Lauser Weiher in Feldkirchen-Westerham: Anwohner ärgern sich über Wildparker

Als „chaotisch“ beschreibt die Polizei Bad Aibling die Parkplatzsituation nahe des Lauser Weihers.
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Als „chaotisch“ beschreibt die Polizei Bad Aibling die Parkplatzsituation nahe des Lauser Weihers.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Die Bad Aiblinger Polizei kontrolliert jetzt vermehrt die Kreisstraßen um den Lauser Weiher in Unterlaus: Bisher hat sie 15 Strafzettel à 15 Euro hinter die Scheibenwischer der Fahrzeuge geklemmt, die am Randstreifen der RO 3 geparkt haben. Welche Konsequenzen Bürgermeister Hans Schaberl jetzt fürchtet.

Feldkirchen-Westerham – Jeden Sommer zeigt sich das gleiche chaotische Bild nahe des Lauser Weihers in der GemeindeFeldkirchen-Westerham: Die Badegäste parken ihre Autos auf dem Randstreifen der Kreisstraße Ro 3 Richtung Unterlaus. Anwohner ärgern sich, die Landwirte kommen mit ihren schweren Maschinen kaum noch durch. „Gerade jetzt zur Getreideernte“, ärgert sich Bürgermeister Hans Schaberl (Parteifrei). Des Weiteren spricht er Rettungsfahrzeuge an: „Was ist, wenn sie nicht mehr durchkommen?“, so Schaberl. Erst vor wenigen Tagen kamen Rettungskräfte in Norddeutschland verzögert zum Einsatzort an der Elbe, weil die Wege zugeparkt waren.

Jetzt war die Bad Aiblinger Polizei unterwegs, um Strafzettel an die Wildparker zu verteilen. Am Montag haben die Beamten alleine 15 Strafzettel à 15 Euro hinter die Scheibenwischer geparkter Fahrzeuge geklemmt.

Parkplatz leer, Kreisstraße voll

Rathauschef Schaberl kann es nicht verstehen: „Es gibt zwei Parkplätze – und die Leute stellen sich einfach auf die Kreisstraße.“ Aber er kann sich denken, warum das so ist: Einer der Parkplätze liegt nahe der Liegewiese an der RO 3 – zwischen Großhöhenrain und Unterlaus, der wird laut Polizei auch von den Badenden genutzt.

Der andere Parkplatz auf der anderen Seite des Weihers an der RO 2 – zwischen Percha und Unterlaus –  sei meist leer, so die Polizei. „Da muss man halt einmal um den Weiher gehen, um zur Liegeweise zu gelangen“, sagt Schaberl. Und dazu seien eben viele Besucher nicht bereit. Die Polizei geht noch einen Schritt weiter: „Wenn die Parkplätze voll sind, muss mal halt zu einem anderen See fahren“, sagt Manuel Sohn, Sachbearbeiter Einsatz.

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Den Anwohnern wurde es jetzt zu bunt. Sie kontaktierten die Polizei, die sich daraufhin Richtung Unterlaus aufmachte. „Als uns einige Badegäste sahen, haben sie schnell ihr Auto umgeparkt“, sagt Sohn. Darüber hinaus erklärt er, dass ein Halteverbot „außerorts“ immer gelte. Deshalb seien dafür auch explizit keine Schilder aufgestellt. Dafür allerdings im Örtchen – hier gilt ein Haltverbot. Die Polizei will jetzt vermehrt die Situation kontrollieren.

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Denn auch sie erlebte vor Ort, wie schwer sich die Landwirte tun, um mit ihren Bulldogs und anderen landwirtschaftlichen Maschinen an den parkenden Autos vorbei zu manövrieren. „Es ist wirklich gefährlich“, sagt Sohn.

Weiher in Privatbesitz

Schaberl erklärt, dass Weiher und Liegewiese im Privatbesitz sind und in Teilbereichen von den Gemeinden Feldkirchen-Westerham und Aying gepachtet wurden. „Die Nutzung ist also nur geduldet“, erklärt der Rathauschef. Eigentlich sei der Lauser Weiher ja auch nur für Badende gedacht, die aus der Nähe kommen. Mit dem Rad oder zu Fuß, sagt er. So haben es früher auch seine Kinder gemacht.

Appell des Bürgermeisters

Er appelliert an die Bürger: „Parkt, da wo ihr dürft.“ Denn gäbe es weiterhin Ärger, befürchtet Schaberl, könnte es mit der Abkühlung am Lauser Weiher zu Ende sein. Nämlich dann, wenn der Besitzer die Teile nicht mehr an die Gemeinde verpachtet. Und das wolle sicher niemand.

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