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„Glaube ist die Quelle des Lebens“

Ein Praktikum beim lieben Gott? Michael Pientka aus Bruckmühl will Pastoralreferent werden

Michael Pientka ergreift als junger Theologe den spannenden Seelsorge-Beruf. Derzeit absolviert er im Pfarrverband Brückmühl-Vagen-Heufeld seinen Pastoralkurs.
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Michael Pientka ergreift als junger Theologe den spannenden Seelsorge-Beruf. Derzeit absolviert er im Pfarrverband Brückmühl-Vagen-Heufeld seinen Pastoralkurs.
  • VonJohann Baumann
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Ein neues Gesicht ist ins Seelsorger-Team der Pfarrverbände Bruckmühl-Vagen-Heufeld gekommen: Michael Pientka absolviert im örtlichen Kirchenverbund seinen Pastoralkurs auf dem Weg zum Pastoralreferenten. Teil des Ausbildungsplans: Beerdigen und Predigen.

Bruckmühl – Der 30-jährige „kirchliche Neuzugang“ ist in München geboren und in Zorneding und Baldham aufgewachsen. Nach seinem Abitur am Gymnasium Vaterstetten machte er seinen Bachelor an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München und studierte Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität. Im August 2021 schloss er mit seiner Frau Eva den Bund der Ehe.

Seelsorge und Religionsunterricht

Das Aufgabengebiet des Pastoralassistenten während seiner dreijährigen Ausbildung zum Pastoralreferenten ist dreigeteilt. Ein Drittel ist der Fortbildung in verschiedenen Ausbildungseinrichtungen der Erzdiözese München-Freising gewidmet, die in unterschiedlichen Zeitmodellen erfolgt. Zum Ausbildungsplan zählen unter anderem das Predigen und Beerdigen.

Ein weiteres Drittel ist geprägt vom Religionsunterricht, den er einschließlich der erforderlichen Vorbereitung derzeit an der Grundschule in Nußdorf hält. Im letzten Drittel seiner Tätigkeit ist er in den genannten Pfarrverbänden im pastoralen Einsatz. Sie umfasst unter anderem Wortgottesdienste, Beerdigungen, Predigten schreiben und halten, Sakramentenvorbereitung für Erstkommunion und Firmung, aber auch Seelsorger-Gespräche.

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Zudem sucht er den Kontakt zum Senioren-Mittagstisch im Pfarrheim Herz Jesu und – als ehemaliger Messdiener und deren späterer Gruppenleiter – natürlich auch zu den Ministranten. Aus seiner eigenen Ministrantentätigkeit hat sich auch seine Liebe zur Liturgie entwickelt. „Sie ist für mich etwas ganz Besonderes“, bekennt er im Gespräch mit dem Mangfall-Boten und führt weiter aus: „Nach dem Abitur ist mir klar geworden, dass ich ein Berufsleben einschlagen möchte, das mit Glauben zu tun hat und bei dem ich mich für Gott einsetzen kann.“

Der Glaube sei für ihn die Quelle des Lebens. „Gott will uns lebendig haben, aber die Lebendigkeit hängt nicht von Äußerlichkeiten ab, sondern von einer inneren Kraft.“ Michael Pientka berichtet auch von seinem Freiwilligen Sozialen Jahr, das er in einem Münchener Hospiz verbracht habe. Dort habe er sich ein Jahr lang mit der Endlichkeit auseinandersetzen müssen – einschließlich der Konfrontation mit seiner eigenen Sterblichkeit.

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„In meinem pastoralen Einsatz im Pfarrverband Bruckmühl möchte ich Glaubenswege begleiten, weil jeder Mensch seinen individuellen Weg zu Gott und zum Glauben hat, und ich ihn dabei unterstützen darf“, nennt er als Schwerpunkt. Wichtig sei auch der Erfahrungsaustausch zwischen Gläubigen und Seelsorgern und zwischen den Gläubigen untereinander – nach dem Motto „den Glauben teilen“. Ausgleich zu seinem Dreifach-Einsatz findet Michael Pientka hoch oben in den Bergen: Er ist leidenschaftlicher Bergwanderer und Kletterer. Vielleicht denkt er dabei auch an den Choraltext „Näher mein Gott zu Dir“, wenn er einen Gipfel erklommen hat.

Influencer und Prophet in der Krise

Sehr positiv über das Wirken von Michael Pientka äußert sich sein „Ausbildungsbetreuer“, Pastoralreferent Markus Brunnhuber: „Ich freue mich sehr, dass mit Michael Pientka ein junger, kompetenter Theologe diesen spannenden und wichtigen Seelsorge-Beruf ergreift. Sein großes Interesse, sein Engagement und sein Mut für die Praxis – ungewöhnlich früh übernahm er beispielsweise Gottesdienstfeiern – zeugen davon, dass er ist und noch mehr wird, was der Berufsverband der Pastoralreferenten kürzlich auf seiner Jubiläumstagung thematisierte: Influencer, Prophet in der Krise zu sein und somit für Gesellschaft und Kirche systemrelevante Beiträge zu leisten.“

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