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„Preisspirale dreht sich nach oben“

Kostspielige Lüftungsanlagen für Schulen - Warum die Geräte teurer werden als geplant

Mit einem Gesamt-Finanzvolumen von 1,28 Millionen Euro erhalten die Klassenräume der Grundschule Bruckmühl als auch der Grund- und Ganztagsschule Heufeld neue dezentrale Lüftungsanlagen.
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Mit einem Gesamt-Finanzvolumen von 1,28 Millionen Euro erhalten die Klassenräume der Grundschule Bruckmühl als auch der Grund- und Ganztagsschule Heufeld neue dezentrale Lüftungsanlagen.

Der Marktausschuss Bruckmühl hat sich mehrheitlich für den Einbau von dezentralen Lüftungsanlagen in der Grund- und Ganztagesschule Heufeld sowie der Grundschule Bruckmüh entschieden. Wie es nun weitergeht und warum die Anschaffung teurer wird als bislang gedacht.

Bruckmühl – In der April-Sitzung hat sich der Bruckmühler Marktausschuss einmal mehr mit dem Thema der Be- und Entlüftung von Schulräumen befasst. Am Ende einer Ergebnis orientierten und intensiven Beratung bauten die Ratsmitglieder auf ihrer Entscheidung vom Januar - Einbau von dezentralen Lüftungsanlagen in der Grund- und Ganztagesschule Heufeld sowie der Grundschule Bruckmühl – auf, und genehmigten nun mit nur einer Gegenstimme eine Kostenmehrung von knapp 75 000 Euro.

Nach Aussage der Gemeindeverwaltung ist die Kostensteigerung ein Spiegelbild der derzeitigen Marktsituation. In Summe beträgt das Finanzvolumen für beide Schulen rund 1,28 Millionen Euro. Der förderfähige Betrag beläuft sich dabei auf 968 000 Euro.

Welche Variante ist wo geeignet?

Der Grafinger Planer Stefan Kinze stellte den Ratsmitgliedern zunächst am Beispiel der Grundschule Bruckmühl die beiden unterschiedlichen Typen der Lüftungsanlagen vor. Nach seinen Erläuterungen wird bei jedem einzelnen Klassen- und Unterrichtszimmer geprüft, welche individuelle Einbauvariante (Decken- oder Standgerät) am besten umzusetzen ist und den größten Nutzen für Schulkinder bringt. Bernd Krist ergänzte den Sachvortrag mit Ausführungen zur Grund- und Ganztagesschule Heufeld. Nach Darstellung des Sachbearbeiters für Hochbau und Bauunterhalt wird hier das gleiche Procedere durchgeführt.

Im Anschluss daran ging er auf den Kostenfaktor ein. Für die Bruckmühler Schule belief sich die vormalig Kostenschätzung für die 22 Geräte auf 535 000, für die 26 Geräte der Heufelder Schule auf 675 000 Euro. „Leider müssen wir hier aber etwas nachregulieren, da sich auch auf diesem Marktsegment die Preisspirale in den zurückliegenden Monaten nur nach oben gedreht hat“, so Krist.

Maßnahmenpaket erhöht sich von 1,21 auf 1,28 Millionen Euro

Der Aufschlag von der ersten Kostenschätzung zur jetzt durchgeführten Kostenberechnung beträgt 74600 Euro. Das Maßnahmenpaket erhöht sich dadurch von 1,21 auf 1,28 Millionen Euro. Davon sind von der Marktgemeinde 298 600 Euro zu tragen. Georg Oswald sprach sich aufgrund seiner 40-jährigen Berufserfahrung klar gegen die Maßnahmen aus, „hier wird lediglich die Luft gereinigt, auch fehlen wichtige Virenfilter“. Damit verband der BP-Rat auch die Frage nach Zeiträumen und Kosten für erforderliche Wartungsarbeiten.

Sachbearbeiter Bernd Krist wiedersprach der Argumentation, „die Be- und Entlüftungsgeräte arbeiten im Einklang mit Wärmetauschern und sind dadurch sehr effektiv“. Die Wartungskosten pro Gerät bezifferte er auf zirka 180 Euro pro Jahr. Für Harald Höschler (CSU/PW) war die Sache klar, „die Grundsatzentscheidung haben wir schon vor Monaten getroffen, da brauchen wir nicht mehr rum zu diskutieren, es geht jetzt nur noch um ein Ja oder Nein zur Kostensteigerung“. Hubert Maier gefiel die individuelle Raumlösung des Luftaustausches. Für den CSU/PW-Rat waren die Investitionen gut angelegt. Für kurzes Stirnrunzeln im Plenum sorgte die Nachfrage von Grünen-Rat Wolfgang Huber, ob sein Kenntnisstand denn stimme, dass trotz der neuen hoch effektiven Luftaustauschgeräte auch die bereits installierten Luftreiniger weiter in den Klassenzimmern laufen müssen.

Schulleitungen finden gute Lösungen

Markus Zehetmaier, Fachbereichsleiter Immobilienwirtschaft, erläuterte hierzu, „die damaligen Voraussetzungen für die Förderwürdigkeit der Luftreinigungsgeräte war eine festgeschrieben Betriebsdauer von drei Jahren, wenn die Geräte mit staatlichen Mitteln beschafft worden sind, müssen sie auch laufen“. Er zeigte sich aber sicher, dass die Schulleitungen hier sicherlich gute und praktikable Lösungen finden werden. Zum Zeittablauf führte Sachbearbeiter Bernd Krist abschließend aus: Ausschreibungen noch im April, im Juni nochmals Vorlage im Marktausschuss, Installation der Geräte von September bis November. Gegen die Stimme von Georg Oswald stimmten die Räte der Kostenmehrung dann mit deutlicher Mehrheit zu.

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