Außerdem bekommt "City of Wood 2" eine Pater-Rupert-Mayer-Straße

"Am Leoheim" schlägt "Am Prantseck"

Bad Aibling - Zwar waren im Vorfeld für die neue Straße im Baugebiet östlich der Hofmühlstraße auch die Namen "Anna-Stadler-Straße" sowie "Am Schlosspark" im Gespräch. Die Entscheidung im Stadtrat fiel dann allerdings zwischen zwei ganz anderen Vorschlägen.

Die CSU-Fraktion plädierte für "Am Leoheim", die SPD-Fraktion hingegen für "Am Prantseck".

"Das Leoheim war eine jahrzehntelange Institution und in ganz Aibling ein bekannter Punkt", argumentierte CSU-Fraktionssprecher Erwin Kühnel. Der Name wirke außerdem neutral und auch die Rettungsdienste wüssten gleich, wo sie hinfahren müssten, wenn sie dort zu einem Notfall gerufen würden.

"Nicht so hellauf begeistert" zeigte sich SPD-Fraktionssprecher Richard Lechner von diesem Vorschlag. "Das Leoheim existiert nicht mehr und es gibt auch Leute, die nicht nur gute Erinnerungen daran haben."

Seine Fraktion schlug den Namen "Am Prantseck" vor. Einen entsprechenden Eintrag habe er auch auf einer historischen Karte von 1857 gefunden. "Das ehemalige Schwimmbad dort hieß ja auch Hallenbad Prantseck und nicht Leoheim." Außerdem sollte der Name seiner Meinung nach die komplette Straße repräsentieren.

Letztlich stimmten jedoch 14 Stadträte für den künftigen Straßennamen "Am Leoheim" und elf für die Bezeichnung "Am Prantseck".

Etwas weniger knapp fiel die Entscheidung für die Namensgebung für die neue Ringstraße aus, die in der "City of Wood 2" auf dem B&O-Parkgelände in Mietraching entsteht. Bei vier Gegenstimmen sprach sich der Stadtrat - wie schon vom Bauausschuss mit 8:2 Stimmen empfohlen (wir berichteten) - für die Bezeichnung "Pater-Rupert-Mayer-Straße" aus.

CSU-Rat Johann Schweiger hätte in diesem Zusammenhang die Bezeichnung "Ring" statt "Straße" bevorzugt und Rudi Gebhart (ÜWG) erinnerte noch einmal an seinen Vorschlag "Am Moosbachring". Doch wie berichtet, gibt es im Erschließungsvertrag für das B&O-Gelände einen Passus zur Widmung der Straßen und Wege, der besagt, dass dafür Persönlichkeiten aus dem Widerstand gegen das Naziregime des dritten Reiches vorgeschlagen werden.

Sepp Glaser (SPD) wiederum hätte die "Pater-Rupert-Mayer-Straße" lieber in der Nachbarschaft zur "Pfarrer-Braun-Straße" gesehen. "Da passt sie meiner Meinung nach besser hin als da draußen in der freien Landschaft." Und Rosemarie Matheis (ÜWG) bedauerte, dass der Name "Johann-Georg-Elser-Straße" nicht mehr zur Debatte stand (hatte im Bauausschuss keine Mehrheitgefunden): "Straßen, die nach Pater Mayer benannt sind, gibt es schon so viele." el

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