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Lösung für Bürgertaxi noch gesucht

Bruckmühls Seniorenbeauftragte Anneliese Weißbrich. Foto  Baumann
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Bruckmühls Seniorenbeauftragte Anneliese Weißbrich. Foto Baumann

Alt und Jung zusammenzubringen war eines des Ziele, die die Bruckmühler Seniorenbeauftragte Anneliese Weißbrich im vergangenen Jahr umsetzen wollte. Dies ist mit speziellen Aktionen - zusammen mit der Justus-von-Liebig-Schule in Heufeld - auch gelungen.

Bruckmühl - Zehntklässler nahmen sich des Themas - wie berichtet - als Projekt an. So fand unter anderem die Aktion "Schüler backen Kuchen für Senioren" statt. "Es war eine Freude zu sehen, welche Mühe sich die Schüler mit ihren Fachlehrern gemacht haben, um den Senioren einen schönen Nachmittag zu machen", betonte Anneliese Weißbrich.

Eine weitere Begegnung zwischen den Altersklassen an der Justus-von-Liebig-Schule: Die Theatergruppe führte das Stück "Magdalena" eigens für die Senioren auf. "Ich würde mir wünschen, dass solche tollen Angebote einfach besser genutzt werden. Die Schüler geben immer ihr Bestes und das sollte auch wertgeschätzt sein", appellierte sie.

Heuer wieder

Aktionstag

Der Aktionstag für Senioren wird 2015 - nachdem er im vergangenen Jahr in Bad Aibling stattfand, wieder in der Justus-von-Liebig Schule ausgerichtet. Dies soll künftig immer im Wechsel mit der Kurstadt geschehen.

Auch dem Thema "Betreuter Urlaub für demenziell erkrankte Menschen und ihre Angehörigen" widmete sich Anneliese Weißbrich zusammen mit Martina Bergbauer. "Geplant war eine Gruppe von maximal sechs Paaren in einem kleinen Hotel unterzubringen, wo die Gruppe unter sich sein kann", erläuterte die Seniorenbeauftragte.

Dieser Urlaub ist für Menschen gedacht, die am Anfang der Erkrankung stehen, um den Umgang mit der Diagnose zu lernen. An der Umsetzung werde aber noch gearbeitet.

Neben Besprechungen zur besseren Vernetzung der verschiedenen Organisationen hatte Anneliese Weißbrich ein Anliegen an den damaligen Bürgermeister Franz Heinritzi vorgebracht: "Die Beseitigung der Unebenheiten bei den Bäumen am Gehsteig bei der Kirche in Heufeld war mir ein Dorn im Auge", so die Beauftragte. Denn: Diese Mulden seien besonders bei Dunkelheit gefährlich und können schnell zu Stürzen führen. "Diese Löcher wurden zeitnah aufgefüllt. Danke, auch dem Bauhof."

Im "Gegenzug" traf sie sich auf Wunsch von Heinritzi mit Hannes Rott aus Bad Aibling bezüglich einer Veranstaltung für Senioren bei den Maxlrainer Kulturtagen. Die Planungen für 2015 sind jedoch bereits abgeschlossen. Im Mai fand zudem der zwölfte runde Tisch zur Seniorenarbeit im Rathaus statt.

Auch traf sie sich mit Dieter Bräunlich, dem Aiblinger Seniorenbeauftragten, um sich über das Projekt "Bürgertaxi" zu informieren. Bürger ab 70 Jahren sowie Schwerbehinderte können dieses Taxi zum Preis von 2,50 Euro pro Fahrt in Anspruch nehmen. Doch es werde wohl nicht so einfach, auch in der Marktgemeinde eine solche Organisation auf die Beine zu stellen, bedauerte Weißbrich. Bürgermeister Richard Richter, Geschäftsführer Rainer Weidner sowie ein Taxiunternehmen erörterten mit der Beauftragten das Thema. Doch das Unternehmen ist ausgelastet. "Wir suchen aber weiter nach Möglichkeiten", kündigte Weißbrich an.

Eine private Tagespflege gebe es zudem neu in Heufeldmühle. Die Betreuung könne an fünf Tagen pro Woche stattfinden und sei somit eine Möglichkeit zur Entlastung pflegender Angehöriger.

Traumatische

Erfahrungen

"Die Klausur im Bürgersaal in puncto Bau des Altenheimes sowie die Besichtigung eines neuen Heimes in Edling waren für mich sehr informativ", so Anneliese Weißbrich. Und weiter: "Es wäre schön, wenn dies in unserer Gemeinde bald Wirklichkeit werden könnte."

Ein Vortrag in Miesbach über häusliche Gewalt in der Lebensgeschichte alter Frauen war zudem interessant für die Beauftragte. "Traumatisierende Erfahrungen haben heute alte Frauen meist nie thematisiert und aufgearbeitet. 40 Prozent aller Frauen haben laut einer Studie angegeben, körperliche oder sexuelle Gewalt seit dem 16. Lebensjahr erfahren zu haben", erläuterte sie hierzu.

Wegen fehlender Ruhebänke an der Mangfall wurde sie auch angesprochen. "Senioren gehen gerne an der Mangfall spazieren, jedoch fehlt öfter die Möglichkeit, sich auszuruhen. Ich fuhr die Strecke mit dem Fahrrad ab und mein Mann unterstützte mich bei der Einzeichnung der vorhandenen Bänke auf dem Ortsplan", so Weißbrich.

Anlässlich der Eröffnung des dm-Marktes erhielt sie für die Seniorenarbeit eine Spende von 1500 Euro. Außerdem teilte sie mit, dass die Begegnungsgruppe in den AWO-Raum im Altenheim umgezogen ist.

Weißbrichs abschließendes Fazit: "Die vielen persönlichen Anliegen unserer Senioren konnten meist gut gelöst werden. Die gewünschten Ruhebänke sind in Planung, da möchte ich die Gelegenheit nutzen, und der Firma Neenah Gessner für die Stiftung einer Bank danken. Vielleicht gibt es auch bereits im neuen Jahr eine Lösung bezüglich des Bürgertaxis."

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