„Mit Leib und Seele für die Bürger eingesetzt“

Josef Glaser

Hinter mir liegen nun 30 Jahre kommunalpolitischer Tätigkeit als Stadtrat in Bad Aibling, davon die ersten fünf Jahre als parteifreier, dann 25 Jahre als SPD-Stadtrat.

Herr Glaser, nach so langer Zeit in der Kommunalpolitik: Fällt der Abschied schwer?

Ich engagierte mich im Bauausschuss mit vielen Vor-Ort-Besichtigungen, im Werkausschuss, Sozialausschuss und im Kurhaus- Baumaßnahmenausschuss. Ferner bekleidete ich das Amt des Referenten für Hilfsdienste und war im Aufsichtsrat der GWBA tätig. Diese Ämter führte ich zusätzlich zu meinem Beruf als Justizbeamter und meinem Ehrenamt als Kommandant der Feuerwehr Bad Aibling und Kreisbrandinspektor des Landkreises Rosenheim aus. Natürlich fällt der Abschied nach dieser langen Zeit kommunalpolitischer Tätigkeit schwer, aber letztendlich habe ich so viel Positives geleistet und erreicht, dass ich dieses Kapitel mit großer Zufriedenheit abschließen kann.

Was waren aus Ihrer Sicht die prägendsten Momente oder Entscheidungen in diesen Jahrzehnten?

Die prägendsten Momente aus meiner Sicht beziehen sich auf die Kurhaus-Baumaßnahme, die Südumgehung, den Rathaus-Neubau mit Umgestaltung des Marienplatzes und die Thermalwasserbohrungen mit Thermenbau.

Was hat Sie dazu bewogen, das Amt so lange auszuüben?

In dieser langen Zeit meiner Amtsausübung habe ich mich mit Leib und Seele für die Belange der Bad Aiblinger Bürgerinnen und Bürger sowie der örtlichen Vereine eingesetzt und war für alle Herausforderungen und Fragen offen. So konnte ich viel bewirken und habe dadurch viel Anerkennung erfahren.

Was hat sich in der kommunalpolitischen Arbeit in dieser Zeit alles geändert?

In diesen 30 Jahren hat sich in der kommunalpolitischer Arbeit einiges geändert, vor allen Dingen die Umstellung von Sitzungseinladungen und Beschlussvorlagen auf digital. Früher wurden diese Unterlagen mit der Post zugestellt. Auch der Datenschutz verlangt jetzt mehr Aufmerksamkeit.

Was können Sie den neu im Bad Aiblinger Stadtrat vertretenen Mitgliedern aus Ihren Erfahrungen heraus für eine erfolgreiche Arbeit in den Gremien mit auf den Weg geben?

Den neu im Stadtrat vertretenen Mitgliedern wünsche ich eine erfolgreiche Arbeit im Gremium. Hier wären mehr Miteinander, weniger ich, sondern mehr wir, weniger Egoismus und mehr Ehrlichkeit für eine noch bessere Zusammenarbeit der Parteien von großem Vorteil. Interview Eva Lagler

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