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Jeder kann mitmachen

Mal kurz raus aus der Tretmühle: Dieses neue Angebot in Bad Aibling zeigt, wie‘s geht

Initiatorin Birgit Baumann mit der Tafel an der Kirche Mariä Himmelfahrt.
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Initiatorin Birgit Baumann mit der Tafel an der Kirche Mariä Himmelfahrt.
  • VonJohann Baumann
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Lauter kleine Auszeiten über die Stadt verteilt – und jeder kann sich eine aussuchen, die für ihn passt. Oder sich gleich mit allen fünf Angeboten für eine Weile aus der Tretmühle verabschieden. Wir erklären, was hinter diesem soeben in Bad Aibling fertiggestellten Projekt steckt.

Bad Aibling – Der Begriff „Meditation stammt von lateinisch „meditatio“ und bedeutet „nachdenken, nachsinnen, überlegen, Mitte finden“. Das ist auch das Ansinnen, das hinter dem „Ökumenischen Meditationsweg“ in Bad Aibling steht. Der aus fünf Stationen bestehende Weg war als Mitwirkung der beiden großen Aiblinger Kirchen beim ZAMMA-Festival im Juli vorgesehen, konnte aber seinerzeit wegen Material-Lieferschwierigkeiten nicht rechtzeitig realisiert werden.

Initiatorin der „Weg-Idee“ ist Birgit Baumann, Mitglied des Pfarrgemeinderats Mariä Himmelfahrt und damalige Stadtkirchenrats-Vorsitzende. Pfarrer Georg Neumaier hatte sie beauftragt, einen Vorschlag für einen gemeinsamen kirchlichen Beitrag zu entwickeln. Sie hat sich daraufhin passende Standorte überlegt und auch nach meditativen Texten gesucht.

Stationen laden zum Innehalten ein

„Da der Meditationsweg für die Allgemeinheit gedacht ist, sollten die Texte nicht zu stark religionsbezogen sein“, erläuterte sie gegenüber dem „Mangfall-Boten“. Die von ihr ausgewählten, teils bebilderten Texte finden sich auf unterschiedlich großen Tafeln, die an der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, am benachbarten Pfarrhof, an der Stadtverwaltung „Am Klafferer“, am Kindergarten Mariä Himmelfahrt und an der evangelischen Kirche angebracht sind.

Die Texte stammen von Ingeborg Hamisch („Wir alle gehen in unserem Leben viele verschiedene Wege“), von Heinz Pangels („Ich wünsche dir den Segen der Stille, die Ruhe und Gelassenheit schenkt“), von Hans-Curt Fleming („Den Tag heute habe ich für mich reserviert, und ich freue mich auf meinen Besuch bei mir“) und von Gisela Baltes („Von manchen Menschen geht ein Segen aus, du siehst es an ihren ruhigen Bewegungen, ihrem freundlichen Lächeln, ihrem verständnisvollen Zuhören“).

Zudem auch die Worte von Phil Bosmans („Die wesentlichen Dinge des Lebens werden uns gratis gegeben: die Sonne und die Freundschaft, das Licht und der Frühling, das Lachen eines Kindes und das Menschsein auf Erden“) sowie von Vaclav Havel („Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht“).

Auch Apostel Paulus wird zitiert („Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung. Ich baue nicht auf das Sichtbare, sondern auf das, was jetzt noch niemand sehen kann“).

Auf jeder der insgesamt fünf Tafel steht quasi als übergeordneter Leitspruch auf blauem Hintergrund das gedruckte Zitat von Papst Johannes XXIII: „Man muss der Zeit Zeit lassen.“„Die Texte sollen die Besucher in ihrem Innersten ansprechen und wirken vielleicht erst, wenn sie schon wieder weitergehen“, lautet die Intention der Verantwortlichen.

„Einmal raus aus der Tretmühle“

Pfarrer Georg Neumaier betont hierzu gegenüber unserer Zeitung: „Die Darstellungen sowie die biblischen und literarischen Texte animieren den Besucher dieser fünf Stationen zum Innehalten, runter zu kommen, aus der Tretmühle für eine kurze Zeit auszusteigen und über sein eigenes Leben, wie auch über das Zusammenleben mit den Mitmenschen und sein Leben mit dem dreieinigen Gott.“

Diese Tafel mit dem Text von Gisela Baltes befindet sich vor der Stadtverwaltung „Am Klafferer“.

Neumaier hofft, dass viele Menschen für diese Einladung unterwegs offen sein werden.

Für die evangelische Kirchengemeinde erklärt Pfarrerin Katharina Rigo: „Der Ökumenische Meditationsweg und unsere Station im Martin-Luther-Hain werden gut angenommen. Immer wieder bleiben Radfahrer und Spaziergänger, die am Gemeindehaus vorbeilaufen, vor den Schautafeln stehen, lesen, kommen ins Nachdenken.“

Und sie betont: „Im öffentlichen Raum auf diese Weise präsent zu sein, nicht nur durch klassische Medien der Öffentlichkeitsarbeit wie etwa unsere Schaukästen, und hier auch ökumenisch zu denken, ist uns ein großes Anliegen.“

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