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Hochwasserschutz an Berghamer Bächen kurz vor Vollendung

Millionen-Projekt für mehr Sicherheit: Altenheim an Blumenstraße muss keine Überflutung mehr befürchten

Die aufwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen an den Berghamer Bächen stehen nach gut zwölf Monaten Bauzeit nun kurz vor dem Abschluss.
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Die aufwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen an den Berghamer Bächen stehen nach gut zwölf Monaten Bauzeit nun kurz vor dem Abschluss.

Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu Überflutungen von Wohn- und Geschäftsgebäuden an der Blumenstraße in Bruckmühl. Jetzt ist damit Schluss. Wie außergewöhnliche Wassermassen der Berghamer Bäche gebändigt werden sollen.

Bruckmühl – Mit einem Gesamtvolumen von knapp zwei Millionen Euro gehen die aufwendigen und umfassenden Hochwasserschutzmaßnahmen an den Berghamer Bächen nach gut zwölf Monaten Bauzeit nun auf die Zielgerade. Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Bruckmühler Marktgemeinderates wurde das Plenum über den aktuellen Stand der Hochwasserschutzmaßnahmen an den Berghamer Bächen informiert.

Nach Information von Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) stehen nur noch Restarbeiten auf der Agenda. Aufgrund von Unvorhersehbarkeiten ist damit aber auch eine Kostenmehrung von zirka 105 462 Euro verbunden, was die Ratsmitglieder billigend zur Kenntnis nahmen.

Rückblick: In der Februar-Sitzung 2021 hatte der Bruckmühler Gemeinderat die Arbeiten in Höhe von insgesamt 1,85 Millionen Euro an die Firma Porr aus Saaldorf-Surheim vergeben. Mit der Umsetzung der Maßnahme wurde im März des vergangenen Jahres begonnen. Die beiden Hochwasserrückhaltebecken und die Uferverbauung an der Blumenstraße sind bereits fertiggestellt und voll funktionsfähig. Lediglich die Rekultivierungsarbeiten (Humusarbeiten) stehen noch aus. Die Bauabnahme ist für Ende April geplant.

Friedlich sollen die Bäche ins Tal fließen – gebändigt werden sie jetzt von zwei Hochwasserrückhaltebecken.

Im Laufe der Maßnahme hat sich nach Angaben des Bürgermeisters gezeigt, dass weitere Arbeiten erforderlich sind, deren voraussichtliche Kosten sich auf 105 462 Euro belaufen. Es gab nach seinen Erläuterungen erheblichen Mehraufwand für die Wegebaumaßnahmen. Zufahrten, Dammkronen- und Räumungswege mussten stabilisiert werden.

Ungünstige Bodenverhältnisse und andauernde schlechte Witterung hätten die Ergänzungen notwendig gemacht. Damit sei ein Mehraufwand an Material verbunden gewesen, was sich ebenfalls in den Kosten niederschlage. Nach Vollendung der Maßnahme wird der Marktgemeinderat über die tatsächliche Kostenmehrung informiert. Bis dahin nahm das Gremium in jüngster Sitzung diese Information einhellig und billigend zur Kenntnis.

Welche Bereiche nun vor Überflutungen geschützt sein sollten

• Der Berghamer Bach befindet sich westlich der Blumenstraße in Bruckmühl. Sein Einzugsgebiet wird durch zwei Bachläufe entwässert: den nördlichen Ast des Haschbergbaches und den südlichen Ast des Mühlbergbaches. Im Bereich der Blumenstraße münden beide Äste des Berghamer Baches in eine Bachverrohrung, die in den Triftbach führt.

• Die beiden Bachläufe wiesen am westlichen Ortsrand von Bruckmühl eine sehr geringe Abflusskapazität auf, wodurch es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Überflutungen im verbauten Gebiet von Bruckmühl kam.

• Im Überflutungsgebiet befinden sich Wohn- und Geschäftsgebäude, jetzt auch das Alten- und Pflegewohnheim „Blumenwinkl“, eine Schule, ein Fachmarktzentrum und ein ortsansässiges Unternehmen für Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel. Zu ihrem Schutz wurden nun umfassende Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt.

• Am Haschbergbach wurde auf einer Fläche von 16 300 Quadratmetern ein Hochwasserrückhaltebecken mit einem Einstauvolumen von 17 800 Kubikmetern errichtet. Am Mühlbergbach wurde in einem Bereich von 4300 Quadratmetern ein Hochwasserrückhaltebecken mit einem Einstauvolumen von 7300 Kubikmetern gebaut. In der Blumenstraße entstand eine Hochwasserschutzmauer.

Torsten Neuwirth

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