Ein Marterl für die gute Nachbarschaft

August Neureuther (rechts) dankt den Beyhartingern für ihre Mithilfe beim Bau des Marterls. Links Prinz und Prinzessin Lobkowicz. Stache

Beyharting – Ein Marterl für die guten nachbarschaftlichen Beziehungen wurde jetzt in Beyharting eingeweiht.

In Zeiten von Corona ein passendes Zeichen. „Wir haben seit Jahrzehnten eine gute nachbarschaftliche Beziehung“, meinte August Neureuther, der das Ganze zusammen mit Dionys Schweiger und Ferdinand Edfelder initiierte. Und damit meinte er den Zusammenhalt der Familien beim Grol, Leigam und Veicht aus Beyharting. „Einer stützt den anderen und das schon seit Jahrzehnten“, lobt Neureuther.

Am Kellerberg, am Ortsrand von Beyharting, auf dem Weg nach Sindlhausen, fand sich dazu ein wunderschöner Fleck inmitten grüner Wiesen und schattigem Wald. Dort erstellten die Nachbarn ihr Dankeswerk. Kein Feldkreuz, wie üblich, aus Holz, sondern mit drei unterschiedlichen Steinen und einem schlichten Kreuz aus Metall. Ein stabiles Bauwerk auf Jahrzehnte hinaus.

Alte Fotosund Sterbebilder

Alte Fotos und Sterbebilder der Familien erinnern dabei an die Menschen der Vergangenheit. Eine große selbst gebastelte Kerze erinnert an die Verstorbenen.

Mit einer kleinen Johanniandacht wurde das Marterl nun gebührend eingeweiht. Dazu kam auch der ehemalige Beyhartinger Pfarrer Ivan Dagelic nach vielen Jahren wieder einmal zurück in den Ort und freute sich, viele alte Bekannte wiederzusehen. Auch Prinz und Prinzessin von Lobkowicz waren unter den Gästen. Mit dem gerade in Corona-Zeiten besonders beziehungsreichen Lied „Wo zwei oder drei in meinen Namen versammelt sind“ begann die Andacht, die musikalisch von der Familie Schweiger und Maria Huber untermalt wurde.

„Nachbarn kann man sich nicht aussuchen, aber Nachbarn sind äußerst wichtig für die Lebensqualität“, betonte Neureuther. Pfarrer Dagelic erinnerte sich an die schöne Zeit in Beyharting vor nahezu 16 Jahren. „Ohne Kreuz geht es nicht im Leben“, sagte er und erinnerte an die Taufe unter dem Zeichen des Kreuzes. Junge Beyhartinger trugen die Fürbitten vor, bevor Dagelic das Marterl segnete. „Segne Du Maria“ tönte es in den Wald hinein, bevor die Glaubensgemeinschaft noch den „Engel des Herrn“ betete. Nach der kleinen Feier blieb, trotz Corona, noch ein wenig Raum für eine bayrische Brotzeit, natürlich in gebührendem Abstand und unter wolkenfreien weiß blauen Himmel.

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