Handwerker- und Trachtenmarkt Maxlrain: Mit 50 Ausstellern darf es wieder losgehen

Die traditionelle Bearbeitung von Baumstämmen zeigt Zimmerer Franz Neuner in Maxlrain.
  • vonKathrin Gerlach
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Zum 18. Mal findet am 4. und 5. Juli in Maxlrain der Handwerker- und Trachtenmarkt statt. Etwa 50 Aussteller und Handwerker präsentieren Brauchtum und Tracht. Die Besucher werden an einer Zugangskontrolle registriert. 200 dürfen sich gleichzeitig auf dem Markt aufhalten.

Maxlrain – Endlich geht es wieder raus. Nach dem Jazzkonzert findet am Wochenende schon die nächste Veranstaltung in Maxlrain statt: der 18. Handwerker- und Trachtenmarkt.

Das freut nicht nur die Besucher, sondern vor allem die Aussteller. Sie erhalten nach der wochenlangen Corona-Auszeit nun wieder eine Plattform, um ihre Waren anzubieten und ihr historisches Handwerk zu präsentieren.

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Die Aussteller kommen aus Bayern und Österreich. Mit dabei sind Bürsten- und Messermacher sowie Horn- und Edelweißschnitzer. Neben geschmiedeten Messern wird es sogar Steinzeitmesser geben. Zudem präsentieren Kunsthandwerker und Töpfer ihre Objekte.

Feuertaufe für weitere Märkte

Im Zentrum der Veranstaltungsfläche demonstriert Zimmerer Franz Neuner, wie Baumstämme einst mit der Axt bearbeitet wurden.

Auf dem Trachtenmarkt dürfen natürlich auch die Trachtenschneider und -händler nicht fehlen, die Trachtenstoffe und -kleidung, Schmuck und Zubehör wie Hüte, Schuhe und Strümpfe sowie alte und neue Lederhosen anbieten.

Der Handwerker- und Trachtenmarkt wird zum zweiten Mal von Jens Höpke organisiert. Der Mittenwalder ist selbst Künstler und hat daher enge Kontakte zur Kunsthandwerkerszene. Trotzdem war der Maxlrainer Markt unter Corona-Bedingungen für ihn eine ganz besondere Herausforderung. „Erst vor anderthalb Wochen waren alle Genehmigungen erteilt und damit klar, dass der Markt tatsächlich stattfinden kann“, erklärt er.

Geschafft: Jens Höpke ist es gelungen, unter Corona-Bedingungen den 18. Handwerker- und Trachtenmarkt in Maxlrain auf die Beine zu stellen. Hier stellt er sich auch als Künstler vor. RE

Mund-Nasen-Schutz nicht vergessen

Nun dürfen 50 Aussteller auf dem Festgelände – im nördlichen Bereich der Brauerei in Richtung Beyharting – im Abstand von zwei Metern ihre Stände aufbauen. Sie müssen die ganze Zeit über eine Maske tragen. Der Eintritt der Besucher erfolgt über eine Zugangskontrolle. Hier werden sie registriert und gezählt, denn nur 200 dürfen sich gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten. „Vor den Ständen wird eine grüne Linie gezogen. Sobald die Besucher diese überschreiten und an den Stand treten, müssen auch sie einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen“, erläutert Höpke.

Gipfel erklimmen auch die Bronzeminiaturen des Kunstschmieds Höpke.

Maxlrain ist zugleich die Feuertaufe für weitere Märkte, die Höpke am Schliersee, Tegernsee und in Weyarn organisiert.

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Jens Höpke ist nicht nur Veranstalter, sondern auch Kunstschmied. Er formt Bronzeminiaturen und erweckt sie auf Stein zum Leben. „Ziel meiner Skulpturen ist es, eine Einheit aus Stein und Miniatur zu schaffen“, erklärt er. Der gelernte Versicherungskaufmann stammt aus Hamburg und entdeckte mit 23 Jahren sein künstlerisches Interesse. Auf Bali und in der Schweiz lernte er schließlich, aus einem Stück Schmiedebronze Figuren zu formen.

Höpke schafft „Leben in Bronze“

„Diese spezielle Bronze wird rotwarm – also bei 820 Grad Celsius – mit Zangen, Lotscheren und Hämmern geformt“, erläutert er. Die Steine, auf denen seine Miniaturen dann zum Leben erweckt werden, findet der passionierte Bergsteiger auf seinen Bergwanderungen.

Nach Maxlrain kommt Jens Höpke vor allem als Veranstalter. Einige seiner Skulpturen wird er am Wochenende präsentieren, für einen großen eigenen Stand fehlt dem Organisator in diesem Jahr allerdings die Zeit. Doch vielleicht gelingt es ihm 2021 – wenn die Vorbereitungen der Märkte hoffentlich wieder in normalen Bahnen laufen – sich auch ganz als Kunstschmied vorzustellen. Maxlrain zieht den Mittenwalder übrigens ganz besonders an: „Wegen der einzigartigen Verbindung aus Kultur, Natur und Gastlichkeit.“

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Der Maxlrainer Handwerker- und Trachtenmarkt findet am Samstag, 4. Juli, von 10 bis 20 Uhr, und am Sonntag, 5. Juli, von 10 bis 18 Uhr, statt. Der Eintritt ist frei. Die Bewirtung der Gäste übernimmt das "Bräustüberl". An der Brauerei und am Braustüberl sind ausreichend kostenlose Parkplätze vorhanden.

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