Lampferdinger feiern 900 Jahre ihres Ortes, 500 Jahre Kirchenneubau und Patrozinium

Der Kirchenchor der Kuratie Lampferding und eine Abordnung der Schönauer Musi sorgten für die musikalische Umrahmung des Doppeljubiläums des Ortes und des Patroziniumsfestes Mariä Himmelfahrt.  Stelzer
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Der Kirchenchor der Kuratie Lampferding und eine Abordnung der Schönauer Musi sorgten für die musikalische Umrahmung des Doppeljubiläums des Ortes und des Patroziniumsfestes Mariä Himmelfahrt. Stelzer

Ein Doppeljubiläum begeht Lampferding in diesem Jahr: 900 Jahre Ersterwähnung und 500 Jahre Kirchenbau. Auch wenn die Corona-Pandemie große Veranstaltungen verhindert hat: Jetzt wurden Jubiläum, Patrozinium und Abschied in einem gefeiert.

Von Kathrin Gerlach

Lampferding – Zu einem feierlichen Gottesdienst anlässlich des 900-jährigen Orts- und 500-jährigen Kirchenjubiläums lud die Lampferdinger Kirchengemeinde an ihrem Patroziniumsfest Mariä Himmelfahrt ein. Zudem wurde Pfarrer Bruno Bibinger feierlich aus der Kuratie verabschiedet.

Benefizauftritt für Kirchenrenovierung

Zur musikalischen Umrahmung der Messfeier spielte eine Abordnung der Schönauer Musi auf. Sie spendierten ihren Einsatz zugunsten der Kirchenrenovierung. Der Kirchenchor der Kuratie Lampferding sorgte für die gesangliche Gestaltung.

Die Messe fand aufgrund der Corona-Vorschriften auf dem Vorplatz der Pfarrkirche statt – zur Feier des Tages bei schönstem Sommerwetter. An den Seiten des mit vielen Blumen geschmückten Feldaltares nahmen die Fahnenabordnungen der Feuerwehr Lampferding und des Veteranenvereins Ostermünchen Aufstellung.

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In seiner Begrüßung thematisierte Pfarrer Bruno Bibinger auch die eigentlich geplanten Feierlichkeiten für das Doppeljubiläum, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten. Umso mehr freute er sich – genau wie alle Anwesenden – über die Chance, eine Patroziniumsfeier zu zelebrieren. „Das ist ein ganz besonderer Tag, nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für alle, die mit Lampferding verbunden sind,“ so der Geistliche.

Die Lesung trug Leonhard Englhart vor. In seiner Predigt zeichnete Pfarrer Bibinger auch seinen dreijährigen Weg durch den Pfarrverband Tuntenhausen-Schönau nach und ging auf die lange Lampferdinger Geschichte ein. Vom Ortsgründer Lantfrid bis in die Gegenwart trug er die Eckpunkte der Ortsgeschichte vor.

Geschichte wird von Generationen geschrieben

Er ging auf die vergangenen Wallfahrten zur Gottesmutter und zum Heiligen Leonhard mit den Pferdeumritten ein und stellte die Frage: „Was kann man nun aus dieser bewegten Geschichte lernen?“ Seine Antwort war vor allem angesichts des besonderen coronabedingten Jubiläumsjahres bewegend: „Jede Generation fügt wie in eine Kette ihr Glied mit ein, jede Generation trägt zu dieser Geschichte bei, und alle können stolz auf diese Geschichte sein.“

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In die Zukunft blickte Bibinger nicht sorgenvoll, sondern hoffnungsvoll: „Wir müssen auf unsere Kirchen schauen, denn unsere Kirchen mit ihren Türmen prägen unsere Heimat und zeigen uns die Richtung in unserem Leben: da geht’s hinauf! Das Ziel und die Krönung unseres Lebens ist da oben.“

Erst im Februar hatte sich auf seine Initiative hin ein „Erhaltungsverein der Marienkirche Lampferding“ gegründet. Seinem Vorsitzenden Harry Filipitsch stehen Christian Huber als Stellvertreter, Peter Ester als Kassier, Josefa Wolf als Schriftführerin, Angelika Krichbaumer und Konrad Westner als Kassenprüfer sowie Anna und Thomas Stelzer als Beisitzer zur Seite.

Wertvolles Gewand aus dem Jahr 1913

Bei der Blumen- und Kräutersegnung an Mariä Himmelfahrt schritt Pfarrer Bibinger vor den Altar. Dabei trug er das fein bestickte Messgewand, das die Hofnerbäuerin Ursula Huber im Jahr 1913 gestiftet hatte.

Als Abschiedsgeschenk erhielt er von den drei Kirchenverwaltungen und dem Pfarrgemeinderat einen Gutschein. Der Lampferdinger Kirchenchor sang ihm ein Dankes-Ständchen. Mit dem Marsch „Mein Heimatland“ und viel Applaus von den Lampferdingern zog der beliebte Geistliche vom Kirchenvorplatz symbolisch weiter nach Wasserburg, wo er künftig als Stadtpfarrer tätig sein wird.

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Abschied von Pfarrer Bruno Bibinger: Ein letztes Mal nahm er in Lampferding die traditionelle Blumen- und Kräutersegnung vor.

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