Mensch mehrfach stilistisch variiert

Bad Feilnbach - Drei Preise innerhalb von sieben Monaten - die Erfolgsbilanz von Thomas und Martin -Poschauko aus Au lässt sich sehen.

Jüngst wurde ihre Arbeit «Neamachina» mit dem -Joseph Binder Award», dem offiziellen österreichischen Designpreis, ausgezeichnet.

Rund 500 Designer aus zwölf Ländern hatten in Österreich Arbeiten eingereicht. Daraus wählte eine international besetzte Jury Poschaukos Arbeit «Neamachina» aus und prämierte sie mit einer von fünf Goldmedaillen.

Das Buchprojekt «Neamachina» (griech. für «die neue Maschine») ist ein Kreativexperiment der Auer Zwillingsbrüder, deren Ziel es war, möglichst viele und unterschiedliche Varianten und Ideen innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes von vier Monaten zu erschaffen.

Dabei werden den 27-Jährigen zufolge zwei festgelegte Elemente (Portrait eines Menschen und der Titel «Neamachina») auf unterschiedlichste Arten stilistisch variiert und miteinander kombiniert. So entstand eine «unendliche» Variation mit über 1000 Einzelarbeiten. So gibt es neben einem Theoriebuch zwei Experimentalbücher. Darin wurde unter anderem ein Porträt mehrfach bearbeitet und in den unterschiedlichsten Farben und in den verschiedensten Gestaltungsformen - verzerrt, skizziert und neu zusammengesetzt.

Ihr prämiertes Buch «Neamachina» wird im Laufe des Jahres im Buchhandel erhältlich sein. Mit ihrer Diplomarbeit «Neamachina» haben die Poschaukos 2007 in Würzburg-Schweinfurt ihr Kommunikationsdesign abgeschlossen. «Wir sind freiberufliche Gestalter und arbeiten seit 2001 für unterschiedliche Projekte Musik, Kultur, Wirtschaft und Soziales in den Bereichen Illustration, Grafikdesign und Corporate Design», so Martin Poschauko. In Au beziehen Thomas und Martin Poschauko nun ihr neues Atelier, das historische Auer Dorfkino, das sie vergangenes Jahr renoviert haben.

Zudem seien sie als freie Künstler tätig (Zeichnung, Malerei, Druckgrafik). Diese Doppelidentität «Designer und Künstler» ist eigenen Angaben zufolge für die beiden eine wichtige Konstellation.

«Alle drei Preise, die wir bekommen haben, waren für Neamachina», erklärte Martin Poschauko nicht ohne Stolz. Im Juli wurde den Brüdern der «Lucky Strike Junior Designer Award» verliehen, der zu den weltweit wichtigsten Auszeichnungen für Studenten zählt.

Im Oktober erhielten die Poschaukos dann den «Bayerischen Staatspreis» - einer der begehrtesten Preise deutschlandweit. Und vor kurzem den «Joseph Binder Award». «Er ist der wichtigste und offizielle österreichische Designpreis für Profis» (kein Nachwuchswettbewerb).

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