende Impuls“, sagt Michael Schmuck schmunzelnd.

Impressionen aus vier Jahreszeiten

In der Ausstellung werden 53 seiner Lichtbildkünste, ein selbstgestaltetes Bilderwerk am Eingang, eine digitale Bildergalerie mit mehr als 300 seiner schönsten Fotografien sowie das Video „Vier Jahreszeiten“ zu sehen sein.

Schmuck fotografiert seit zehn Jahren die heimatliche Natur, Wetterstimmungen und Landschaften in all ihren Facetten. „Besonders gern fange ich Gewitter und Blitze ein, aber auch schöne Morgen- und Abendrotstimmungen.“

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Gleich zu Anfang seiner fotografischen Zeit habe es einige sehr beeindruckende Gewitter gegeben. „Vor allem das Hagelunwetter, das damals Rosenheim und den Simssee verwüstete, war zumindest für mich als Fotografen sehr eindrucksvoll. Aber auch so manche Blitznacht ohne Schlaf bleibt mir in Erinnerung“, berichtet der Hobbyfotograf.

Um faszinierende Gewitterbilder zu bekommen, setzt er sich mit den Wettervorhersagen der Region auseinander. Manchmal reicht ihm auch schon ein Blick von seinem Balkon am Ölberg, einem seiner Lieblingsfotoplätze mit einem schönen Überblick über die Gemeinde, um die Kamera in die Hand zu nehmen und loszuziehen.

Nicht jedes Gewitter ist „fotogen“

„Für Gewitter oder eine Morgenrotszenerie schaue ich mir die Wetterkarten und den Niederschlagsradar an“, erzählt Schmuck. Dabei sei bei Weitem nicht jedes Gewitter fotogen. Deshalb ist es für den Fotografen immer wieder spannend, was die Natur ihm zeigen wird.

Für seine Gewitterbilder hat Schmuck einige Lieblingsplätze, wie etwa die „Schöne Aussicht“ in Kleinhöhenrain oder die Kapelle am Aschbacher Berg, die Linde bei Weyarn oder ein geheimer Platz bei Göggenhofen. Mit seinem Kamera-Equipment zieht es ihn oft in die umliegenden Berge.

Die meisten Fotos misslingen

Auf die Frage, ob einige Fotos auch mal nichts geworden seien, erklärt der sympathische Feldkirchener: „Die meisten Fotos werden nix. Es ist aber ganz normal, dass man sehr viel Ausschuss hat. Dank der Digitalfotografie heutzutage ist das aber kein Problem – besser einmal zu viel abgedrückt als zu wenig.“

Mehr als ein Männerspielzeug: Michael Schmuck mit seiner Drohne vorder heimischen Bergkulisse.

Besonders wenn man versuche, Blitze per Langzeitbelichtung einzufangen, falle viel Ausschuss an, da man ja nie so genau wisse, wann und wo der nächste Blitz einschlage.

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Michael Schmuck hat sich für seine Fotoarbeiten neben seiner Kamera auch eine Drohne zugelegt, mit der er beeindruckende Aufnahmen aus der Vogelperspektive einfangen kann. „Der Zeitdruck ist dabei aber immens, denn bei Drohnenaufnahmen ist die Akku-Laufzeit auf ungefähr 15 Minuten begrenzt“, erklärt er. Und ausgerechnet dabei vergehe die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes wie im Fluge und er müsse sich gleichzeitig auf Motiv und Flugsteuerung konzentrieren.

Blicke aus der Vogelperspektive

Das Schwierigste sei für ihn noch immer die Technik, gibt er zu: „Ich fotografiere oft einfach aus dem Bauch heraus und übersehe dabei, dass ich mit einer besseren Einstellung mehr aus den Bildern herausholen könnte.“

Für Hobbyfotografen hat Michael Schmuck einen Tipp: „Das Wichtigste ist, dass man seinen eigenen Stil entdeckt und herausfindet, was man am besten und am liebsten fotografiert.“ Für seine Ausstellung wünscht sich der Fotograf, dass er ein großes Publikum mit seinen Fotografien aus der Heimat erfreuen kann.

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