Maxlrain: Josephine Baker und ihr Leben auf der Bühne in der Reithalle

Die „Lifvechords“ blätterten mit ihrer Show im wechselhaft-bunten Leben von Josephine Baker.
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Die „Lifvechords“ blätterten mit ihrer Show im wechselhaft-bunten Leben von Josephine Baker.

Schon im vergangenen Jahr begeisterten die „LifveChords“ mit ihrer „Josephine-Baker-Biografie“ bei mehreren Auftritten ihr Publikum – unter anderem auch in Maxlrain. Dorthin kehrten sie jetzt nochmals für eine Benefizveranstaltung zu Gunsten des Rosenheimer „Malteser-Hilfsdienstes“ zurück.

Von Johann Baumann

Maxlrain – In der nach Corona-Gesichtspunkten voll besetzten Reithalle hieß der deutsche Malteser-Präsident Dr. Erich Prinz von Lobkowicz die Besucher (unter anderem aus Politik und Wirtschaft) willkommen und wies auf das Malteser-Projekt „Junior Demenzbegleiter“ in die Tagesstätte „Café Malta“ hin.

Danach spannte der „Hausherr“ einen überraschenden Bogen zwischen Josephine-Baker und Schloss Maxlrain: Graf Max aus dem Adelsgeschlecht von Arco-Zinneberg, den früheren Schlossherren, hatte in den 30er-Jahren in Paris ein Techtelmechtel mit der berühmten Sängerin. Ihr Leben machten die „LifveChords“ mit ihrem beeindruckenden Programm wieder lebendig.

Dialog im imaginären Interview

In einem imaginären Interview befragte Rayka Emmé, die Sängerin der Band, Josephine Baker zu deren wichtigen Lebens- und Karriere-Stationen. Dazu zählten die schwierige Kindheit, die Rassendiskriminierung in ihrer amerikanischen Heimat, ihr Aufstieg zum Weltstar in Paris, ihre Mitwirkung in der französischen Widerstandsbewegung „Résistance“ im Zweiten Weltkrieg und ihre zwölf adoptierten Kinder.

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Eingebettet war die bunte Lebensgeschichte in ein anspruchsvolles Musikprogramm. Rayka Emmé sang dabei neben den seinerzeit eigens für Josephine Baker komponierten Titeln „Bye bye Blackbird“ und „J’ai deux amours“ auch mehrere Jazzklassiker wie „St. Louis Blues“, „Sweet Georgia Brown“ und „Basin Street Blues“, französische „Chanson-Hits“ wie „Les Feuilles Mortes“, „C’est si bon“ und „Aux Champs Elysées“ sowie Eigenkompositionen wie „The spirit of Josephine Baker“.

Bühnengeschehen in gedämpftem Nachtclub-Licht

Die Sängerin überzeuge mit ihrer ausdrucksstark-geschmeidigen Stimme ebenso wie die „Instrumentalisten“ Klaus Stigloher (Bandleader/Kontrabass), Guiseppe Watzlawik (Percussion, Saxofon), Fritz Stimmer (Piano) und Michael Lackner (Gitarre und Ukulele). Illustriert wurde das in gedämpftes Nachtclub-Licht getauchte Bühnengeschehen durch Originaleinspielungen sowie Bilder, bei denen natürlich das legendäre „Bananenröckchen“ nicht fehlen durfte.

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Für den kräftigen Schlussbeifall bedankte sich die Band mit dem in jiddischer Originalsprache gesungenen Swing-Evergreen „Bei mir biste scheen“ als Zugabe. Vom Vorsitzenden des „Kulturfördervereins Mangfalltal in Maxlrain“ und Tuntenhausener Bürgermeister Georg Weigl gab es am Ende des gelungenen Konzertes einen Blumenstrauß für Rayka Emmé.

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