Im Mai

Nächsten wilden Ritt im Blick: Bruckmühler starten zu Rallye durchs Vereinigte Königreich

Bereit für eine 3500 Kilometer lange Rallye durchs Vereinigte Königreich: Die Bruckmühler Melissa Agrinz und Michael Weißbrich bauen ihren Hyundai Galloper in den nächsten Wochen zu einem Wohnmobil um.
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Bereit für eine 3500 Kilometer lange Rallye durchs Vereinigte Königreich: Die Bruckmühler Melissa Agrinz und Michael Weißbrich bauen ihren Hyundai Galloper in den nächsten Wochen zu einem Wohnmobil um.

Melissa Agrinz und Michael Weißbrich sind optimistisch. Während das öffentliche Leben im Lockdown heruntergefahren wird, blicken sie schon fünf Monate voraus. Auf eine Zeit, in der die Corona-Pandemie hoffentlich überstanden sein wird. Auf den Tag, an dem sie zur Rallye „Knights of the Island“ aufbrechen wollen: den 7. Mai.

Bruckmühl – Knapp ein Jahr ist es her, dass die beiden Bruckmühler als Team „Boarisch Quattro 2“ bei der „Baltic Sea Circle Rally“ an den Start gingen. Im Februar und März legten Melissa und Michael an 16 Tagen 9000 Kilometer in zehn verschiedenen Ländern zurück und gewannen beim Bingo kurz vorm Nordkap als Highlight auch noch das Ticket für eine weitere Rallye ihrer Wahl.

Als Team „Matilda“ gehen Florentine Stamouli und ihr Mann Marco Frazzetta wieder mit an den Start.

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„Die erste Rallye war nicht nur ein riesiges Abenteuer für uns, sondern wir haben in diesen Tagen auch gute Freunde gefunden“, blickt Michael Weißbrich zurück. Deshalb freuen sie sich nun umso mehr, dass sie bei der „Knights of the Island Rally“ im Mai 2021 gemeinsam mit Team „Matilda“ – das sind Florentine Stamouli und ihr Mann Marco Frazzetta – an den Start gehen dürfen. Während diese beiden Bruckmühler ihren Teamnamen beibehalten, haben sich Melissa und Michael für ihre zweite Rallye „umbenannt“. Diesmal bilden sie – abgeleitet von ihrer Herkunft – das Team Kärnten-Bayern – kurz „KaBa Roadtrip“.

3500 Kilometer an zehn Tagen

Die 2021er Rallye führt die beiden Bruckmühler Teams vom 7. bis 17. Mai von Brüssel aus durch das Vereinigte Königreich: Zuerst geht’s über den Ärmelkanal nach Dover, dann vorbei am Stonehenge in Richtung Wales und von dort nach Schottland, quer durch die Highlands bis nach Edinburgh. Insgesamt fahren sie innerhalb von zehn Tagen eine Strecke von 3500 Kilometern.

„Die Straßenverhältnisse während der Rallye können sehr stark variieren, reichen von mit Hecken und Steinwällen gesäumten Landstraßen über Panorama-Drives an den steilen Küsten bis hin zu scheinbar ins Nichts führenden Schotterpisten in den Highlands“, hat sich Melissa vorab informiert und freut sich auf das neue Abenteuer. Während der Rallye ist es den Teilnehmern nicht erlaubt, ein Navi oder GPS zu verwenden. Sie dürfen auch nicht auf Autobahnen fahren.

20 Jahre altes Auto wird „aufgemöbelt“

Um die steinigen Highlands bezwingen zu können, haben sich Melissa und Michael diesmal einen Hyundai Galloper als Fahrzeug ausgewählt. Er ist 20 Jahre alt, denn das ist eine der Vorgaben des Veranstalters. Den beiden stehen in den nächsten Wochen nun jede Menge Umbauarbeiten und Reparaturen bevor. „Das Fahrzeug bekommt einen kompletten Innenausbau mit Kochgelegenheit und Sitzmöglichkeit“, beschreibt der „Hobby-Schrauber“ Michael. „Außerdem montieren wir ein Dachzelt, um die schöne Natur Englands hautnah erleben zu können.“ Zu guter Letzt bekommt der Galloper noch einen Vintage-Rally-Look.

Team „Matilda“ geht wieder mit seinem bewährten Land Rover Defender an den Start. Schon für die „Baltic Sea Circle Rally“ hatten Marco und Florentine das Fahrzeug in ein Wohnmobil umgerüstet und kamen damit sicher durch Eis und Schnee.

„Knights of the Island Rally“ live miterleben

Wie bereits bei der letzten Rallye erhalten alle Teams auch bei der „Knigths of the Island“ am Start wieder ein Roadbook mit lustigen und herausfordernden Aufgaben, die die Teams während der Rallye bewältigen können, aber nicht müssen.

Wer die beiden Bruckmühler Teams bei ihren Vorbereitungen auf die Rallye und während ihrer abenteuerlichen Reise durch England, Wales und Schottland online begleiten oder ihre Spendenaktion unterstützen will, kann das online unter https://team-matilda.de/ und https://kabaroadtrip.jimdofree.com/.

3500 Kilometer und drei Spendenaktionen

Auch mit der Rallye „Knights of the Island“ unterstützen die Teilnehmer wieder einen guten Zweck. „KaBa Roadtrip“ hat sich dazu zwei Projekte ausgewählt: „Refugio la Esperanza“ und den sozialen Arbeitskreis Bruckmühl. „Der soziale Arbeitskreis engagiert sich ehrenamtlich und liebevoll für Menschen mit Behinderung aus der gesamten Region“, stellt Melissa ihr Herzensprojekt vor. „Jährlich organisiert er verschiedene Veranstaltungen und Ausflüge. Gemeinsam wird getanzt, gebastelt, gespielt, einfach eine schöne Zeit verbracht.“ Da die Arbeit vor allem über Spenden finanziert wird, möchte „KaBa Roadtrip“ hier mithelfen.

„Refugio la Esperanza ist eine Tierrettungsstation auf Fuerteventura, die von Sharon Baur, ihrer Mutter Khaia und ihrer Schwester Joana aufgebaut wurde“, erläutert Michael Projekt Nummer zwei. „Sie retten Tiere auf Fuerteventura und betreuen meist mehr als 30 Schützlinge.“ Melissa und Michael sind mit Sharon befreundet und verfolgen täglich, was sie und ihr Team leisten. „Die Corona-Krise hat es auch ihnen noch viel schwerer gemacht, und damit ihr Traum nicht zerplatzt, wollen wir sie unterstützten“, erklären sie.

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Team „Matilda“ unterstützt die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München. „Seit 2004 betreut das Kinderhospiz Familien mit unheilbar kranken und lebensbedrohlich schwersterkrankten Ungeborenen, Neugeborenen, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ganz Bayern“, erklärt Florentine Stamouli. „Dabei wird das Team aus hauptamtlichen Ärzten, Psychologen, Krankenschwestern und Sozialarbeitern von mehr als 250 Ehrenamtlichen unterstützt. Sie sind den Familien in dieser schwierigen Zeit eine feste Stütze, schenken ihnen Momente der Sicherheit und Geborgenheit.“

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