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Verkehrssicherheitstag an der Berufsschule

Mit Rauschbrille durch den Aiblinger Parcours

Auf dem Kettcar mit der „Rauschbrille“ durch den Parcours.
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Auf dem Kettcar mit der „Rauschbrille“ durch den Parcours.
  • VonJohann Baumann
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Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die Berufsschule Bad Aibling einen Verkehrssicherheitstag – heuer erstmals mit „großer Ausrüstung“.

Bad Aibling – Gestaltet wurde das „Trainingslager“ mit Unterstützung durch die Stadt Bad Aibling von der Verkehrswacht Bayern und der Polizei-Inspektion Bad Aibling mit Informationen, Instruktionen und Simulationen.

„Wir müssen jedes Jahr aus dem Kreis unserer rund 1300 Schüler ein bis zwei Verkehrstote beklagen und haben daher diese Veranstaltung ins Leben gerufen, die wir künftig fest etablieren wollen“, erklärte Oberstudiendirektor Jürgen Ersing.

Verkehrstote an der Schule

Am Verkehrssicherheitstag nahmen über 200 Schüler teil, davon eine große Zahl von Fahranfängern. Insgesamt sechs verschiedene Teststationen waren aufgebaut, die alle Zuspruch fanden. So konnte man als Insasse eines auf Schienen montierten Pkw mit einer Geschwindigkeit von zwölf Kilometern die Stunde bei einem Auffahrunfall „live“ erleben, welche Energien durch den Aufprall freigesetzt werden.

Die Auswirkung von Alkohol- und Drogenkonsum konnten durch das Aufsetzen einer Brille nachempfunden werden. Dabei steuerten die Teilnehmer ein Kettcar durch einen Parcours, mussten zu Fuß eine vorgegebene Gehstrecke passieren und unter „erschwerten Gleichgewichtsbedingungen“ einen Gegenstand vom Boden aufheben.

Florian Dietz, stellvertretender Berufsschulleiter Studiendirektor, im Überschlagsimulator. Baumann

Tests des Reaktionsvermögens

Auf dem Programm standen außerdem Tests des Reaktionsvermögens und des Bremsweges, wozu jeweils auf Monitoren entsprechende Verkehrssituationen eingespielt wurden. Großen Anklang fand auch der Überschlagsimulator. Dazu stiegen die Testpersonen als Fahrer oder Beifahrer in einen auf einem Anhänger befindlichen Serien-Pkw, der sich dann um die eigene Achse drehte und die Insassen somit mit dem Kopf nach unten beförderte.

Unbeschadet aus dem Sicherheitsgurt

In dieser Position ging es darum, sich unbeschadet aus dem Sicherheitsgurt zu befreien. „Füße kräftig gegen das Armaturenbrett stemmen, Gesäß fest in den Sitz drücken und einen Arm über den Kopf legen, um den Abstand zum Dach zu verringern“, lauteten die Anweisungen des Moderators Franz Dobesch. Mit diesem Vorgehen wird verhindert, dass man sich beim Öffnen des Gurts durch einen zu heftigen Aufprall des Kopfes gegen das Autodach schwere Verletzungen zuzieht.

So befreit man sich selbst

Auch Bürgermeister Stephan Schlier beteiligte sich an dieser „Kopf über“-Übung. Abgerundet wurde das Programm durch einen Vortrag des Präsidenten der Verkehrswacht Bayern Peter Starnecker. Der frühere Polizeibeamte schilderte die Gefahrenquellen und nannte „nichtangepasste Geschwindigkeit“ als Nr. 1 der Ursachen schwerer Verkehrsunfälle. Ferner erläuterte er auch das Ingangsetzen und Funktionieren der Rettungskette und gab Tipps zur Handyortung und zur Notfall-App der Integrierten Leitstelle (ILS). „Das ist eine großartige Veranstaltung für die Berufsschüler.

Sie sind in einem Alter, in dem sie schon den Führerschein haben, aber noch am Anfang ihrer Fahrerlaufbahn stehen“, so Schlier. Und weiter: „Wenn man mit diesem Sicherheitstag auch nur einen schweren Unfall verhindern kann, hat sich die Veranstaltung schon ausgezahlt“.

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