Förderangebot im Lockdown

Mädchen und Buben aus Tuntenhausen lesen jetzt wegen Corona gemeinsam online

Bürgermeister Georg Weigl macht sich persönlich ein Bild vor Ort über das Lernen per Internet. Hier schaut er Konrektorin Birgit Decker über die Schulter.
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Bürgermeister Georg Weigl macht sich persönlich ein Bild vor Ort über das Lernen per Internet. Hier schaut er Konrektorin Birgit Decker über die Schulter.
  • vonWerner Stache
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Seit Beginn des Distanzunterrichts gibt es an der Fritz-Schäffer-Schule für alle Kinder der Grundschule ein Online-Lese-Förderangebot.

Tuntenhausen – Obendrein wird für die Mittelschüler eine Englisch-Förderung angeboten. Diese Angebote sollen auch im Februar fortgeführt werden, so lange die Kinder noch nicht regelmäßig den Unterricht besuchen können. Der Mix aus Spielen, Lesen, Geschichten und Reimen macht dabei den Kindern großen Spaß.

Aktion läuftseit Weihnachten

Mit dieser Aktion hat die Schulleitung der Fritz-Schäffer-Schule l ins Schwarze getroffen. Kaum war bekannt, dass es nach den Weihnachtsferien keine Rückkehr an die Schule geben wird, vertieften Rektorin Margaret Careddu-Bayr und Konrektorin Birgit Decker das Leseangebot der Grund- und Mittelschule mit einer freiwilligen Leseförderung. Durchgeführt wurde es für die über 40 Teilnehmer von den Referenten der Offenen Ganztagesschule. Und schon die ersten Rückmeldungen zeigen, dass das Projekt ein Volltreffer ist: „Das könnte jeden Tag sein“ oder wie Mutter Daniela Funk bekundete: „Die halbe Stunde ist für Simon so erfrischend und geprägt von Leichtigkeit und Freude.“

Einfach ist auch das Anmeldungsprozedere: Die Online-Gesellschaften bestehen jeweils aus fünf bis sechs Kindern. An einem Wochentag pro Klassenstufe wird in bis zu drei Gruppen via Videokonferenz gereimt, gerätselt und gelesen. Dazu wird gemalt, Lesebingo gespielt und mit Bilder- und Sachgeschichten beschäftigt.

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Schon die Kleinsten durften bei einer Sammlung Wörter beisteuern, die sie kannten. Freiwillig füllten die Zweitklässler ein Lesetagebuch aus und stellten ihre Lieblingsbücher vor. Die Drittklässler machten Rätselraten zum Thema Märchenwelt und die Viertklässler spielten Detektiv, indem sie Schreibfehler aufspürten. Über den Erfolg des Projekts waren Rektorin und Konrektorin angetan: „Für uns ist es ein Herzenswunsch, dass alle Schüler Freude haben und unbeschwert zusammen sind.“ Auch die Eltern sind begeistert. So meinte Stefanie Beuthner-Prechtl: „Es ist wunderbar, dass die Schule dieses Angebot der Leseförderung macht und auch wie es abläuft. Mathis und Cleo hatten eine erste Einheit und sie waren sehr begeistert. Das freut mich, denn es ist wirklich nicht ohne, die Kinder über einen längeren Zeitraum hinweg bei der Stange zu halten, dass sie ihre Schulaufgaben erledigen.“

Schulfreunde sehen– ohne Maske

Auch die Schüler loben das Projekt: So betont Franzi Neichl aus der 3b „Wir machen tolle und lustige Sachen, rätseln, lernen und lesen miteinander“. Sein Kamerad Marinus Gabler meinte: „Ich finde toll, dass man seine Schulfreunde sehen kann und das ohne Maske.“

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