Vorsichtiger Start nach Corona-Beschränkungen für Maxlrainer Kultursommer geplant

Das Mariensingen 2019 in Weihenlinden mit den Brucker Sängern: Diese Veranstaltung zählt zu den Klassikern des Jahresprogrammes. Heuer sollte erstmals mit Nachwuchskünster auch das jüngere Publikum angesprochen werden.
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Das Mariensingen 2019 in Weihenlinden mit den Brucker Sängern: Diese Veranstaltung zählt zu den Klassikern des Jahresprogrammes. Heuer sollte erstmals mit Nachwuchskünster auch das jüngere Publikum angesprochen werden.
  • vonWerner Stache
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Langsam keimt die Hoffnung, dass es doch noch etwas werden könnte mit dem Maxlrainer Kultursommer – trotz Corona. Für Ende Juni plant der Kulturförderverein Mangfalltal nun einen Jazz-Frühschoppen mit maximal 100 Gästen im Freien.

Maxlrain – Seit 21 Jahren fördert der Kulturförderverein Mangfalltal in Maxlrain die heimische Kultur im Mangfalltal mit einer Mischung aus unterschiedlichsten Veranstaltungen. Heuer machte Corona den Veranstaltern allerdings einen Strich durch die Rechnung – zumindest bisher.

Seit Herbst ist der Tuntenhausener Bürgermeister Georg Weigl der Vorsitzende des Vereins. Er trat damit die Nachfolge von Sepp Ranner, Landtagsabgeordneter a.D. an, der den Verein seit der Gründung geleitet hatte. Mit Ranner verabschiedete sich auch der künstlerische Leiter Hannes Rott. Sein Nachfolger wurde Hubert Dobl aus Beyharting.

Klassiker und neue Veranstaltungen im Visier

Beide, Weigl und Dobl, hatten sich viel Gedanken über ihr erstes Jahresprogramm gemacht. Neben den „Klassikern“ wie dem Mariensingen, dem Jazzfrühschoppen oder dem Morgentanzl, wollten sie auch neue Veranstaltungen auf den Weg bringen.

Zum Beispiel Veranstaltungen mit Nachwuchskünstlern und Talenten „open stage“ oder auch das „Maxlrainer Brettl“. Mit Letzterem wolle man insbesondere jüngeres Publikum ansprechen und jungen Künstler aus dem Mangfalltal eine Plattform bieten. „Das wäre sicherlich ein Novum gewesen“, meinte Weigl. Corona allerdings änderte alles.

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So stieg Weigl praktisch als Corona-Krisenmanager in den Verein ein. „Klar ist es schlimm, dass wir anfangs alles absagen mussten“, meinte er. Sein Optimismus ist aber groß, sodass er zumindest einen Teil des Programmes noch umzusetzen gedenkt. So wie jetzt am 28. Juni, den Jazz Frühschoppen LifveChords „New Orleans“ im Biergarten des Landgasthofes Stahuber in Thal. 

Das sind die Voraussetzungen in Maxlrain

„Wir machen es, so gut es mit den Hygienevorschriften geht.“ Das heißt: Maximal 100 Personen, nur bei schönem Wetter und nur im Freien, keine Tageskasse, keine freie Platzwahl, die Besucher werden vom Ordnungspersonal eingewiesen. Bei der Bewirtung müssen sich die Gäste Speisen und Getränke selber holen. Eintrittskarten gibt es nur per E-Mail an kultur@maxlrain.de und per Überweisung.

Wertschätzung auch seitens der Sponsoren

Sollte die Veranstaltung nicht stattfinden, wird der Eintrittspreis zurückerstattet. „Unsere Leute hier verhalten sich vernünftig“, so Weigl und hofft auf eine ausverkaufte Premierenveranstaltung. Positiv stimmen ihn aber auch die bisherigen Reaktionen der Sponsoren. Er lobt deren Wort und deren Taten. „Das ist auch eine Wertschätzung uns gegenüber.“

Maxlrain für Kinder

Nach dieser Premiere visieren die Maxlrainer am 11. Juli ein Kinderprogramm – eine weitere Freiluftveranstaltung ¨an: „Wurliz der kleine Troll im Sonnenschein“ soll um 14.30 Uhr am Wäldchen am Schloss Maxlrain statt. „Bei diesem Trollkonzert wird es sicher munter drunter und drüber gehen“, so Theresa Englhart, Beisitzerin im Verein. Für die Kinder gibt es dabei viel zu tun. Sie dürfen bei der Aufführung mitsingen, hüpfen, tanzen und über Baumstämme springen.

Sofern es die Corona-Lage im bevorstehenden Sommer zulässt, könnten dann im August und September noch einige weitere Konzerte folgen.

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