LESERFORUM

Möglichkeiten ausgereizt

Leserbrief zum Artikel „Aus einem werden zweimal drei“:

„Mit Interesse habe ich den Bericht über die Genehmigung der Nachverdichtung auf dem Grundstück am Lindenweg gelesen. Vor dem Hintergrund des enormen Siedlungsdrucks im Münchner Umland und im Mangfalltal, verbunden mit großem Flächenbedarf, benötigen die Mitglieder des Bauausschusses gute Argumente bei der Genehmigung entsprechender Wohnanlagen. Wenn man bedenkt, wie Flächen des Mangfalltals durch großzügige Baumaßnahmen zerstört wurden oder wie viel Grünfläche in Großhelfendorf für neue Wohnhäuser verbraucht wurde, muss klar sein, dass ein „Weiter so“ nicht geht. In diesem Bauantrag wurden für mein Empfinden die Möglichkeiten bis an die Grenzen ausgereizt. Wenn ich vergleiche, wie viel Grund bei dem Einheimischen- und Sozialmodell in der Vagener Au benötigt wird, um ähnlich viel Wohnraum zu schaffen, kann ich die Entscheidung nur befürworten. Wieso es der Verfasser des Artikels erwähnenswert findet, dass sich der Bürgermeister und seine Söhne mit sechs weiteren Ausschussmitgliedern positiv für den Antrag entschieden haben, finde ich verwunderlich. Schließlich haben schon früher Geschwister in unterschiedlichen Gruppierungen im Gemeinderat gleich abgestimmt – ohne Erwähnung in der Presse. Im Übrigen erwarte ich, dass die Entscheidungen fraktionsübergreifend im Sinne des Gemeinwohls und nicht aus parteitaktischen Überlegungen getroffen werden.

Erhard Passauer

Feldkirchen-Westerham

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