Mobilität im Alter ist in der Gemeinde Tuntenhausen ein Herzensanliegen

Die vier „Neuen“ Juliane Korn, Petra Kraft, Erika Zimmert und Claudia Bauer (von links) kümmern sich in Zukunft um die Anliegen der Senioren und Menschen mit Behinderung in Tuntenhausen.
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Die vier „Neuen“ Juliane Korn, Petra Kraft, Erika Zimmert und Claudia Bauer (von links) kümmern sich in Zukunft um die Anliegen der Senioren und Menschen mit Behinderung in Tuntenhausen.
  • vonWerner Stache
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Gleich vier neue, ehrenamtliche Beauftragte für Senioren und Menschen mit Behinderung hat die Gemeinde Tuntenhausen. Sie treten die Nachfolge von Sepp Krichbaumer an, der dieses Amt jahrzehntelang innehatte.

Tuntenhausen – „Es haben sich vier Damen bereit erklärt, das Amt zu übernehmen“, freut sich Bürgermeister Georg Weigl. Denn Seniorenarbeit in der Gemeinde Tuntenhausen sei wichtiger denn je, um ein offenes Ohr für alle Anliegen zu finden – auch für solche, über die man nicht gerne spreche.

Juliane Korn, Erika Zimmert, Claudia Bauer und Petra Kraft wollen hier helfen, unterstützen und dazu geeignete Wege und Aktionen finden. „Wir möchten ein Bindeglied zwischen Gemeinde und Senioren und zwischen anderen wichtigen Institutionen und Senioren sein“, sagt Korn.

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Das Thema Mobilität im Alter, das immer aktueller wird, steht auf ihrer Prioritätenliste ganz weit oben. Die einzelnen Vorhaben sind dabei sehr eng an das seniorenpolitische Gesamtkonzept für den Landkreis Rosenheim angelehnt.

„Außerdem möchten wir Hilfestellung im Alltag geben, also beispielsweise beim Ausfüllen von Anträgen helfen“, hebt Bauer hervor. Den Frauen ist es ein Anliegen, die Forderungen, Wünsche, Nöte und Bedürfnisse der älteren Bürger gegenüber der Verwaltung zu vertreten.

Netzwerk aus allen Akteuren stricken

Deshalb wollen sie eng mit sozialen Einrichtungen wie der Nachbarschaftshilfe Tuntenhausen, dem VdK-Ortsverband Schönau-Tuntenhausen, mit kirchlichen Einrichtungen und den ortsansässigen Vereinen zusammenarbeiten. Zu ihren Plänen gehört auch die ein gemeindlicher Wegweisers, der erklärt, was wo in der Gemeinde zu finden ist.

Seniorentaxi wird gebraucht

Ein wichtiger Aspekt, so betonen alle Vier, sei die Mobilität im Alter. Deshalb gehört ein Taxi für Senioren und behinderte Menschen zu ihren Zielen. „Das ist uns sehr wichtig und liegt uns ganz besonders am Herzen“, betont Korn. Natürlich stehen auch Veranstaltungen zu altersgerechten Themen oder die Ausrichtung von gemeindlichen Veranstaltungen wie Seniorennachmittagen auf dem Programm. Vorgesehen sind sobald es die Corona-Pandemie wieder erlaubt – weitere Seniorentreffen wie Senioren-Café, Spielenachmittage, Vorlesetage oder Aufklärungsabende.

Für ein selbstbestimmtes Leben im Alter

„Mit diesen Aktivitäten wollen wir den älteren Mitbürgern ein selbstbestimmtes Leben – ganz egal ob mit oder ohne Handicap – und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde ermöglichen“, erklärte Zimmert.

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Mit Petra Kraft fand sich unter den Vieren auch eine Rollstuhlfahrerin. „Ich sehe auf meiner Höhe alle Einschränkungen ganz besonders genau und betrachte die Dinge aus einer anderen Sicht“, erklärt Kraft.

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Ab dem kommenden Jahr soll an jedem ersten Donnerstag im Monat, von 10 bis 11 Uhr, eine feste Sprechstunde in der Gemeinde installiert werden – sofern Corona es zulässt. „Sprechen Sie uns an, wir bemühen uns, Antworten und Lösungen auf alle Fragen zu finden“, betont Zimmert und ergänzt: „Diskretion ist Ehrensache.“ Die Senioren- und Behindertenbeauftragten sind telefonisch täglich von 9 bis 11 Uhr unter 0 80 67/14 87 (Juliane Korn) erreichbar.

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