Lesehunger ist riesig: Normalbetrieb in der Gemeindebücherei Bruckmühl startet ab 15. Juni

Stark beschäftigt ist das „Literarische Quintett“ der Gemeindebücherei Bruckmühl: Hildegard Höß, Sonja Kober, Anna Weigl, Tanja Mertes und Leiterin Petra Divko (von links).
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Stark beschäftigt ist das „Literarische Quintett“ der Gemeindebücherei Bruckmühl: Hildegard Höß, Sonja Kober, Anna Weigl, Tanja Mertes und Leiterin Petra Divko (von links).

Nach der achtwöchigen, corona-bedingten „Medien-Ausleihsperre“ konnte die Gemeindebücherei ab dem 11. Mai ihren Kunden endlich wieder ihre fast 32000 Medien zur Verfügung stellen.

Bruckmühl – Das Büchereiteam mit Petra Divko (Leiterin), Anna Weigl, Hildegard Höß, Sonja Kober und Tanja Mertes war in der „Lock down“-Zeit keineswegs untätig. „Wir haben in der achtwöchigen Schließung komplett durchgearbeitet“, berichtet Petra Divko.

Dabei hatte das „Literarische Quintett“ schon den in circa eineinhalb oder zwei Jahren bevorstehenden Umzug der Bücherei in das neue Bürger- und Kulturhaus im Blick. „Wir haben unter anderem dahingehend unseren Medienbestand komplett durchforstet, viele Medien entsorgt, die Neueingänge integriert und quasi einen ,medialen Frühjahrsputz‘ durchgeführt“, erläutert die Bücherei-Chefin.

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In den beiden ersten Wochen nach dem Re-Start sei der Leser-Andrang sehr groß gewesen. Das Telefon habe fast ununterbrochen geläutet. „Unsere Kunden konnten in dieser Zeit – außer für Rückgaben – nur mit Terminvereinbarung kommen.“ Bis zum Ende der Pfingstferien wurden noch die erweiterten täglichen Öffnungszeiten beibehalten. Ab Montag gilt der übliche „Stundenplan“. Selbstverständlich müssen die Hygienevorschriften (Maskenpflicht, Hände desinfizieren, Abstände) weiterhin beachtet werden. Am Schalter ist eine Plexiglasscheibe angebracht. Alle zurückgegebenen Medien werden desinfiziert und drei Tage lang sozusagen „in Quarantäne“ gehalten. Maximal fünf Personen ist derzeit gleichzeitig der Aufenthalt im „Medienzentrum“ gestattet. Die Besucher werden außerdem gebeten, sich nicht zu lange in den engen Büchereiräumen aufzuhalten. „Sich ausgiebig in eine der Leseecken zum Schmökern zurückzuziehen, ist momentan leider noch nicht wieder möglich“, bedauert Petra Divko.

Nach der Wiederöffnung standen „Lock down“-bezogene Sachbücher bei den „Bücherei-Klienten“ besonders hoch im Kurs. Zu ihnen zählten beispielsweise. „Vorratshaltung in Notzeiten“, „Das Kochbuch für alle Krisen- und Notfälle“ und das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfohlene „Kochbuch für Notfall und Krise“. Die genannten Titel seien sofort ausgeliehen worden. „Stark gefragt sind angesichts der Reisebeschränkungen auch Reise- und Wanderführer über Deutschland“, erklärt die Leiterin, die sich mit ihrem Team nun wieder auf den „Normalbetrieb“ nach den Pfingstferien freut.

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