Naturparadies mitten in Westerham

Den "Zauberhaften Süden" in Feldkirchen-Westerham besuchen immer mehr Gartenfreunde. Fotos Merk/Privat
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Den "Zauberhaften Süden" in Feldkirchen-Westerham besuchen immer mehr Gartenfreunde. Fotos Merk/Privat

Bei Familie Steiner dient der Garten gewissermaßen auch als Wohn- und Schlafzimmer. Meist mehrere Stunden am Stück verbringt Petra Steiner mit ihrem Mann Leonhard, den drei Kindern und den beiden Hunden im "Zauberhaften Süden". So nennen die Steiners ihr privates Naturparadies in Feldkirchen-Westerham. Dieses dient inzwischen nicht nur als Ort der Ruhe und Erholung, sondern auch als Treffpunkt und "Attraktion" für spezielle Reiseveranstaltungen.

Feldkirchen-Westerham - Petra Steiners Garten beansprucht alle Sinne. Leise ist das Plätschern eines kleinen Brunnens zu hören. Zahlreiche Steinfiguren erwecken den Eindruck, dass man sich im Zentrum einer antiken Stadt befindet. Eine Blumenpracht erstrahlt, so weit das Auge reicht, in allen erdenklichen Farben, Rot, Gelb, Blau, Violett. Der Duft von Rosen und Lavendel liegt in der Luft.

"Mein Garten ist ein Paradies auf Erden", sagt Petra Steiner. Gestaltet ist er wie eine Wohnung. Er hat verschiedene "Zimmer", die alle durch Hecken, also durch grüne Wände, getrennt sind. So gibt es den Brunnen-, Buchs- und Sonnengarten sowie einen kleinen Park. Lange Wege aus Kiesel- und Pflastersteinen führen wie in einem Labyrinth durch den "Zauberhaften Süden", der inzwischen zu einer Art Attraktion geworden ist. Immer wieder bekommt Petra Steiner Besuch von Neugierigen aus der Region oder auch von Gartenfreunden aus weiter entfernten Gegenden. Erst kürzlich reiste eine Gruppe aus Heilbronn mit dem Bus an.

In ihren Garten hat die Frau aus Feldkirchen-Westerham unendlich viele Stunden Arbeit investiert. Angefangen hat alles im Jahr 1998. Die Familie war auf der Suche nach einer geeigneten Fläche zum Austoben für die Kinder und einen Freilauf für die Hunde. Dabei entstand die Idee, das brachliegende Grundstück hinter dem Wohnhaus entsprechend umzugestalten. Denn außer einem alten Apfel- und einem Zwetschgenbaum war dort nichts zu finden. Dass rund zehn Jahre später hier ein wahres Naturparadies stehen würde, habe damals niemand geahnt.

Stück für Stück wurde der Garten ergänzt und erweitert. Inzwischen hat er es auch in Fachzeitschriften und Bücher geschafft. Das Herzstück ist derzeit der mit Kies bedeckte, großzügige Eingangsbereich mit einem schmiedeeisernen Tor und einem großen Springbrunnen.

Eine der neuesten Schöpfungen ist das "Kinderzimmer". Der neunjährige Sohn hat sich dort sein eigenes Bett aufgestellt. Eifrig ist er bei der Gartenarbeit dabei und plant mit, wenn es um Aus- und Umbau geht. Petra Steiner ist sich sicher, dass er einmal das Areal "übernehmen" wird, da auch sein Herz für Pflanzen und Blumen schlägt. Wenn ein Gewitter aufzieht, fängt er an zu zittern. Nicht aus Angst vor Donner und Blitz. "Sondern aus Sorge um die Blumenpracht", so die Mutter. Nur über eine Sache kann sich der Nachwuchsgartler ärgern: Darüber, dass das Fußballspielen auf dem Gelände verboten ist.

Bei der oft stundenlang andauernden Pflege der Gewächse hilft die ganze Familie zusammen. Ehemann Leonhard ist für die Baumaßnahmen verantwortlich, Petra Steiner für die Pflanzenpflege und das Rasenmähen. "Das mach ich schon immer selbst, weil es mir niemand recht machen kann", gibt sie zu. Auch die Kinder packen mit an, hauptsächlich samstags, denn dann ist Gartentag - außer im Winter. Wenn es kalt ist, bleibt sogar Petra Steiner lieber in der warmen Stube sitzen und sieht sich ihr "Paradies" von der Ofenbank aus an. "Dann trauere ich und hoffe, dass es wieder Frühjahr wird", sagt sie.

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