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Garderobe und Chor suchen Verstärkung

Michaela Reinel ist seit 32 Jahren die gute Seele der Oper Schloss Maxlrain

Michaela Reinel ist seit 32 Jahren die Garderobiere der Oper Maxlrain. Jetzt sucht sie eine Nachfolgerin.
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Michaela Reinel ist seit 32 Jahren die Garderobiere der Oper Maxlrain. Jetzt sucht sie eine Nachfolgerin.
  • VonUte Bößwetter
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Wie eine Garderobiere hinter den Kulissen wirkt und welche Talente sie braucht, weiß Michaela Reinel ganz genau. Sie ist seit 32 Jahren die gute Seele der Oper Schloss Maxlrain. Mit 76 Jahren möchte sie nun kürzertreten und sucht deshalb eine Nachfolgerin.

Maxlrain – Seit 32 Jahren arbeitet Michaela Reinel (76), geboren und aufgewachsen in Graz, bei der Oper Schloss Maxlrain und im Verein Opernbühne Bad Aibling mit. Im Interview mit dem Mangfall-Boten berichtet sie, wie ihre Leidenschaft für die Oper und das Interesse an farbigen Stoffen und Kostümen schon im Kindesalter geweckt wurden.

Sie kennen jede Oper, die jemals für eine Aufführung in der Reithalle von Schloss Maxlrain ins Auge gefasst wurde. Wie kommt das?

Michaela Reinel: Meine Eltern und meine Tante haben mich seit meinem fünften Lebensjahr mit zu Opernaufführungen genommen. Ich hatte einen Stammplatz im Opernhaus, allerdings nicht auf einem Stuhl, sondern auf der obersten Treppe des Balkons mit drei untergeschobenen Kissen. Mehr als die Musik haben mich in den ersten Jahren die prächtigen Kostüme und farbigen Stoffe interessiert.

Das hat Sie inspiriert?

Michaela Reinel: Ich habe zu Hause bunte Stoffreste gesammelt und für meine Puppen, die mich sonst nicht sonderlich interessierten, Gewänder genäht. Jahre später habe ich an der Kunstschule Graz Bühnenbild und Gewandkunde studiert. Aber die entsprechenden Berufe waren damals noch reine Männerdomänen. So habe ich schließlich der Kunst den Rücken gekehrt und einen anderen Beruf ergriffen.

Die Oper Schloss Maxlrain hat Ihnen die Möglichkeit geboten, neben Ihrer Berufstätigkeit Ihre Jugendträume doch noch zu verwirklichen. Wie kam es dazu?

Michaela Reinel: Eine gute Bekannte führte in Kolbermoor einen Kostümverleih. Als sie mein großes Interesse an diesem Metier erkannte, lud sie mich ein, mit ihr zusammen die Verantwortlichen der jährlichen Aufführungen in der Reithalle des Schlosses Maxlrain in Kostümfragen zu beraten und entsprechende Gewänder zur Verfügung zu stellen. Das war 1990 – also vor 32 Jahren. Später haben wir zu einem Kostümverleih nach München gewechselt. In den folgenden Jahren hat mich Vereins- und Vorstandsmitglied Werner Böhm bei der Auswahl und beim Transport der Gewänder unterstützt. Manchmal möchte auch der jeweilige Regisseur die Überlegungen mittragen, oft aber lassen die Regisseure uns freie Hand bei der Auswahl.

Sie denken nun daran, sich nach so vielen Jahren zurückzuziehen, wollen vorher aber gern eine Nachfolgerin einarbeiten. Was sollte sie Ihrer Meinung nach mitbringen?

Michaela Reinel: Wichtig wären Interesse am Operngeschehen, Freude am Umgang mit Menschen, Grundkenntnisse im Nähen, um kleinere Reparaturen durchführen zu können, also beispielsweise Knöpfe annähen oder kleine Risse flicken. Eine Ausbildung auf diesen Gebieten ist nicht notwendig.

Welche Aufgaben hat eine Garderobiere an der Oper Maxlrain?

Michaela Reinel: Sie hilft den Solisten dabei, ihre Gewänder anzulegen, sorgt für das ordentliche Aufhängen der Kostüme und behebt gegebenenfalls kleine Pannen. Das bedeutet also eine intensive Zusammenarbeit mit den Solisten, die diese Hilfe sehr wertschätzen.

Aufführungen und Kartenreservierungen

• Die Oper Schloss Maxlrain braucht Unterstützung im Umgang mit den Kostümen uns sucht Helfer. Wer dabei sein möchte, melde sich bitte unter der Telefonnummer 0 80 31/46 35 72.

• Auch der Chor der Oper Maxlrain könnte noch weibliche und männliche Stimmen zur Verstärkung brauchen. Wer also gern einmal auf der Bühne stehen möchte, kann sich bei der Chororganisation unter Telefon 0 80 62/80 90 55 melden.

• In diesem Jahr stehen sieben Aufführungen der komischen Oper von Albert Lortzing „Der Wildschütz“ stehen in diesem Jahr auf dem Programm. Mit heiterer Musik und einer Handlung, die auf Verstellung und Rollenspiel basiert, besticht das Werk durch seine kunstvollen Kompositionen.

• Die Aufführungstermine sind Sonntag, 12. Juni, 18 Uhr, (Premiere); Mittwoch, 15. Juni, 19.30 Uhr; Freitag, 17. Juni, 19.30 Uhr; Sonntag, 19. Juni, 18 Uhr; Mittwoch, 22. Juni, 19.30 Uhr; Samstag, 25. Juni, 19.30 Uhr; Sonntag, 26. Juni, 18 Uhr.

• Der Kartenvorverkauf hat schon begonnen. Unter der Telefonnummer 0 80 62/ 8 07 09 34 (mit Anrufbeantworter) können jeweils von Montag bis Freitag, von 10 bis 17 Uhr, Karten reserviert werden. Karten können aber auch unter der E-Mail-Adresse tickets@oper-maxlrain.de oder auf der Homepage unter www.oper-maxlrain.de reserviert werden.

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