SV Götting schafft Mähroboter an: Gemeinderat Bruckmühl stimmt dafür

Damit der Ball des SV-DJK Götting auch weiterhin gut rollt; Mähroboter sollen für den korrekten Wiesenschnitt des Göttinger Schulsportplatzes sorgen. Nachtaktive Igel bleiben davon unbehelligt.
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Damit der Ball des SV-DJK Götting auch weiterhin gut rollt; Mähroboter sollen für den korrekten Wiesenschnitt des Göttinger Schulsportplatzes sorgen. Nachtaktive Igel bleiben davon unbehelligt.

Bruckmühl – Die Anschaffung von Mährobotern des SV-DJK Götting führte im Marktausschuss zu einer langen Diskussion.

Grund waren unterschiedliche Interpretationen von Formulierungen in der Ausschreibung und vermeintlich unzureichendes Zahlenmaterial in der Beschlussvorlage. Am Ende erhielt der Antrag einen positiven Entscheid.

Worum genau ging es? Der Göttinger Sportverein legte einen Antrag für die Anschaffung, Installation und den Betrieb von zwei Mährobotern für den gemeindeeigenen Schulsportplatz in Götting vor. Nach Darstellung von Angelina Probst aus der Gemeindeverwaltung wurden dazu drei Angebote der Firmen BayWa und Nirschl (annähernd gleiche Angebotspreise von circa 8400 Euro) sowie Pritzl eingeholt.

Die Mähroboter aus letzterem Angebot waren zwar am preisgünstigsten, wiesen aber laut Aktenlage gegenüber den beiden anderen eine geringere Schnittleistung aus. Wie Probst erläuterte, favorisiere der SV-DJK Götting daher das Produkt der Firma Nirschl. SPD/PU-Rat Josef Staudt störte sich da ran, dass der Angebotspreis der Firma Pritzl nicht explizit in der Beschlussvorlage aufgelistet war, zumal die Angebote seiner Meinung nach schon gravierend unterschiedlich seien. Dazu erläuterte Rathauschef Richard Richter (CSU/PW) dezidiert die angesprochene Formulierung und deren inhaltliche Aussage. Zudem wies er darauf hin, dass solche Hinweise schon vor der Sitzung geäußert werden könnten, „damit die Verwaltung die gewünschten Zahlen, Daten, Fakten zuliefern kann“. Um weiteren Missverständnissen vorzubeugen, betonte er, dass es sich bei dem Beschluss „um keinen Akt der Verschleierung handelt“.

Um die Nachfrage von Josef Staudt zu klären, erteilte der Marktausschuss Konrad Mack aus dem Zuschauerraum ein Rederecht. Der Zweite Vorsitzende des SV-DJK Götting erläuterte, dass der Schulsportplatz als Naturplatz zweimal pro Woche gemäht werden muss, um einen optimalen Zustand zu garantieren. Nach seinen Informationen sei die Leistung des Mähroboters der Firma Pritzl nicht ausreichend.

Hier hakte Staudt noch einmal nach und monierte das Fehlen von Informationen über die anderen Anbieter als Grundlage für eine sachgerechte Entscheidung. Diese Kritik nahm der Rathauschef an. Stefan Mager (Grüne) lenkte die Argumentation in eine andere Richtung: „Wir sollten uns hier für das beste Produkt entscheiden, wenn notwendig, dann eben auch die höheren Kosten in Kauf nehmen.“ In dem Zusammenhang wies er aber auch auf den Schutz von Igeln hin, deren Paarungszeit in den August fällt. Die seien nicht gefährdet, gab der Sportvereins Vize Mack Entwarnung, denn „die Mähroboter laufen überwiegend vom Vormittag bis zum späten Nachmittag“.

Richard Linke (OLB) votierte für die vom Sportverein Götting favorisierte Anschaffung. CSU/PW-Rat Michael Stahuber fühlte sich nicht im Geringsten unzureichend informiert und sprach sich für die Beschlussvorlage aus. Ähnlich bewertete es seine Fraktionskollegin Anna Wallner. Wolfgang Huber (Grüne), empfahl, mit der Anschaffung zu warten, bis die Mehrwertsteuersenkung greife. Dies wurde in die Beschlussvorlage aufgenommen. Letztlich erhielt der Antrag mit 11:0 ein einstimmig positives Votum. Der SV-DJK Götting bekommt genau die Mähroboter, die er sich gewünscht hat.

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