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Nachruf

Manfred Ortner (59) aus Bad Aibling stirbt: Abschied von einem Freund und Kameraden

Manfred Ortneraus Bad Aibling.
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Manfred Ortneraus Bad Aibling.

Mit nur 59 Jahren ist der engagierte Gebirgsschütze Manfred Ortner aus Bad Aibling gestorben. Von ihm verabschiedeten sich zahlreiche Freunde, Kameraden und langjährige Weggefährten.

Bad Aibling – Dass Manfred Ortner Gebirgsschütze mit Leib und Seele sowie im Vereinsleben und in seiner Heimatstadt fest verwurzelt war, zeigte sich bei dessen Beerdigung im Bad Aiblinger Friedhof. Ortner war überraschend am Neujahrstag mit nur 59 Jahren verstorben. Die Abordnungen des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien mit Bundesfahne, der Bataillonsführung des Bataillons Inn-Chiemgau, alle 17 Kompanien des Bataillons, die Vertreter und Fahnen des Trachtenvereins D’Oberlandler, der Faschingsgilde und der Soldaten-, Veteranen- und Reservistenkameradschaft sorgten für ein imposantes Bild.

Langer Trauerzug erwies ihm die Ehre

Als Pfarrer Georg Neumaier den Gottesdienst in der bis auf den letzten möglichen Platz besetzten Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt feierte, standen Kameraden „seiner“ Aiblinger Kompanie vor der Kapelle und 3 Glockenschläge kündeten vom Tod des Hauptmanns. Nach der Aussegnung setzte sich zum Choral der Blaskapelle ein Trauerzug in Bewegung, dessen Größe wohl einmalig war. Nach den kirchlichen Gebeten verabschiedete Thomas Schmid für die Oberlandler ein engagiertes Mitglied und dankte Manfred Ortner insbesondere für dessen Einsatz für die Jugend und die „Oberlandler Kindergarde“.

Verfechter des Brauchtums

„Er hinterlässt eine große Lücke in unseren Reihen“, machte Walter Kunze für den die Faschingsgilde Bad Aibling und deren Senat, in den er 2003 aufgenommen wurde. Kunze erinnerte an jemanden, dessen Herz für den Fasching schlug und der für seine Verdienste mit dem Orden „pour le Gloré“ ausgezeichnet wurde.

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Für das Bataillon Inn-Chiemgau dankte Kommandant Hans Rucker seinem Stellvertreter für dessen unermüdlichen Einsatz. Ortner war seit 2010 stellvertretender Gauhauptmann. „Ich habe ihn als einen engagierten Verfechter unseres wehrhaften Brauchtums kennengelernt, der sine starke Stimme erhob, wenn es denn nötig war“, so Martin Haberfellner als Landeshauptmann des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien.

„Wir haben nicht nur unseren Hauptmann verloren, sondern viele von uns auch einen Freund“: Mit diesen Worten trat Uwe Hecht für die Aiblinger Gebirgsschützenkompanie ans Grab, der immer noch fassungslos über den Verlust des Freundes und Schützenkameraden nicht nur dessen Wirken als Hauptmann würdigte, sondern auch an einen Menschen erinnerte, der „immer und überall zur Stelle war wo seine Hilfe gebraucht und sein Rat gefragt war“ und für den trotzdem seine Familie an erster Stelle stand.

Weihe der Glocke als Andenken

Ortner war 1980 in die Kompanie eingetreten und zählte zu den Gründungsmitgliedern. Er wurde 2001 zum Fähnrich gewählt, übte dieses Amt bis 2007 aus und bekleidete anschließend das Amt des Oberleutnants. Zum Hauptmann wurde er 2010. In dieser Zeit richtete er die Bataillonsfeste 2015 und 2017 mit der Kompanie aus und mit der Weihe der Glocke für die Schützenkapelle am Totenberg hat er ein bleibendes Andenken geschaffen. Ortner hatte für seine Verdienste alle Auszeichnungen der Kompanie und des „Bundes“ erhalten, die möglich waren.

Letzten Wunsch erfüllt

Nach den Worten von Udo Sebastian, der für die Soldaten-, Veteranen- und Reservistenkameradschaft Abschied von Orner als Mitglied nahm, „wollte er bei der nächsten Wahl das Amt des Schriftführers übernehmen und als Festleiter für unser kommendes Jubiläum fungieren“. Dessen letzten Wunsch erfüllte die Musikkapelle mit dem Marsch „Mein Heimatland“, anschließend nahm jeder Trauergast am Grab Abschiede und dabei blieb kein Auge trocken.

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