Dank OVB-Bericht sind Schafe an der Kolbermoorer Staatsstraße außer Lebensgefahr

Zwölf Mutterschafe und ein Bock, der Herr Kaiser heißt, und von Besitzer Georg Schüller gekrauelt wird, leben derzeit auf der Koppel an der Staatsstraße. weinzierl
+
Zwölf Mutterschafe und ein Bock, der Herr Kaiser heißt, und von Besitzer Georg Schüller gekrauelt wird, leben derzeit auf der Koppel an der Staatsstraße. weinzierl
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
    schließen

Sieben Jungtiere und drei Mutterschafe waren bis Anfang des Jahres auf der Koppel an der Staatsstraße gestorben. Der Besitzer vermutete, dass es an den Essensresten lag, die Passanten auf die Weide geworfen haben. Wie es den Tieren jetzt geht, lesen Sie hier.

Kolbermoor – Zwölf Mutterschafe und ein Bock stehen auf der Weide an der Kolbermoorer Staatsstraße. „Ihnen geht es super“, sagen die Eigentümer Sophia und Georg Schüller sichtlich erleichtert. Im letzten Jahr sind sieben Jungtiere und drei Mutterschafe gestorben. Georg Schüller vermutete damals, dass die Tiere an Essenresten, die über den Zaun geworfen wurden, verendet sind. Darunter befand sich Wurst, Gemüse und verschimmeltes Brot.

Nachfragen sogar aus Österreich

Dann berichteten die OVB-Heimatzeitungen. „Seither lagen nie wieder Essensreste auf der Koppel. Es ging ihnen noch nie so gut“, sagt Schüller. Der Artikel habe Wellen geschlagen: das Telefon stand im Hause Schüller nicht mehr still, Anrufe kamen sogar aus Österreich. „Alle wollten wissen, wie es den Schafen geht“, erzählt Schüller und streichelt den Bock, der jetzt Herr Kaiser heißt.

Lesen Sie auch: Der Corona-Ticker – Aktuelle Entwicklungen zu Covid-19 in der Region, Bayern und der Welt

Den Namen hat ihm die Kolbermoorerin Manuela Faltermeier gegeben. Sie ist nach eigenen Aussagen der „größte Fan“ der Schafe und trifft sich jede Woche mit den Schüllers an der Koppel. Auch um das schwarze Schafe „Sternderl“ zu besuchen. „Das hat Georg mir geschenkt“, sagt sie. Weil es einen kleinen weißen Fleck auf der Stirn hat, lag der Name Sternderl nahe, erzählt sie.

Der Schafsbock Herr Kaiser steht inmitten seiner Damen.

Jeden Tag schauen sie nach dem Rechten

Das Ehepaar schaut jeden Tag nach seinen Schafen – manchmal auch zweimal am Tag. Vor kurzem wurden sie geschoren. Die Wolle hat ein Kolbermoorer Privatmann für sein Gewächshaus genommen. „Das legt man auf den Boden, es saugt Wasser auf und im Winter erfrieren die Pflanzen nicht“, erklärt er. Jetzt muss der Zaun gerichtet werden. An dem hängen übrigens immer noch die Hinweisschilder, die Faltermaier Anfang des Jahres aufgehängt hat: „Bitte entsorgen Sie Ihre Küchenabfälle nicht ins Schafsgehege“, steht unter anderem darauf. Jetzt wird bereits zugefüttert. Aber das tiergerechte Futter gibt es ausschließlich von Familie Schüller.

Rückblick: Sieben Jungtiere und drei Mutterschafe gestorben

Sieben Jungtiere und drei Mutterschafe sind im vergangenen Jahr gestorben: Der Grund? „Sie sind an den verschimmelten Essensresten gestorben, die übet den Zaun geworfen wurden“, sagt Besitzer Georg Schüller. Auch eine Tierärztin bestätigte dem Schafbesitzer aus Rosenheim seine Annahme. Und ebenso das Rosenheimer Veterinäramt, bei dem das OVB angefragt, hatte, sagte: „Es ist prinzipiell vorstellbar, dass Schafe an verschimmelten Küchenabfällen verenden können“. Eine „derartige Vergiftung“ sei immer eine Frage der Menge des aufgenommenen Schimmels und der Zeit, über die dieser aufgenommen werde. Seitdem der Artikel in den OVB-Heimatzeitungen erschienen ist, haben laut Schüller Passanten keine Küchenabfälle mehr über den Zaun geworfen.

Kommentare