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Nachruf

Große Trauer um die Kistlerwirtin - Elisabeth Kaffl verstirbt eine Woche nach dem Tod ihres Sohnes

Das Grab von Elisabeth Kaffl auf dem Friedhof in Lippertskirchen.
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Das Grab von Elisabeth Kaffl auf dem Friedhof in Lippertskirchen.
  • VonKonrad Kriechbaumer
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Eine große Trauergemeinde verabschiedete sie. Genau eine Woche nach dem Tod ihres Sohnes Christian verstarb Elisabeth Kaffl aus Bad Feilnbach, die Kistlerwirtin von Kronwitt. Was ihr Leben so besonders machte.

Bad Feilnbach – Genau eine Woche nach dem Tod ihres Sohnes Christian verstarb Elisabeth Kaffl aus Bad Feilnbach, die Kistlerwirtin von Kronwitt. Am vergangenen Mittwoch begleitete eine große Trauergemeinde die beiden Verstorbenen auf ihrem letzten irdischen Weg, darunter Familie, Angehörige, Freunde, Vereine und Weggefährten.

Jüngstes Kind von acht Geschwistern

Pfarrer Ernst Kögler zeichnete in seiner Predigt das Leben von Elisabeth Kaffl nach. Geboren wurde sie 1929 in der Moosmühle als jüngstes Kind von acht Geschwistern und wuchs dort wohlbehütet auf. Nach der Volksschule in Weidach arbeitete sie noch als Bedienung in der Moosmühle und erlernte dann im Gasthof Flötzinger in Rosenheim den Beruf der Köchin.

1959 heiratete sie den Kistlerwirt Josef Kaffl. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, sie war Oma von vier Enkelkindern und zweifache Uroma. Mit dem Tod des Mannes traf sie 1969 ein schwerer Schicksalsschlag. Die Weiterführung des Betriebs, die Sorge um die Familie und vor allem um Sohn Christian, der mit einer Behinderung lebte, wurden ihre Lebensaufgabe.

Bis 1990 führte sie den Kistlerwirt

Bis 1990 führte sie den Kistlerwirt und war mit Leib und Seele Köchin und Wirtin. Auch nach der Übergabe half Elisabeth Kaffl noch bei den Vorbereitungsarbeiten in der Küche solange es der Gesundheitszustand zuließ. „Zuletzt wurde es ihr zunehmend schwer und als sie in den letzten Tagen dann erfahren hatte, dass ihr Sohn Christian vor ihr schon den Weg zum Vater angetreten hatte, da konnte sie dann nach Empfang des Sterbesakramentes auch selber loslassen und ihm auf dem Heimweg folgen“, so Kögler. Jahrzehnte lang war das „Kistler Lisä“ Herbergsmutter der Vereine.

Insbesondere der Trachtenverein „D’Jenbachtaler“, dem sie 1956 als eine der ersten Frauen beitrat, die Liedertafel Bad Feilnbach, der Veteranenverein und die Musikkapelle hielten in den Räumlichkeiten des Kistlerwirt unzählige Plattlerproben, Ausschusssitzungen, Sängerproben, Heimatabende und viele weitere Veranstaltungen ab.

Schalkfrauen begleiten den Sarg

Zum Dank und als Ausdruck der Wertschätzung begleiteten vier Schalkfrauen den Sarg, zahlreiche Trachtler schlossen sich dem Trauerzug an. Die Liedertafel Bad Feilnbach brachte einen letzten musikalischen Gruß dar und die Fahnen des Trachten- und des Veteranenvereins begleiteten die Verstorbenen auf ihrem letzten Weg zur letzten Ruhestätte im Friedhof in Lippertskirchen.

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