Musikalische Reise von New Orleans bis München als Auftakt des Maxlrainer Kultursommers

Die „LifveChords“ mit Nikolaus Stigloher, Giuseppe Watzlawik, Rayka Emmé, Sebastian Ludwig, Michael Lackner und Fritz Stimmer (von links) reißen das Publikum mit.
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Die „LifveChords“ mit Nikolaus Stigloher, Giuseppe Watzlawik, Rayka Emmé, Sebastian Ludwig, Michael Lackner und Fritz Stimmer (von links) reißen das Publikum mit.

Unter dem negativen „Corona-Stern“ stand bisher der Maxlrainer Kultursommer: Die ersten fünf Veranstaltungen mussten abgesagt werden.

Thal – Nun bildete die sechste den Auftakt. Beim „Jazzfrühschoppen“ im Hygiene-korrekt bestuhlten Biergarten des Gasthofs „Stahuber“ in Thal gab es dafür eine weitere Premiere. Zum ersten Mal gastierten die „LifveChords“ auf dem Festival und boten den zahlenmäßig auf 100 Personen limitierten Publikum ihr mitreißendes Repertoire.

Jazz, Blues, Boogieund Rock ‘n‘ Roll

„Wir waren lange nicht on stage wie andere Künstler auch“, betonte Frontfrau Rayka Emmé. Die 2012 von Bandleader Nikolaus Stigloher gegründete Formation präsentierte bei ihrem Kultursommer-Debüt das Beste aus ihren drei Programmen „Josephine Baker“, „Sentimental Journey“ sowie „New Orleans“ und nahm die begeisterten Besucher auf eine abwechslungsreiche musikalische Reise mit.

Im „Reisegepäck“ befanden sich Jazzklassiker, grooviger Blues, fetziger Boogie und Rock ’n’ Roll, flotter Dixie, kerniger Country-Sound und temperamentvoller Bossa Nova. Auch Eigenkompositionen waren dabei wie die Titel „Sometimes“, „Addicted“ und „All I need is Blues“. Die Reise begann im „Urgebiet“ des Jazz und Blues in New Orleans unter anderem mit „Sentimental Journey“, „Basin Street Blues“, „On the Sunny Side of the Street“, „Sweet Georgia Brown“, „Dr. Jazz“, „Jambalaya“ und Ballade „What a wonderful world“.

Nach einem „Kurzaufenthalt“ in Memphis mit „Nobody knows, when you’re down and out“ und dem Elvis-Presley-Hit „All shook up“ führte der Weg nach St. Louis mit „Route 66“, „Hey, hey, hey“ und dem unverwüstlichen „King of the Road“.

Der nächste Stopp wurde in Chicago eingelegt und mit „Sweet home Chicago“, „Man of my own“ und „Corinna“ unterlegt. Weiter führte die Reiseroute nach New York, das durch den „Maple Leaf Rag“ (eingeleitet mit „The Entertainer“ als Einspieler), „Fly me to the moon“ und „Lost my Soul“ vertreten wurde.

Band bedanktsich mit Zugaben

Für die beiden letzten Stationen ging es über den „großen Teich“ („Across the ocean“) nach Europa. Der Paris-Aufenthalt wurde unter anderem mit dem Josephine Baker-Song „J‘ai deux amours“, „Les Feuilles Mortes“ (deutsche Version: „Der Schleier fiel“) und den Ohrwürmern „Aux Champs Elysee“ und „Cest si bon“ authentisch dokumentiert. Das finale Reiseziel bildete München, dessen Schickeria mit dem Daliah-Lavi-Titel „Lieben Sie Parties?“ auf die Schippe genommen wurde.

Mit dem Dixie „Gisela“ („Hallo kleines Fräulein“) der legendären „Old Merry Tale Jazzband“ endete die bunte musikalische Palette, die von den Besuchern – darunter auch Landrat Otto Lederer, der Feldkirchen-Wes terhamer Bürgermeister Hans Schaberl und Bruckmühls Altbürgermeister Franz Heinritzi – begeistert beklatscht wurde.

Die „LifveChords“ bedankten sich für den Applaus mit „Summertime“ aus der George-Gershwin-Oper „Porgy & Bess“ und dem in jiddischer Originalsprache gesungenen Swing-Evergreen „Bei mir biste scheen“ als Zugaben.

Die harmonierende Band in der Besetzung Rayka Emmé (Lead Vocals), Nikolaus Stigloher (Kontrabass, Sologesang), Giuseppe Watzlawik (Cajon, Percussion, Saxofon), Sebastian Ludwig (Gitarre, Posaune, Sologesang), Fritz Stimmer (Piano) und Michael Lackner (Gitarre) überzeugte in allen „Mannschaftsteilen“. Sie sprühte geradezu vor Spielfreude und genoss spürbar den Re-Start. Auf ihn ging zu Beginn auch der Vorsitzende des „Kulturfördervereins Mangfalltal in Maxl rain“ und Tuntenhausens Bürgermeister Georg Weigl ein. „Wir sind froh, dass wir das machen können – wir möchten Musik hören und uns amüsieren.“ bjn

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