158 Lebensjahre für Feldkirchen-Westerham – Am Dienstag werden elf Gemeinderäte verabschiedet

Große Veränderungen stehen heute im Rathaus von Feldkirchen-Westerham an. Elf Gemeinderäte werden verabschiedet, elf neue vereidigt. Der Gemeinderat „verjüngt“ sich. Merk

Der Wähler hat es am 15. März entschieden. Bürgermeister Hans Schaberl wird in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend diese Abstimmung offiziell und in würdigem Rahmen wahrnehmen: Drei Frauen und acht Männer darf er als neu gewählte Gemeinderäte vereidigen. Elf Räte verabschiedet er.

Feldkirchen-Westerham – Der Wähler hat es schon am 15. März so entschieden. Bürgermeister Hans Schaberl wird heute Abend diese Abstimmung offiziell und im würdigen Rahmen wahrnehmen: Drei Frauen und acht Männer darf er als neu gewählte Gemeinderäte vereidigen.

Wenn künftig elf neue Personen an den Tischen im Rathaussaal der Gemeinde Feldkirchen-Westerham sitzen, dann hat das der Wähler allerdings nicht ganz allein entschieden. Denn fünf einstige Gemeinderäte haben auf eine erneute Kandidatur verzichtet, sechs die Wiederwahl nicht mehr geschafft.

Nicht mehr angetreten

Die „alten“ Gemeinderäte werden heute Abend feierlich verabschiedet. Bemerkenswert ist, dass eine Frau und zehn Männer zusammen immerhin 158 Jahre lang an der Entwicklung der Gemeinde Feldkirchen-Westerham an verantwortungsvoller Stelle mitgewirkt haben.

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Nicht mehr kandidiert haben (in alphabetischer Reihenfolge): Barbara Birner (sechs Jahre, Grüne), Martin Faltlhauser (zwölf Jahre, CSU, zwölf Jahre, Pro Bürger), Christof Langer (22 Jahre, Grüner), Günther Rutz (zwölf Jahre, CSU) und Michael Zistl (24 Jahre, Freie Wähler Vagen).

Nicht wieder gewählt

Trotz der Bewerbung um ein neues Mandat nicht in den Rat gewählt wurden (ebenfalls in alphabetischer Regenfolge): Klaus Anderl (18 Jahre, Freie Wähler Vagen), Martin Eham (sechs Jahre, CSU), Josef Kammerloher (sechs Jahre, Pro Bürger), Erhard Passauer (elf Jahre, SPD), Andreas Schnitzenbaumer (18 Jahre, CSU) und Georg Schnitzenbaumer (elf Jahre, Freie Wähler Gesamtgemeinde).

Drei Bürgermeister erlebt

Die Räte mit dem zeitlich längeren Mandat sind in der Amtszeit von Alt-Bürgermeister Michael Weber ins Rathaus eingezogen, die ab 2008 gewählten haben unter Bürgermeister Bernhard Schweiger (2005 bis 2017) ihr Ehrenamt angetreten.

Bürgermeisterwahl nicht angeglichen

Hintergrund der jeweils um drei Jahre versetzten Bürgermeister- und Gemeinderatswahl: Der 2017 verstorbene Alt-Bürgermeister Georg Röhrmoser ist 1993 – in der Halbzeit der bis 1996 laufenden Legislaturperiode – krankheitsbedingt zurückgetreten.

Seine Nachfolger Weber, Schweiger und Schaberl haben diese Verschiebung nie angeglichen. Ein Versuch von Hans Schaberl, die Bürgermeister- und Gemeinderatswahl im Jahr 2020 wieder im gleichen Jahr stattfinden zu lassen, scheiterte.

Neuer Bürgermeister in drei Jahren

Das heißt im Umkehrschluss, dass die westlichste Landkreis-Gemeinde schon in drei Jahren einen Nachfolger für den amtierenden Bürgermeister wählen muss. Schaberl kann dann altersbedingt nicht mehr kandidieren.

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