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„Freundlich, aufgeschlossen und zuverlässig“

Seelsorger aus tiefstem Herzen: Trauer um Pfarrer Mathias Bartl aus Feldkirchen-Westerham

Der Sarg war vor dem Altar in der Pfarrkirche Feldkirchen, die bis auf den letzten Platz besetzt war, aufgebahrt. Foto: merk
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Der Sarg war vor dem Altar in der Pfarrkirche Feldkirchen, die bis auf den letzten Platz besetzt war, aufgebahrt.
  • VonManfred Merk
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Ein Seelsorger aus tiefstem Herzen: Mit 86 Jahren ist Pfarrer Mathias Bartl an einer langen Krankheit und den Folgen eines Sturzes gestorben. Jetzt fand die Beerdigung in der Pfarrkirche Feldkirchen statt.

Feldkirchen-Westerham – Schon im Alter von acht Jahren hat Mathias Bartl gewusst, dass er Priester werde wollte. Dieser tiefen inneren Bereitschaft, dem Herrgott zu dienen, ist der am 16. Februar 1935 in Haidberg bei Freising geborene Mann zeitlebens immer treu geblieben.

Fast 60 Jahre im Priesteramt

Mathias Bartl

Nach fast sechs Jahrzehnten im Priesteramt ist Mathias Bartl jetzt im Alter von 86 Jahren an einer längeren Krankheit und den Folgen eines Sturzes verstorben. Den vom Kirchenchor gesanglich umrahmten Trauergottesdienst feierte Dekan Daniel Reichel in Konzelebration mit Diakon Hubert Atzinger und mehreren Amtsbrüdern in der Pfarrkirche in Feldkirchen.

Seit 1971 im Mangfalltal

Mathias Bartl ist nach dem Abitur ins Priesterseminar in Freising eingetreten und ist zusammen mit 25 weiteren Mitbrüdern von Julius Kardinal Döpfner am 29. Juni 1962 zum Priester geweiht worden. Der Weg von Bartl nach Bruckmühl führte über Bruck bei Grafing, Freilassing, Übersee und Töging.

Ab 1971 war er dann in der Pfarrei im Mangfallort zuerst Vikar und von 1987 bis 1993 Pfarrer. „Sein priesterliches Wirken in Vagen, das zum Pfarrverband Bruckmühl gehört, würdigte die politische Gemeinde Feldkirchen-Westerham mit der Verleihung der Bürgermedaille“, erinnerte Bürgermeister Hans Schaberl in seinem Nachruf.

Ab 1995 war der jetzt Verstorbene bis zu seinem Ruhestand 2004 noch neun Jahre Pfarrer in Egling bei Wolfratshausen. Diesen sogenannten Ruhestand im Haus seiner langjährigen Haushälterin Anna Hupfauer in Feldolling konnte der pensionierte Seelsorger nicht lange genießen.

„Leutselig, aufgeschlossen und freundlich“

Seine nächsten Nachbarn aus Feldolling Herbert Lechner (vorne links), Wilfried Hoffmann (hinten links), Georg Glas (hinten rechts) und Sepp Zacherl (vorne rechts) trugen den Sarg über den Friedhof zum Grab.

Bartl wurde fortan als priesterlicher Leiter der Seelsorge im Pfarrverband Warngau eingesetzt, dann wieder zurück im Mangfalltal bei der Seelsorgemithilfe in den Pfarrverbänden Bad Aibling, Bruckmühl und Feldkirchen-Höherain-Laus. Warum der Pfarrer so beliebt war, bei den Menschen gut angekommen ist, hatte bestimmt mehrere Gründe. Als „leutselig, aufgeschlossen und freundlich gegenüber allen, die ihm begegneten“ bezeichnete ihn Matthias Ludwig vom örtlichen Pfarrverband.

Dass auch die Musikkapelle Vagen die würdevolle Beerdigung des Geistlichen im Pfarrfriedhof in Feldkirchen mitgestaltete und vier Nachbarn aus seiner Feldollinger Wahlheimat den Sarg zur letzten Ruhestätte trugen, kann als ein Zeichen der hohen Wertschätzung des Verstobenen gesehen werden. 14 Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine und kirchlicher Organisationen begleiteten den langen Trauerzug zum Grab. „Mathias Bartl war zuverlässig da, ganz gleich wann und wo er gebraucht wurde“, sagte der Dekan in seinem Nachruf an Mathias Bartl.