Marathon in Ravenna abgesagt

Bruckmühl. – Als vor wenigen Stunden eine E-Mail mit einer italienischen Absender-Kennung auf dem privaten Laptop von Peter Jüstel aufploppte, trat das Befürchtete ein: Das Organisations-Komitee aus Ravenna musste jetzt aufgrund der Covid-19-Situation den Marathon am 8. November in Ravenna absagen.

„Auch, wenn du damit rechnest, zieht es dir dann doch bei der finalen Entscheidung die Beine weg“, zeigt sich der Spartenleiter der Leichtathleten des SV Bruckmühl zerknirscht. Der Bruckmühler wäre (wie berichtet) im italienischen Ravenna bei seinem 30. Marathon an den Start gegangen. „Ich bin vorbereitet, motiviert, Ravenna wäre mein Jubiläum-Marathonerlebnis geworden“, kämpft der 56-Jährige mit der Enttäuschung.

Auch wenn das Nein nach 617 Trainings-Kilometern in den Beinen ganz schön wehtut, zeigt der SVB-ler aber Verständnis für die getroffene Maßnahme. „Zu allererst geht es um die Gesundheit Aller, daran gibt es nichts zu rütteln“, betont Jüstel. Nach dem Motto „Jetzt erst recht“ legt sich Jüstel nun aber nicht zum Wehklagen auf die Couch, sondern greift vielmehr an. So soll die Grundlagenausdauer erhalten bleiben, dazu will er schon heute Abend die Sportschuhe wieder schnüren und auf die Asphalt-Piste gehen. Auch wenn das derzeitige Training irgendwie „ziellos“, zeigt sichJüstel optimistisch: „Irgendwann trete ich zu meinem 30. Marathon an, da bin ich mir ganz sicher.“ tn

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