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Mobilfunk ja - aber Strahlung minimieren

Zur Weiterbearbeitung durch Gemeinderat und Bürger will der Agenda21-Arbeitskreis im Umweltausschuss am 19. März einen Leitbild-entwurf "Nachhaltige Kommunikationstechnologien" vorlegen.

Feldkirchen-Westerham - Nach "demokratischer Verfeinerung" soll dies auch der Rahmen sein, um das geplante "Mobilfunkvorsorgekonzept" im Flächennutzungsplan zu konkretisieren. Zentrale Idee ist die Minimierung der Mobilfunkstrahlung - auch deutlich unterhalb der Grenzwerte.

Dies entspreche dem Vorsorgeprinzip, für das eine zunehmende Anzahl wissenschaftlicher Studien über die biologischen Wirkungen sowie Resolutionen renommierter Gremien (Europarat, WHO, Wiener Ärztekammer etc.) sprächen. Der vom Flächennutzungsplan angestrebten "Vorsorge gegenüber der zunehmenden Belastung durch elektromagnetische Strahlung" könne nach den jüngsten Ergebnissen vor allem in drei Bereichen zugearbeitet werden.

Ein Standbein sei die Netzstruktur: Hier gelte eine Trennung von Innen- und Außenversorgung. Das heißt, dass große Außensender für den Mobilfunk in der Regel nicht mehr in Wohngebieten stehen und nicht mehr in die Wohnungen hinein strahlen würden.

Der von Juristen diskutierte "Schutz der Wohnung" sei mit vernünftigem Aufwand auch in Bezug auf Mikrowellenstrahlung möglich. Ziel: Datenversorgung von Immobilien über Kabel ("Breitband über Glasfaser"). Innenräume können privat mit geringem Aufwand und geringer Strahlung durch Mikrozellen versorgt werden, die nicht mehr (wie die heute üblichen WLAN-Router) in die Nachbarzimmer strahlen.

Außerdem wurde das Nutzerverhalten angesprochen: Auch hier lägen Senkungspotenziale über dem Faktor 1000. Hierüber gelte es aufzuklären mit dem Ziel, "Problembewusstsein und Rücksichtnahme" - mit besonderem Schutz für Kinder und Schwangere - zu erreichen. Tipps: In Gebäuden Kabelverbindungen bevorzugen. Bewusster Einsatz von Smartphone und Co., beispielsweise Beachtung der "zehn medizinischen Handy-regeln der Wiener Ärztekammer" sowie mindestens Hinweise für öffentliche Gebäude, (Schul-)Bus und Bahn.

Dritter Faktor bei der Versammlung war die Medienmündigkeit. Die weitgehend unbekannten Nebenwirkungen der digitalisierten Kommunikation, etwa Suchtpotentiale und die Auflösung der Privatsphäre würden derzeit noch nicht ausreichend beachtet.

Die Erziehung zur Medienmündigkeit umfasse weitaus mehr als Medienbedienkompetenz. Auch ein kritisches Bewusstsein gegenüber der Abhängigkeit von Monopolstrukturen könne dazu führen, dass vor allem Kinder- und Jugendliche wieder öfter entspannt "abschalten" - ohne die Angst, etwas zu verpassen.

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