Nachruf auf Karl Einberger aus Bad Aibling

Karl Einberger
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Karl Einberger

Seine Familie und Weggefährten trauern um Karl Einberger aus Bad Aibling, der im Alter von 92 Jahren verstarb.

Bad Aibling – Geboren im Mai 1928, wuchs er mit vier weiteren Geschwistern auf. Er hatte das Glück, nicht mehr als Soldat in den Krieg ziehen zu müssen. Er war lediglich im Arbeitsdienst und wurde als Flakhelfer eingesetzt. Sein Bruder kam aus dem Krieg nicht mehr heim. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Einberger in München und war längere Zeit Busfahrer bei den Stadtwerken München. Er lernte seine Renate kennen und beide heirateten 1962. Nachdem sein Vater Pflege benötigte, zog das Ehepaar im Januar 1970 zu ihm nach Moos bei Ellmosen.

Stadtpfarrer Georg Neumaier, der das Requiem feierte, betonte bei seiner Ansprache den tiefen Glauben des Verstorbenen und dessen caritative Lebenseinstellung. Ein Sonntag ohne Kirchgang war für ihn kein Sonntag, wie der Geistliche seinen Lebenslauf schilderte. Der Veteranenverein Ellmosen-Harthausen, die Feuerwehr Ellmosen und der Schützenverein Großkarolinenfeld waren mit ihrer Fahne am Altar.

Im Oktober 1970 trat Einberger in den Veteranen- und Kriegerverein Ellmosen – Harthausen ein. 1995 wurde er für einige Zeit stellvertretender Vorsitzender und kümmerte sich um alle Termine wie runde Geburtstage, machte Krankenbesuche und sorgte sich um das Vereinsgeschehen. Als Mann für soziale Angelegenheiten hatte er eine Sonderstellung im Verein. 18 Jahre war er Hauptkassier, 1995 wurde er für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt, 2003 ernannte der Verein ihn nach seinem 75. Geburtstag zum Ehrenmitglied. 2010 wurde er für 40 jährige Mitgliedschaft geehrt. Heuer wäre das 50. Jubiläum angestanden.

Am Grab des Verstorbenen hielt der Vorsitzende Felix Schwaller einen ehrenden Nachruf. Sichtlich bewegt meinte er, dass er „nicht viel tun musste“, Einberger habe sich 25 Jahre um den Verein gekümmert, er habe nur seine Anweisungen ausgeführt. Auf ihn sei immer uneingeschränkt Verlass gewesen. Mit seinem Tod verliere der Verein einen überaus korrekten Schatzmeister sowie ein sozial eingestelltes, treues Mitglied. „Er war das Gedächtnis des Vereins und auch dessen Gewissen.“ Eine Abordnung der Dreder Musi spielte den „guten Kameraden“, während sich die Fahnen zum Abschied senkten.

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