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Neue Strukturen und neues Personal

„Kultur ist ein Lebensmittel“: Katharina Baur als Leiterin des „Zemuli“ in Bruckmühl vorgestellt

Eine Blume für die neue Leiterin: (von links) Bezirkstagspräsident Josef Mederer, „Zemuli“-Chefin Katharina Baur, Volksmusikarchiv-Leiterin Verena Wittmann, Volksmusikpfleger Bernhard Achorner und Dr. Elisabeth Tworek, Kulturabteilungsleiterin im Bezirk.
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Eine Blume für die neue Leiterin: (von links) Bezirkstagspräsident Josef Mederer, „Zemuli“-Chefin Katharina Baur, Volksmusikarchiv-Leiterin Verena Wittmann, Volksmusikpfleger Bernhard Achorner und Dr. Elisabeth Tworek, Kulturabteilungsleiterin im Bezirk.
  • VonJohann Baumann
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Katharina Baur ist eine begeisterte Geigerin und unter anderem aus dem TV bekannt. Seit 1. Juni spielt sie aber im neuformierten „Zemuli“ in Bruckmühl die „Erste Geige“. Jetzt wurde sie als Leiterin des Zentrums für Volksmusik, Literatur und Popularmusik (Zemuli) des Bezirks Oberbayern vorgestellt.

Bruckmühl – „Alle Zeichen stehen auf Neuanfang“, betonte Bezirkstagspräsident Josef Mederer bei der Einführung der neuen „Zemuli“-Chefin. Der Bezirk möchte nach eigenen Angaben in Bruckmühl die Chance nutzen, die Weichen neu zu stellen, sich personell neu ausrichten und sich inhaltlich und im digitalen Bereich weiterzuentwickeln: „Wir erleben heute den Abschluss der personellen Neuausrichtung mit der hochkompetenten Katharina Baur als Gesamtleiterin.“ Die weiteren Weichen habe man mit Verena Wittmann als Leiterin des Archivs für Volksmusik, zugleich Bauers Vertreterin, Matthias Fischer als Popularmusik-Beauftragten und Volksmusikpfleger Bernhard Achorner bereits vorher gestellt.

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„Das ,Zemuli‘-Konzept basiert auf den vier Säulen Archiv, Volksmusikpflege, Literatur als neuem Bereich und der schon seit längerer Zeit installierten Popularmusik“, erläuterte der Bezirkstagspräsident. Dazu sei die räumliche Entwicklung wichtig. „Es war ein Glücksfall, dass wir 2017 von der Marktgemeinde Bruckmühl das Bestandsgebäude und zwei weitere Gebäude des Alten- und Pflegeheims erwerben konnten und damit 2.500 Quadratmeter Fläche dazu bekommen haben“ erklärte Mederer.

Das Volksmusikarchiv in Bruckmühl.

Dies erlaube, die Kompetenzen in einer Riesenbreite als Zentrum unter einem Dach zu vereinen. Als künftige Nutzung der erweiterten Räumlichkeiten nannte er die Durchführung von Ausstellungen, Seminaren und Workshops sowie als Probenräume und für die Instrumentenwerkstätte.

Digitaler Zugriff aufs Archiv geplant

Beim Archiv wolle man künftig den digitalen Zugriff ermöglichen. Gestalten werde dies ein „tolles Team mit seiner personellen Kompetenz“, sagte der Präsident. Die Politik stehe hinter dieser Weiterentwicklung und das sei ganz wichtig. „Wer stehen bleibt, der verliert“, so Mederer weiter. Den bisherigen Akteuren, „die viel geleistet haben“, insbesondere an Ernst Schusser, sprach er seinen Dank aus.

Katharina Baur wünschte er einen guten Start, verbunden mit dem Appell „Machen Sie die Menschen froh.“ Zudem sagte Mederer: „Kultur ist ein Lebensmittel, das ist besonders in der Corona-Zeit zu sehen – wir haben einen Auftrag.“

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„Die Stelle wäre was für mich“ – diese Überlegung sei der Ausgangspunkt für ihre Bewerbung gewesen, bekannte die neue Leiterin. Damit könne sie ihre beiden Steckenpferde Musik und Literatur verbinden. „Wir wollen mit dem ,Zemuli‘ ein offenes Haus zelebrieren, die gemeinsame Vernetzung der Bereiche spiegelt sich im Gebäude wider“, stellte sie fest. So wollen die Verantwortlichen neue Zielgruppen ins Haus holen und unter anderem mit Kinder- und Jugendgruppen arbeiten.

Die Durchführung von Veranstaltungen hängt laut Baur allerdings davon ab, „was Corona zulässt“. Immerhin vermeldete Volksmusikpfleger Bernhard Achorner bereits die Fortsetzung der beliebten „musikalischen Sommerabende“ im Garten des „Zemuli“.

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Eine weitere Vernetzung brachte Dr. Elisabeth Tworek ins Spiel. Die Leiterin der Kulturabteilung des Bezirks Oberbayern erwähnte dazu die bezirkseigenen Einrichtungen „Freilichtmuseum Glentleiten“, „Bauernhausmuseum Amerang“, „Trachten-Informationszentrum Benediktbeuren“ sowie die vom Bezirk betriebenen Bildungseinrichtungen „Schulen für Holz und Gestaltung Garmisch-Partenkirchen“, „Agrarbildungszentrum Landsberg am Lech“, „Berufsbildungswerk München“ und „Johann-Nepomuk-von-Kurz-Schule Ingolstadt“. Man könne durch die Vernetzung Synergien hinsichtlich Teilhabe und Inklusion erzielen.

Das Schild hängt schon.

Sammlungsprofil soll geschärft werden

Volksmusikarchiv-Leiterin Verena Wittmann kündigte an, dass sich ihr Team neben der Sichtung des Bestandes und der Schärfung des Sammlungsprofils der Erschließung „großer Namen“ widmen werde. „Dies bezieht sich auf Originale von Fotos, Tonbändern und Briefen, unter anderem von Annette Thoma und dem Kiem Pauli“, gab sie bekannt. „Das Drehbuch für das ,Zemuli, ist vorhanden, es muss aber entwickelt werden“, stellte Bezirkstagspräsident Mederer abschließend fest.

Musikalischer Sommerabend am 16. Juni

Junge Volksmusikgruppen aus dem Landkreis Traunstein gestalten am Mittwoch, 16. Juni, in Bruckmühl einen musikalischen Sommerabend im Garten des Zentrums für Volksmusik, Literatur und Popularmusik (Zemuli). Es singen und musizieren die Bergwasserl Tanzlmusi, der Hammerer Dirndl-Dreigesang, der Familiengesang Abstreiter und Tim Bosch auf der Ziach. Der oberbayerische Volksmusikpfleger Bernhard Achhorner eröffnet die Reihe der musikalischen Sommerabende im Zemuli. Durch den Abend, der auch Gelegenheit zum Mitsingen bietet, führt der Volksmusikpfleger des Landkreises Traunstein Markus Gromes gemeinsam mit seinem Amtsvorgänger Hansl Auer. Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Coronabedingt ist eine Anmeldung unter Telefon 08062/5164 oder per E-Mail an volksmusikarchiv@bezirk-oberbayern.de erforderlich.

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