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Der Bürgermeister half bei der Rückhol-Aktion

Einmal Chiemsee und zurück: Die Odyssee eines Feldkreuzes aus Bruckmühl

Bürgermeister Richard Richter würdigte das Zusammenwirken bei der Rückholaktion des Feldkreuzes.
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Bürgermeister Richard Richter würdigte das Zusammenwirken bei der Rückholaktion des Feldkreuzes.
  • VonJohann Baumann
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Eigentlich hatte Manfred Seiler ein Feldkreuz für die Heimat seiner Mutter am Chiemsee angefertigt. Doch dann wollte es keiner haben. Nun half Bürgermeister Richard Richter bei der Rückhol-Aktion.

Bruckmühl/Mittenkirchen – Am Forellenweg im Bruckmühler Ortsteil Mittenkirchen wurde ein Feldkreuz aufgestellt und eingeweiht – an sich kein außergewöhnlicher Vorgang.

Doch dahinter steht eine ganz besondere Kreuz-Weg-Geschichte: die Mutter des Mittenkircheners Manfred Seiler stammt aus Feldwies am Chiemsee und er hatte vor einiger Zeit die Idee, dort ein Feldkreuz als Ersatz für ein früheres aufzustellen – quasi am „Ort seiner Wurzeln“. Seine Freunde Peter Taubenberger und Leonhard Halmanseger halfen ihm bei der Umsetzung der Idee. In Taubenbergers Hobby-Werkstatt fertigen die beiden das Kreuz und statteten es mit einem rund 100 Jahre alten Kruzifix aus, das sich in Taubenbergers Besitz befand.

Manfred Seiler bemalte die Figur und Bernhard Goretzki versah das Dach des Kreuzes mit einem Kupferbelag. Danach brachte Seiler das Kreuz nach Feldwies mit der Erwartung, dass es dort zeitnah an einem dafür bestimmten Platz aufgestellt werden würde.

Die drei „Kreuz-Buben“: (von links) Manfred Seiler, Peter Taubenberger und Leonhard Halmanseger.

Doch nach über einem Jahr musste er feststellen, dass offenbar kein Interesse an der Kreuzaufstellung bestand. Daraufhin berieten Manfred Seiler, Halmanseger und Taubenberger und kamen zu dem Entschluss: „Wenn das Kreuz in Feldwies nicht aufgestellt wird, holen wir es zurück.“ Zur Verwirklichung der Rückhol-Aktion baten sie Bürgermeister Richard Richter um Unterstützung.

Das Bruckmühler Gemeindeoberhaupt veranlasste über den Bauhof nicht nur den Rücktransport des Kreuzes sondern auch dessen Aufstellung auf dem gemeindeeigenen Grundstück nahe des Trinkwasser-Hochbehälters. „Das Kreuz hat einen schönen Platz, von dem aus man sieben Kirchen sieht“ stellte der Rathauschef fest. Die kirchliche Weihe vollzog Pfarrer Augustin Butacu.

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Danach sprachen die rund 40 Anwesenden gemeinsam das Vaterunser. Zum Abschluss trug Magdalena Kirchberger ihr selbstgeschriebenes Gedicht „S‘ Kreiz am Wegrand“ vor. Musikalisch umrahmt wurde die Einweihung von den „Mangfalltaler Bläsern“.

/JuF

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