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Große Nachfrage nach Urlaub auf dem Bauernhof

„Lust auf Reisen ungebrochen“ - Wie Bad Feilnbach den Tourismus stärken will

Tourismuschefin Cornelia Weber.
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Tourismuschefin Cornelia Weber.

Wie geht es Bad Feilnbachs Tourismus nach zwei Corona-Jahren? Die Gemeinde blickt optimistisch in die Zukunft und beobachtet neue Trends. Was Urlauber in diesem Jahr beachten sollten und warum ganz Bayern zu kämpfen hat.

Bad Feilnbach – Wie steht es eigentlich um den Tourismus in Bad Feilnbach? Klar ist, dass Corona Spuren hinterlassen hat. In den vergangenen Jahren sind die Besucherzahlen gesunken. So zählte man im Jahr 2019 noch deutlich mehr Ankünfte und Übernachtungen als in den Folgejahren. Allerdings, betont Tourismuschefin Cornelia Weber auf Nachfrage des Mangfall-Boten, sei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Urlaubsgäste gestiegen. „Von 4,3 Tage 2019 auf 5,1 Tage 2020“, so Weber.

Blick von Bad Feilnbach auf die Schlafende Jungfrau

Trotz Corona: Gute Sommermonate

Durch die Pandemie und die damit verbundenen Lockdown-Perioden habe man in den vergangenen beiden Jahren zwar weniger Gästeankünfte und Übernachtungen verzeichnet. „Trotzdem verliefen die Sommermonate sehr gut, und durch eine gezielte Werbekampagne konnten unsere Gastgeber ein Plus im Oktober und November 2021 verbuchen, da sich noch einige Gäste zu einem Kurzurlaub entschieden haben“, sagt Weber.

Corona hat sich in den vergangenen Jahren erheblich auf die Übernachtungszahlen ausgewirkt.

Nun blicke man erwartungsvoll in die Tourismussaison 2022. „Die Lust nach Reisen – auch in die Ferne - scheint nach zwei Jahren Pandemie ungebrochen; und auch in der Region Chiemsee-Alpenland werden wir einen Anteil daran verbuchen können“, ist sich Weber sicher. Wichtige Veranstaltungen in Bad Feilnbach, die Chorwoche, der Apfelmarkt und der Waldadvent könnten voraussichtlich in diesem Jahr zurückkehren, „das wird den Ort und auch das Geschäft bei den touristischen Leistungsträgern, den Einzelhandelsgeschäften und in der Gastronomie beleben.“

Auf den Parkplätzen könnte es eng werden

Die Tourismuschefin hofft, dass die Politik und die Gesellschaft praktikable Wege, basierend auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre, finden, um mit weiteren möglichen Coronawellen umgehen zu können. Zudem gibt Weber Urlaubern eine Empfehlung für dieses Jahr. „Es lohnt immer ein Blick in unseren Veranstaltungskalender, um das ‚beste Datum‘ für einen Ausflug oder vielleicht sogar Kurzurlaub in Bad Feilnbach zu planen.“

Eine Bergwandererin geht vor der Kulisse des Mangfallgebirges über ein Schneefeld.

Aufgrund der vielfältigen Wander- und Radfahrmöglichkeiten sowie der „Einkehrmöglichkeiten“ sei Bad Feilnbach auch für Tagesausflügler ein geeignetes Ziel. „Gleichzeitig müssen wir um Verständnis bitten, wenn es auf den begrenzten Parkflächen einmal eng wird.“ Webers Tipp: Man sollte wenn möglich einen „Plan B“ für den Tagesausflug ins Voralpenland oder ins Mangfallgebirge als zweite Anlaufstelle oder zweiten Ausgangspunkt in der Tasche haben. Hier spiele die Weiterentwicklung des „Ausflugstickers Bayern“ eine große Rolle. Dort könne man auch Informationen über aktuelle (Verkehrs-)Neuigkeiten erhalten.

Mehr Urlaub auf dem Bauernhof

Trotz aller Corona-Einschnitte gebe es laut Weber auch eine äußerst positive Entwicklung. „Wir bemerken eine wachsende Nachfrage nach Urlaub auf dem Bauernhof und bei den Ferienwohnungen“, sagt die Tourismuschefin. Beides könne man dank vieler engagierter Privatvermieter gut bedienen. „Die Nachfrage nach Urlaub auf dem Bauernhof übersteigt sogar in den Ferienwochen das Angebot in Bad Feilnbach.“ Darüber hinaus halte auch der „Camping Trend“ weiter an. „Glücklicherweise können wir dank dem mehrfach ausgezeichneten Kaiser Camping Outdoor-Resort auch diese Zielgruppe in Bad Feilnbach sehr gut bedienen und wir sehen, dass gerade auch in den Corona-Jahren immer mehr und mehr Gäste Campingurlaub machen.“

Grundsätzlich optimistisch blickt auch Bad Feilnbachs Bürgermeister Anton Wallner auf die Tourismussaison. Man wünsche sich, dass die Gemeinde wieder mehr Besucher begrüßen kann, sagte Wallner kürzlich gegenüber dieser Redaktion. Ziel sei, dass sie ihren Ausflug mit einem Besuch der Gastronomie verbinden. „Denn bezogen auf unsere Einwohnerzahl haben wir mit den 20 gastronomischen Betrieben eine tolle Auswahl. Und die Betriebe sind natürlich auf Gäste angewiesen“, so der Bürgermeister.

Bayernweiter Rückgang der Übernachtungszahlen

Doch dass Corona Spuren hinterlassen hat, wird nicht nur in Bad Feilnbach deutlich. Laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik lag Bayerns Tourismus auch im zweiten „Pandemiejahr“ 2021 deutlich unter Vorkrisenniveau. Dafür sprächen 61 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr. Zwei Jahre zuvor, 2019, waren es noch über 100 Millionen. „Das Niveau aus Vorkrisenzeiten aus dem Rekordjahr 2019 bleibt damit weiterhin unerreicht, heißt es in der Mitteilung des Landesamtes.

Grund für die massiven Einschnitte waren demzufolge die Lockdowns und die damit verbundenen Beherbergungsverbote für Touristen. Ein Trend hin zu mehr Campingurlaub ist indes auch bayernweit erkennbar. 2021 kamen 8,2 Prozent mehr Gäste auf Campingplätzen in Bayern an und übernachteten 8,9 Prozent häufiger als noch im Jahr 2020.

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