„Mangel an Fachkräften“

Der Bauhofin Feldolling soll heuer fertig werden. merk

Feldkirchen-Westerham – Der neue Bauhof in Feldolling kommt im bevorstehenden Endspurt zügig voran.

Auch der Bauausschuss legt bei der Vergabe der noch anstehenden Arbeiten ein flottes Tempo hin. In zehn Minuten wurden Maler-, Verputz- und Metallbauarbeiten vergeben. Auftragsvolumen ist rund 250 000 Euro.

Der Grund der Eile: beispielsweise bei den Außenputzarbeiten. Elf Firmen wurden gebeten, ein Angebot abzugeben, zwei sind dieser Bitte nachgekommen. Nach Prüfung und Wertung durch die Bauverwaltung wurde der Auftrag vom Bauausschuss an eine Rosenheimer Firma zur Angebotssumme von 94 528 Euro vergeben. Der zweite Bieter hätte 109 684 Euro in Rechnung gestellt. Eine Kostenberechnung lag für dieses Gewerk nicht vor. Die Begründung: Umplanung und Verzicht auf kostenträchtige Holzverkleidung.

Fast ähnlich war die Ausgangslage bei der Vergabe der Metallbauarbeiten, der Trennwände und dergleichen. Die beschränkte Ausschreibung, die acht Firmen, die um ein Angebot gebeten wurden und nur ein erhaltenes Angebot. Den Auftrag erhielt, auch mangels Alternativen, eine Firma aus dem Landkreis Erding. Die Angebotssumme von 135 900 Euro gegenüber der Kostenberechnung mit 122 379 Euro.

Die zu bewertenden Angebote hielten sich in Grenzen. So wurden die Malerarbeiten nur für den Verwaltungstrakt vergeben. Mit dem Streichen der Halleninnenwände und der Garagen hat der Bauausschuss die Mitarbeiter des Bauhofs beauftragt – das hatte der Gemeinderat kürzlich entschieden, um Kosten zu sparen. Für diese Arbeiten hatten sich nur zwei Betriebe beworben.

Den Zuschlag erhielt eine Firma aus Rosenheim zum Angebotspreis in Höhe von 15 881 Euro. Die Kostenberechnung hatte 19 473 Euro veranschlagt – das Angebot war also niedriger als gedacht.

Anmerkung der Bauverwaltung bei jeder der drei Auftragsvergaben: „Aufgrund der derzeit angespannten Konjunkturlage und des Mangels an Fachkräften sind die Aussichten auf ein wirtschaftlicheres Angebot als eher gering anzusehen.“

Mit anderen Worten hieß das für den Bauausschuss: Auftragsvergabe in den meisten Fällen ohne Alternative und damit auch ohne Gegenstimme.

Kommentare