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Filmnacht in Bad Feilnbach

Mopedtrip nach Las Vegas: Verrückte Reise mit Alma und Berta

Passend zum Film hatten Rupert Pfeiffer, Christian Pertl und sein Vater Georg (von links) ihre historischen Zündapp-Mopeds mitgebracht.Strim
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Passend zum Film hatten Rupert Pfeiffer, Christian Pertl und sein Vater Georg (von links) ihre historischen Zündapp-Mopeds mitgebracht.Strim
  • VonPeter Strim
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Ausgerüstet mit Lederhose, Wadlstrümpf und zwei historischen Mopeds - Alma und Berta - machen sich zwei junge Burschen aus einem bayerischen Dorf auf nach Las Vegas. Ein Mopedtrip in die Freiheit begeisterte die Besucher der Filmnacht in Bad Feilnbach.

Bad Feilnbach - Es ist Urlaubszeit und so mancher sucht nach Freiheit abseits vom Zuhause. Am Ende seiner Reise gibt es viel zu erzählen oder mit einem nach Möglichkeit gelungenen Abenteuerfilm die Neugier von Zuschauern zu wecken, sie aufzuheitern oder auch zum Nachdenken anzuregen. So geschehen in Bad Feilnbach als der dortige Kur- und Tourismusverein mit den beiden Vorsitzenden Karin Freiheit und Hans-Jürgen Eisele in Zusammenarbeit mit Cornelia Weber, Leiterin der Kur- und Gästeinformation, zu einer Filmnacht der Extraklasse an den Musikpavillon am Rathaus eingeladen hatten.

Wiese wird zum Open-Air-Kinoplatz

Angekündigt war der Abenteuerstreifen „Ausgrissn! – In der Lederhosn nach Las Vegas“, dessen Geschichte sich zahlreiche Gäste in einer heuer etwas selten gewordenen lauen und sternenklaren Sommernacht nicht entgehen ließen. Während sich erste Besucher sich auf den Sitzplätzen im Atrium bequem machten, verwandelten andere Gäste, etwa von der Bergwacht Bad Feilnbach, die angrenzende Wiese zu einem Art gerechten Open-Air-Kino-Platz

Da neben zwei munteren Brüdern aus einem niederbayerischen Dorf, Lederhosen und Trachtenstrümpfen auch Zündapp-Mopeds eine Hauptrolle spielen, durften drei Exemplare dieses Kino-Höhepunkts schmücken. Mitgebracht hatten diese voll funktionsfähigen und zugelassenen Raritäten des legendären deutschen Motorradherstellers, dessen Fabrik 1984 komplett nach China verkauft wurde, engagierte Liebhaber.

Zündapp-Sammler vor Ort

Zündapp-Sammler Georg Pertl (Bad Feilnbach) war mit seiner ZD 30, Baujahr 1983 vertreten. Dessen Sohn Christoph (Kastenau), seit dem 15. Lebensjahr mit dem Zündapp-Fieber infiziert sowie Rupert Pfeiffer (Bad Feilnbach) ließen ihre jeweiligen Typ C50 aus dem Jahre 1977 bis zum Filmstart bewundern. Wie die stolzen Besitzer betonten, erreichten diese nicht nur bei Jugendlichen beliebten Mopeds eine Maximalgeschwindigkeit von 40 km/h und lösten mit Blick auf den heiß erwarteten Film doch Stirnrunzeln bei einigen Besuchern aus.

Doch für gestandene Burschen, wie Julian und Thomas Wittmann aus einer bayerischen Provinz in dessen Wirtshaus „Wurstsalat“ als Standartgericht auf der Speisenkarte steht und mancher der Bewohner kaum Bezug zur Welt außerhalb seiner Ortsgrenzen hatte, sollte eine es eine erfahrungsreiche Reise werden. Über diese Erlebnisse berichtete in kurzen Zügen vor Filmstart in seiner lockeren und heiteren Art Julian Wittmann, der das Buch dazu schrieb, als Regisseur und Darsteller gegenüber Andrea Heiler als Pressebetreuerin von „Soulkino“ zu Beginn des Films.

Große Freiheit außerhalb des Dorfes

Die große Freiheit außerhalb der Grenzen eines gewohnten Dorfes in der Ferne suchen, war ausschlaggebend für Julian Wittmann und seinem Bruder Thomas ausbrechen und auszureißen. Ziel mit jeweils einer Lederhose und jeweils ein paar Trachtenstrümpfe an den Haxen sowie ein kleines Zelt im Gepäck, war die 12.000 Kilometer entfernte Spielermetropole „Las Vegas“ im Land der „unbegrenzten Möglichkeiten und grenzenloser Freiheit“. Mobiler Untersatz waren die beiden Zündapps, „Alma“ und „Berta“.

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Die verrücktesten Typen wie Aussteiger, Waffennarren oder einem Hell Angels, der Menschen „umgelegt“ hatte, kreuzten ihre Wege. Pannen, Unfälle und ein Hurrikan waren Wegbegleiter. Mopeds der beiden Abenteurer rollten über die Manhatten-Brigde, heißen Asphalt der kultigen „Route 66“ und durch die Wüste Nevadas zum „heiß“ ersehnten Ziel.

Deutscher Kamerapreis

Interessante Begebenheiten zum Film hinterfragte Andrea Heiler (links) von Buchautor, Regisseur und Darsteller Julian Wittmann.

Begleitet wurden die beiden Moped-Rider von einem kleinen Team, zu dem auch Bildregisseur Markus J. Schindler gehörte und auf der dreimonatigen Reise die schönsten Landschaften der Erde und Szenen mit seiner Kamera einfing und dafür mit dem „Deutschen Kamerapreis“ ausgezeichnet wurde. Nach ihrer Rückkehr versammelte sich das gesamte Dorf, um sich die Erlebnisse der beiden Weltenbummler auf der Suche nach Freiheit nachzuvollziehen. Julian und Thomas Wittmann gelang es, die Zuschauer auf den Weg in die Freiheit, die Zuhause nicht zu finden ist mitzunehmen und sich in den gespielten Rollen der Darsteller wie Monika Gruber, Arnd Schimkat, Stephanie Liebl, Hans Stadlbauer, Angelika Hefter sowie Werner Rom und Roland Hefter wieder zu finden.

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