Ab Montag Extra-Räumlichkeiten für Corona-Verdachtsfälle

Die frühere Praxis Am Bichl wird rein für Corona-Tests ab Montag reaktiviert. Gerlach

Bad Aibling – Eine eigene, zentrale Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle gibt es ab Montag, 30. März, in Bad Aibling.

Unter Trägerschaft der Stadt Bad Aibling werden dort unter Leitung von Dr. Ralf Freiberger in dessen früheren Praxisräumen Am Bichl sechs Tests vorgenommen – immer wochentags von 10 bis 12 Uhr.

Dafür gelten ganz bestimmte Regeln: Die Tests sind nur für Personen gedacht, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten und an typischen Symptomen wie Husten, Fieber oder Atemnot leiden. Eine gültige Krankenversicherungskarte muss zwingend vorgelegt werden.

Dieses Angebot wurde ins Leben gerufen, um das Risiko für Patienten, Ärzte und medizinisches Personal soweit wie möglich zu minimieren. Denn Corona ist laut den Ärzten auch in Bad Aibling angekommen, in der Region seien etliche Praxen bereits geschlossen.

„Es geht vor allem darum, in den Arztpraxen die Nicht-Coronapatienten und das Personal nicht zu gefährden. Außerdem: Wenn sich Ärzte und Angestellte infizieren, müssen Praxen schließen und Nicht-Coronapatienten hätten keine Anlaufstellen mehr“, schildert Dr. Freiberger die Beweggründe.

In den momentan leer stehenden Praxisräumen Am Bichl werden die Tests laut Freiberger ohne direkten Kontakt ablaufen. So wird der Patient dort seine Krankenversicherungskarte in ein mobiles Lesegerät stecken und auch den Abstrich bei sich selbst durchführen. Die Probe in dem Röhrchen wird in eine Dose gesteckt, die dann ins Labor gebracht wird. Die erforderliche Schutzausrüstung für das medizinische Personal stellt nach Angaben von Bürgermeister Felix Schwaller der Katastrophenschutz des Landkreises Rosenheim zur Verfügung. Die Räumlichkeiten würden jeden Tag gründlich gereinigt.

Plakate, die auf das ab Montag geltende Angebot und die Modalitäten hinweisen, werden ab heute, Freitag, vom Bauhof in der Stadt aufgestellt. Eva Lagler

Kommentare